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Küch, Friedrich [Oth.]
Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg (Band 2) — Marburg, 1931

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https://doi.org/10.11588/diglit.41407#0077
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1453 — 1454

57

Uff dinstag nach Michel, als man ungeboden ding gehalden
hait, deßmals dann keyn busse gefallen, ist der rath mit dem rent-
meister zum wyne gegangen und verczeret 151/3 s. 4 d.
Uff denselben dag, als der lantfoit von trifftlicher warnunge
zu dem rade umbe etliche gewapende zu pherde geworben, hait
man ime gelehin Herman Selczer mit sime pherde, Synnings knecht
mit sime perde, Henchen Ernstes knecht mit sime perde und Heinrich
von Heimartdingen mit der stad perde, sin sye eyn nacht und dag
ußgewest und gehalden zu Wesmar, iglichem zu dage und nacht
gegeben 3 tor. 3 d., gehit abe der stad pert, dazu uße und heym
verczeret und vor houbslag gegeben zusamen 163/2 s. 23/2 d.
Uff fritag nehst nach Michel, als der lantfoit von wegin unsers
gnedigen hern zu dem rade geworben hait umb meistern Heinrich
gein Gudenßberg zu unserm gnedigen hern uff den dag zusschen
den von Elbe und Frederiche von Hertingeshusen 3) verramet waz,
zu senden, ist derselbe meister Heinrich von bevele des radis dar-
hene gereden, Numan mit ime gehabt und 7 dage und nacht uß-
gewest sin, hait man eyn phert mußen versolden, dazu vor czerunge
hene und widder und vor houbslag gegeben, daz iß tud zusamen
2 p. 33/2 s. U/2 d.
Uff montag vor Galli, als Rodulff Wagke sin scheffenymmes
gethan hait, etliche unßers gnedigen hern manschafft, vaste erbar
lüde, pristerschafft, den rath gemeynlich und veil siner frunde dazu
geladen und gehabt, hait man nach alder gewonheit den wyne deß-
mals gehabt, des mit namen 34 firtel gewest ist, gegulden 31 firtel zu
10 heilem in Rodulffs huse und 3 firtel zu 12 heilem in Sifrides
huse, tud zusamen lU/2 P- 4 d-
Uff mitwochen vor sent Lucas dag, als der rentmeister von
wegin unsers gnedigen hern in siner gnade und des lantfoides ab-
weßen als von schriffte wegin Ludewiges und Henne Doringks zu
dem rade umbe etliche zu perde geworben hait, ist im gelehin Heinrich
der stadknecht mit der stad perde, Dyle Smedt mit sime perde,
Heincze Numan mit Gyers perde und Heinrich von Heymartdingen
mit Henchen Ernstes perde, die dann zu Amen und Hacheborn
gelegen und uff dem Vogelßberge ires redis wendig wurden sin
und 3 nacht ußgewest, iglichem mann und perde zu dage und nacht
zu solde gegeben 3 tor. 3 d., dazu uße und heyme verczeret und
vor houbslag gegeben zusamen 33/2 p- 101/2 d.
Als unser gnediger her eyn scharprichter hir gesant, der dann
Lemmerczeil den gefangen gericht solde haben2), daz sich dann so
verfugete, daz derselbe scharprichter etliche cziit hie hait müssen
ligen, als umbe eyner schrifft willen, der rentmeister und rath von
desselben gefangen wegin unserm gnedigen hern gesant han, ist
der rath uberkommen, daz man denselben scharprichter diewile mit
getrengke verlegen solte als in dem besten, hait hee verdrongken
sebin maß wyns und 1 nossein zu Elsen von Lares und Swanden
huse zu 10 hellem, tud 6s. Id.

1) Vgl. o. S. 55.
2) S. 0. S. 44, 52.

1453
Okt. 2

Okt. 5

Okt. 15

Okt. 17
 
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