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(1480 Mai)—1486 Apr. 6.

181

135* 1486 Jan. 7.
Abkommen der Stadt Marburg mit dem l and gräflichen
Diener Peter Schneider wegen dessen städtischer Abgaben.
Wir burgemeister, scheffene und rath zu Marpurg bekennen
uffintlich mit dißem briffe . . daz wir dem hochgebornen erluchten
fürsten und herren, hern Wilhelm lantgrave zu Hessen ... zu eren,
wolgefallen und siner gnaden begerde nach gelediget und verlaßen
han . . . siner gnaden dyner Petern Snyder, wonhafftig zu Marpurg,
geschosses und bede der genanten stad genczlich von uns erlaßen,
ledig sin und der nicht geben sal, dorch uns unde unser nach-
kommen daruff ungesatzt bliben, auch nicht von im gefurdert ader
geheischt werden sine lebetage gancz uß. . . . Dagein nach güt-
lichem uberkommen und vertrage zusschen im und uns, so sal und
weil er jerlich uff sent Walpurg dag der stad Marpurg gütlich
geben und beczalen, auch sine lebetage gancz uß, echte punt geldis
guder Marpurger were, und er mag sine wonunge und wesen bie
uns in der stad Marpurg haben und stadrecht gebruchen als eyn
ander burger . . Des zu urkunde han wir unser der stad Marpurg
sigil zu ende dißs briffs thun drugken. Gegebin uff sonnabint
nach der heiligen dry konige dag anno domini M°CCCC°LXXX sexto.
Großes Stadtbuch Bl. 107b- Abschrift von Johann Schönbach.

136* I486 Apr. 6.
Schiedsrichterliche Beilegung der Streitigkeiten zwischen dem
Deutschen Orden und der Stadt Marburg.
1. Wegegeld, Fronleichnamsprozession. 2. Früchteausfuhrverbot.
3. Alter Wasser gang auf dem Biegen.. 4. Zäune hinter Weidenhausen. 5. Mühl-
graben. 6—12. Streitigkeiten des Ordens mit einzelnen Bürgern. 13. Der
,,lange Rain“. 14. Verfallene Mauer an der Michaeliskapelle. 15. Steinweg
von der Schnellhartspforte bis zur Brücke. 16. Ausheischen vor geistliches
Gericht. 17. Lehensansprüche des Ordens. 18. Kapellan der Pfarrkirche.
19. Steg oberhalb der Stadt und Walkmühle. 20—26- Mühlensachen. 27. Aus-
zinsen. 28. Klagen des Komturs gegen einzelne Bürger. 29. Einzelne Streit-
fälle. 30. Regulierung der Ketzerbach.
Zcu wissen, als gebrechen, irrunge und tzwyleuffte etliche lange
tziit zcuschen dem erbarn, geistlichen hern Ludwigen von Nordecken
zcu der Rabenauwe, stathelter comentorampts der balie Marpurg
Putschs ordens, von wegen des huses daselbst an eynem, dem raite,
zcunfften und gemeynde der stat Marpurg mitsambt etlichen
sondern personen doselbst am andern teile gewestx), der sie von
beden teilen für den hochwirdigsten und hochwirdigen fürsten und
herren hern Herman, ertzbischoff zcu Collen . . ., als vormonder
des irluchten, hochgebornen fürsten und hern, hern Wilhelms lant-
gravens zcu Hessen, gravens zcu Katzenelnbogen, zcu Dietze,
Cziegenhain und Nidde, . . . und hern Reinharten von Nyperg,
meister Tutschs ordens in tutschen und wellischen landen, unsern
gnedigsten und gnedigen lieben herren, zcu clagen und redden

1) Vgl. o. S. 38.
 
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