Kissling, Hermann
Türen in Schwäbisch Gmünd — Schwäbisch Gmünd, 1982

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VorWOrt Schwäbisch Gmünd hat keinen Mangel an beschreibens- und darstellens-

werten Kunstwerken, weder an Architekturen, noch Plastiken, noch
Malereien. Und doch ist aus diesem Areal der Kunstobjekte ein ver-
gleichsweise bescheidener Gegenstand aufgegriffen und hier zum Inhalt
einer Monographie gemacht worden. Damit sollen unter kunstge-
schichtlichen Aspekten Objekte des dritten Gliedes ins Licht gerückt
werden. Auch sie verdienen unsere Aufmerksamkeit. Die tagliche Erfah-
rung lehrt nämlich, daß nicht nur die großen, sinnträchtigen Werke der
Kunst unser Dasein bereichern, die Umwelt zu einem unverwechselba-
ren Lebensbereich bilden, den man früher bedenkenlos Heimat nannte.
An dieser Individualität eines nahen, begrenzten Weltausschnittes haben
die kleinen, oft unscheinbaren Dinge mehr wirkenden Anteil, als wir uns
gemeinhin vergegenwärtigen. Und auch sie haben ihre Geschichte und
auch sie haben Teil an einer Geschichte der künstlerischen Form. Damit
sind Anliegen des Schreibers transparent und die topographische
Begrenzung des Untersuchungsgebietes mit dem Hinweis verständlich
gemacht, daß „die Begeisterung für die Kunst aus bestimmtem localem
Objekt hervorgeht", eine Reaktionsweise, die so Jakob Burkhardt nach-
gesagt und von ihm bestätigt worden ist.' Genug der Begründungen:
Letztlich hat sich unsere Schrift aus sich heraus selbst zu rechtfertigen.

Nun liegen die Studien in nachprüfbarer Form vor. Das ist Anlaß,
städtischen und staatlichen Institutionen in Schwäbisch Gmünd für
freundliche Unterstützung zu danken. Damit gemeint sind die Stadtver-
waltung Schwäbisch Gmünd, die Damen und Herren des Städtischen
Museums und des Staatlichen Hochbauamtes, auch Herr Dr. Herr-
mann, Leiter des Stadtarchives. Er hat mit der ihm eigenen Liberalität
und Hilfsbereitschaft die Schrift gefördert und ihre Herausgabe betreut.
Schließlich ist es noch eine angenehme Pflicht, etlichen Gmünder Bür-
gern für mancherlei Auskünfte zu danken. In den allgemeinen Dank
seien auch die Studenten der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch
Gmünd eingeschlossen, die im Sommersemester 1980 mit mir an diesem
Thema gearbeitet haben.

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