Klüber, Johann Ludwig
Die Sternwarte Zu Mannheim: Mit einer Abbildung der Sternwarte in Steindruck — Mannheim, 1811

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Breite.
Die altern Bestimmungen von Christian Mayer, -welche augenscheinlich auf Irrthum
beruhen, sind unten, in Hrn. Barry's biographischem Artikel, in einer Note angeführt.
Hr. Barry hatte Anfangs, in dem J. 1792, 49° 29'iß", 4 (sein ungedrucktes Memoire,
•welches er der mannheimer Akademie der Wissenschaften damals überreichte), nachher,
aus correspondirenden Beobachtungen mit Paris, 490 29' o angenommen. Bode's
astron. Jahrb. f. 1795, S. 191 verglichen mit S. 188-
Hrn. Barry's neueste und schärfeste Beobachtungen gaben in dem Mittel, 490 29' iZ", o.
Man s. unten, seinen biographischen Artikel.
Wiedel holte Beobachtungen, mit dem MultiplicationsKreis von Reichenbach, welcher
nächstens erwartet wird, werden vollends entscheiden.
Andere Notizen von der Länge und Breite der mannheimer Sternwarte, findet man in den Allgemeinen geographischen Ephe-
meriden von Bertuch, Jahrgang XII (1809), August; u. in Bode's astron. Jahrb. f. 1791, S. 116.

Instrumente auf der Sternwarte.

1) MauerQuadrant, mit achromatischem Fernrohr. Er ward 3775 verfertigt zu Lon-
don, von dem berühmten Mechaniker J. Bird a). Gegen das Ende des J. 1775, ward er
auf der Südseite der Sternwarte aufgerichtet, in dem untern BeobachfungsSaal. Er ist ganz
von Messing. Der Halbmesser hat etwas mehr als acht englische oder 7§ pariser Fuss.
Das Gerippe wiegt ungefähr neun Centner, ausser einem Bleiklumpen", etwa vier Centner
schwer, der als Gegengewicht an dem Ende eines Hebels dient, die Bewegung des Fern-
rohrs zu erleichtern. Der Vernier oder Nonius ist zweifach, wie die Eintheilung des Lim-
bus, wovon die innere go°, die andere 96 Theile zählt, so dass mittelst der einen die an-
dere verificirt werden kann. Das achromatische dreifache Objectiv des Fernrohrs hat 5" jw
a) Nachrieht von andern MauerQuadranten desselben Künstlers, von gleicher oder geringerer Grösse, oben S, 14, Note a.
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