Kindler von Knobloch, Julius ; Badische Historische Kommission [Editor]
Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 3): M - R — Heidelberg, 1919

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von Nendingen — von Nenzingen.



genannt zu dem Riet, Witwe Buerkelins genannt Nellesheim, Bürger zu Straßburg, und Henslin, ihr
Sohn, verkaufen Zinse auf einem Hause in Straßburg 1384. 16. 4. Des Letztgenannten Witwe: Lya 1425.
von Nendingen. 1) Ein edelfreies Geschlecht, dessen Stammsitz Nendingen im Oberamt Tutt-
lingen, Württemberg, ist. Folkmar und Adalbert von N., Freie, sind Zeugen der Stiftung des Hasso
von Fuerst für das Kloster S. Georgen 1092. Adalbert und Eberhard von N. schenken dem Kloster
S. Georgen ein Gut in Ettisweiler 1094.

2) Im 14. Jahrhundert erscheint ein Geschlecht dieses Namens im Dorfe Hausen an der Aitra.
Konrad von N. gesessen zu Hausen 1366. Konrad von N. erhält in Gemeinschaft mit Konrad, Sohn
des f Heinrich von Ashan, von Eberhard von Weil ein von den Freiherren von Tengen lehenbaren
Zehnten in Aulfingen 1359. 11. 10. Beita von N., Gattin Markarts von Ow zu Humingen genannt 1372.
Jungfrau Anna von N. gesessen zu Hausen an der Aytra 1394. 25. 3. Kaiser Sigismund ächtet Friedrich
von N., Eberhard Soer und Heinrich von Rosenegg, d. d. Eger 1437. 30. 7.

W. In Mitte des Schildes ein Schildchen, dessen drei Ecken mit je einer Lilie besteckt sind.
(Nach einem in 0. von Alberti, Württembergisches Adels- und Wappenbuch, pag. 544 abgebildeten
Siegel des Konrad von N. 1366.)

von Neilingen. (N. Oberamt Eßlingen, Württemberg.) Anselm von N. ein Edelfreier vergabt sein
Stammgut bei Eßlingen an das Kloster S. Blasien 1137.

von Nenikhen. Nach der Chronik von Schultheiß waren Herren von N. Mitglieder der Geschlechter-
gesellschaft zur Katze in Konstanz. Es steht dahin, ob diese Herren von N. Glieder des nach dem
Dorfe Naenickon bei Greifensee in der Schweiz benannten edelfreien Geschlechte waren. W. Schwarz-
golden gespalten mit einer Spitze wechselnder Farbe, auf dem gekrönten Helme ein Flügel mit dem
Schildbilde; Hd.: schwarz-golden (Siebmacher V, fol. 176, No. 7 unter «Schweitzerische» und Wappen-
codex des Vereins Herold unter «von Namicken, Frey», fol. 74, No. 4). Variante: Schwarz-silbern
gespalten mit einer Spitze wechselnder Farbe, auf dem ungekrönten Helme ovaler, wie Schild tingirter
Spiegel; Hd.: schwarz-silbern (Siebmacher V, fol. 208, No. 12). Schild wie erst beschrieben; auf unge-
kröntem Helme wie der Schild gekleideter Mannesrumpf (Wappencodex des Vereins Herold unter
«von Namicken, Frey, das andere», fol. 74, No. 5).

von Nenningen. Nach dem Dorfe N. im Oberamt Geislingen nannte sich ein Adelsgeschlecht,
dessen zuerst bekannter Sprosse Gebhard von N. 1270 war. Als Brüder werden genannt: A) Fritz
von N. 1393; Vogt auf Hohenrechberg 1398; 1404; 1421, Gräflich Württembergischer Rath 1440;
seine Gattin: Grethe von Ottenbach 1498. B) Marx 1398; 1402; 1404. C) Heinrich (Heinz) belehnt
mit einem Hofe zu Altheim durch den Edelfreien Conrad von Stoeffeln 1380, Vogt zu Blaubeuren
1379, todtl399; wohl seine Gattin Ursula von Höllenstein, die als Witwe von N. und Gattin Conrad
Graemlichs von Pfullendorf Güter in Eberhardsweiler verkauft 1399. 1. 4. Ursula's von Höllenstein
Söhne erster Ehe waren: a) Hans 1399, Vogt zu Fuessen 1421; seine Gattin Richardis von Freyberg,
b) Anselm, Chorherr zu Wiesensteig und Domherr zu Augsburg 1483; 1499; leiht dem Fritz von
Westerstetten 36 fl. 1483; Domcustos zu Augsburg 1407, 1413; läßt als solcher die Wölbung des
mächtigen Ostchores des Augsburger Domes ausführen; Bischof von Augsburg von 1414. 24. 9. bis
1423. 7. 9. Des Bischofs Erben 1430 waren Heinrich von Hörningen, Joerg von N., der noch später
urkundet 1441, Hans Harscher und Margarethe von N. seine Hausfrau, die nochmals urkundet 1439.
Matern von N. Pfleger und Amtmann der Herrschaft Waldburg 1583 und seine Gattin Maria Salome

von Reischach 1611, f 1631. 14. 10., sind zu Waldshut begraben.

W. Senkrecht gespaltener silberner Schild, rechts ein rother, nach rechts
gewandter aufrechter Löwe, links blauer, auf Adlerfang stehender Flügel; auf dem
Helme gestürzter rother Hut mit gelbem Rande, darin sctnvarzer Hahnenfeder-
busch (Manuscript der Königlichen Oeffentlichen Bibliothek zu Stuttgart, der
Schild ebenso auf dem Grabsteine zu Waldshut). Variante: der Löwe gekrönt;
Hd.: roth-silbern (Wappenbuch der Tiroler Adelsmatrikel, fol. 109); der rothe ge-
stürzte Hut mit zwei silbernen Querbändern mit schwarzen Hahnenfedern; Heb:
roth-silbern (Siebmacher I, fol. 119, No. 16). In ungetheiltem Schilde dieselben
Schildbilder; auf gekröntem Helme eine silberne Kugel, besteckt mit schwarzem
Straußfederbusch; Hd.: roth-silbern (Siebmacher V, fol. 129, No. 8 unter Rhein-
ländische und unter dem Namen «Die von Keningen»).
von Nenzingen. 1) Geschlecht, dessen Stammsitz N., B.-A. Stockach, war und das im Ministerial-
verhältniß zu den Grafen von Neuenbürg stand. Zu dieser Familie dürften zu zählen sein: Adelbero
et Condeloch de N. Zeugen mit anderen benachbarten Adeligen zwischen 1102 und 1116. Albero de
N. vergabt ein Gut, das er von den Edlen de Capeila (Kappel, Oberamt Ravensburg) zu Lehen trägt,

von Nenningen.
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