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Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Hrsg.]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 3): M - R — Heidelberg, 1919

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https://doi.org/10.11588/diglit.2607#0165
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Muench von Wildsberg.

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1526, 1533, Amtmann der Ortenau 1527, kaufte 1528 von seinem Schwager Christoph von Blumeneck
dessen Fischwasser in Haslach, 1538 als Schwager der Brüder von Blumeneck bezeichnet, 1534, 1543
Württemb. Obervogt auf dem Schwarzwalde, Rath und Statthalter in Stuttgart 1535, Amtmann im Kinzig-
thale 1548. 18. 2., todt 1551; uxor: Catharina von Ow, 1547, 1557. Friedrich M. v. R., 1494, war 1510
Beisitzer eines Lehengerichtes der Abtei Gengenbach, lebte noch 1522, war todt 1540. Seine Söhne waren
Jacob, Ruprecht, 1547 außer Landes, noch 1557 erwähnt, und Rudolf, nur 1547 erwähnt. Jacob verkaufte
nebst seiner Gattin Anna von Ow 1557. 27. 2. das Schloß Ramsteinweiler bei Haslach im Kinzigthale an
Gertrud Zorn, Witwe des Jacob Wurmser von Schafftolsheim. Sein Sohn Hans Jacob M. v. R., minorenn
1558, majorenn 1560, 1587, verkaufte Güter in Herdern um 200011. 1560.8.2.; zu Ramsteinweiler gesessen
1574, belehnt 1580, todt 1588; uxor: Maria Jacobea von Jestetten, 1565, 1594, hatte ihm vier Söhne
geboren. Vermuthlich seine Schwestern und Töchter Jacobs M. v. R. waren: a) Anna, Kammerjungfrau
der verwitweten Frau Elisabeth von Heydeck, geb. von Rappoltstein, 1555, 1560; mar.: Christoph
Bapst von Bolsenheim 1555, 1578, wiedervermählt mit Kunigund
von Bietenheim 1573. b) Ursula, verwitwete Staehelin von Stock-
burg 1574. 24. 9. Des Hans Jacob Söhne waren: a) Hans Friedrich,
1589, Reichsschultheiß in Zell 1610. ß) Hans Martin, 1589, 1622,
canonicus eccl. Bas. 1615. 8. 2. y) Hans Gebhard 1589. b) Hans
Jacob, 1589, auf der Universität in Freiburg immatriculirt 1606.
28. 11., f als der Letzte seines Stammes 1636. 10. 12. und wurde
im Freiburger Münster begraben. Von seiner Gattin Maria Sibylla
von Duerrmenz, Pathin in Gengenbach 1631, lebte noch 1649.
24. 10., scheint er nur eine Tochter Maria Jacobe gehabt zu
haben, welche wohl 1679 verstorben ist, da ihr Gatte Johann Franz
von Roggenbach, Rathsherr in Freiburg, das Mannlehen der 1679
ausgestorbenen Muench von Rosenberg erhielt. Frau Maria Eva
M. v. R., 1606, 1608, ist vielleicht die erste Gattin des Hans Jacob.

Wappen: In G. auf gr. Dreiberge stehend ein bartloser
Mönch in tt Kutte mit r. Schuhen, in der Rechten einen Strauß
von drei r. Rosen an gr. Stielen, auf der Linken einen natürlichen
Falken tragend; H.: die rechtsgekehrte Büste des Mönches; Hd.:
tt g. (Wappen-Codex Rochholtz, pag. 151, No. 4.) Im Donau-
eschinger Codex (fol. 138 c) steht der Mönch auf einem frei-
schwebenden, oben weiß abgeplatteten b. Mauergestelle und trägt
er Rosen und Falken in der anderen Hand.

Muench. Dem Wernher M., Forst- und Seemeister zu Scheibenhart, und seinen Erben verlieh
der Comes palat. Wilhelm Boecklin von Boecklinsau 1562 ein Wappen.

In Schlettstadt und Straßburg kommen sehr ausgebreitete Geschlechter des Namens Muench vor.

Muench von Wildsberg. Von dem Dorfe Wildsberg, jetzt Wilsberg bei Pfalzburg, schrieb sich
ein weitverzweigtes Adelsgeschlecht, welches zu den Lehnsleuten von Kurpfalz, der Bischöfe von Straß-
burg, der Abteien Murbach, Andlau und Maursmünster, der Herren von Rappoltstein, von Ettendorf,
von Geroldseck am Wasichen und von Greifenstein gehörte und zu verschiedenen Zeiten ganz oder
antheilsweise die Burgen Arnsburg, Freudeneck, Geroldseck, Greifenstein, Herrenstein, Lützelburg,
Niederbarr, Ortenberg und Wangenburg besaß. Bechtoldus de W., canonicus majoris eccl. Arg. 1255,
1257. Berchtoldus Monachus de Wildesberg, miles, 1274, führte, wohl nach der angenommenen Helm-
zier, zuerst den Beinamen Münch, welchen seine Nachkommen beibehielten. Die Vogesen, besonders
die Stadt Zabern und Umgegend, waren der Hauptschauplatz des Geschlechtes, von dem einzelne Glieder
aber nach dem Oberbadischen Gebiete kamen. Von den Söhnen des R.'s Berchtold hinterließ Wilhelm,
Ek., 1367, 1396, todt 1397, von seiner Gemahlin Lysa von Born, 1396, 1401, folgende Kinder: Sophia,
1397, verm. an Hans Roeder; Hans, 1397, und Volmar. Dieser 1396 noch minderjährig, Ek. 1425, 1442,
todt 1461, zeugte mit Kunigund von Hochfelden, 1442, 1461, Marzolf, Ek. 1461, 1474. Wilhelms älterer
Bruder Berchtold, R., Schultheiß in Zabern, hatte folgende Söhne: Berchtold, siehe später; Martin; er
widersagte nebst seinem Bruder Hans 1424. 8. 6. den Pfalzgrafen wegen des Markgrafen Bernhard von
Baden, 1428 der Stadt Straßburg; lebte noch 1431, todt 1435; Hans «mit dem Bart», auch gen. Becken-
hans oder Jkr. Hans Bart, 1397, 1435; ihm wurde 1408 die Burg Freudeneck eingenommen; seine Witwe
Anna von Eich lebte 1439; Heinrich, 1397, 1406; seine Witwe Frowelin von Momburn lebte 1428.
Der vorgenannte Berchtold M. v. W., Ek., 1397, 1441, Schultheiß in Zabern 1417, zeugte mit Else
Burggraf von Straßburg, 1424, 1441, außer einer an Hans von Altdorff gen. Wollschlaher vermählten
Tochter Nesa folgende Söhne: A) Burkard M. v. W., 1451, todt 1478; uxor: Margaretha von Dorn-

Oberbad. Geschlechterbuch. III. 21

Muench von Rosenberg.
 
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