Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 3): M - R — Heidelberg, 1919

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Montfort — Morell.

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Speyer und Konstanz; er f 1775. 11. 12. als Domsänger zu Konstanz aetatis 50 und wurde im Dom
daselbst beigesetzt. 2) Anton, f Tettnang 1787. 25. 11. als der Letzte des ganzen Geschlechts. 3) Franz
Xaver war dreimal vermählt und starb zu Mariabronn 1780. 24. 3. Nachdem Oesterreich die Schul-
dener mit 300 000 fl. abgefertigt hatte, trat es den Besitz der Graf- und Herrschaften des Hauses
Montfort 1780. 22. 8. an.

Das Wappenbild aller von dem Pfalzgrafen Hugo von Tuebingen abstammenden Grafengeschlechter
von Montfort, Feldkirch, Asperg, Tettnang, Herrenberg, sowie der Grafen von Werdenberg, Pfannenberg
und Sargans war die Kirchenfahne. Die Grafen von Montfort führten in S. eine r. Kirchenfahne mit
drei g. Ringen und auf g. Helme eine r. Mitra mit zwei g. Knöpfen; Hd.: r. s. (Siebmacher I, pag. 15,
No. 11). Als Helmzierden kommen auch noch vor: 1) auf einem mit g. Quasten verzierten r. Kissen
ruhend ein mit ^ Hahnenfederbüscheln besetztes und mit der Kirchenfahne belegtes, fächerförmiges
s. Schirmbrett; 2) der Rumpf eines r. gekleideten Mannes mit w. Mitra und abfliegenden Bändern.
(Stumpff, Chron. Helv. X, cap. 32; Wappencodex des Vereins Herold, pag. 7 u. s. w.)

Montfort. Herr Karl Franz Montfort, 22 Jahre lang Oberhaupt der Stadt Freiburg, f 1769. 25. 6.
aet. 83, und seine Gattin Maria Magdalena Lütschgi, f 1736. 25. 3. aet. 56, liegen unter einem Grab-
steine im Münster zu Freiburg. Sein Wappen zeigt im Schilde und auf dem Turnierhelme in einem
Flügel einen von zwei Sternen begleiteten und mit einer Rose belegten Schrägrechtsbalken.

Grafen von Montfort.

von Moos.

Montfort.

Ton Moos. Moos, Dorf, B.-A. Konstanz. R. de Mose Z. Urk. des Klosters Weißenau 1229. Ul-
ricus, miles, Wernherus, Willeheimus et Diethelmus fratres dicti de Mose verkauften eine Fischenz bei
Lone, Gutlohn, B.-A. Konstanz, an Kloster Salem zwischen 1269 und 1274. Hylla dca. de Mos, f 14. 7.,
vergabte Zinse in Konstanz an Salem. Diesem Ministerialengeschlechte gehörte vermuthlich das in der
Züricher Wappenrolle unter No. 401 gegebene Wappen Mos an: In R. ein in zwei Reihen zu 12 Plätzen
b. s. geschachter Schrägrechtsbalken; auf g. Topfhelme ein mit weißen Hahnenfedern besetztes r. rundes
Schirmbrett.

Morach. Leopoldus M. aus Marchdorf 992 — f 1012. 14. 8. der 20. Abt von Pfaeffers (von
Muelinen, Helvetia Sacra).

Morald. Barbara Moraldin, Gattin des Sebastian Villinger, Licentiaten in Freiburg 1606.

More siehe Mohr.

Morell. Johann M. empfing d. d. 1555. 8. 3. vom Könige Ferdinand I (Saalbuch IV, pag. 107)
einen erbländ. Oest. Wappenbrief ohne Lehenartikel. Wappen: getheilt, unten blau, oben weißgolden
gespalten und in jeder der drei Feldungen ein Mohrenhaupt sammt Hals mit einem g. Ringe im linken
Ohre; Stechhelm: der Rumpf eines Mohren in g. Rocke mit w. Ueberschlage, mit g. Ringe im linken
Ohre und w. Stirnbinde mit abfliegenden Enden; Hd.: b. g. (Gef. Mitth. des K. K. Adels-Archivs).
Siebmacher V, pag. 270, No. 5. Der Begnadete Hans M. war 1582—1603, von den Kaufleuten, des
Raths in Konstanz; er siegelte mit vorigem Wappen 1583 und vergabte 1591 der Raite. Das gleiche
Wappen, aber die oberen Mohrenköpfe einander zugekehrt, Hd. fl: g. führte Andreas M„ 1581 Gesell

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