Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Küch, Friedrich [Oth.]
Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg (Band 2) — Marburg, 1931

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.41407#0078
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
58

Städtische Hauptrechnungen

1453
Nov. 26, 27
Dez. 4
Dez. 13

1454
Jan. 15
Jan. 19

Jan. 29

Uff montag und dinstag nehst vor Andree, als der lantfoit,
burgkmann, burgemeister, scheffen und rath zu Marpurg uff dem
huse die zcwene tage gancz gemeynen rath gehalden und recht-
sproche gethan han, deßmals danne vaste uberfals gewest, hait man
baffter den verdyneten rechtwyn verczeret 3 p. 2x/2 s. 5 d.
Uff dinstag sent Barbaren dag Bekanntmachung des Ge-
schosses, Essen des Rats 3 p.
Uff sent Lucien dag, als unser frauwe von Zcegenheyn *) hir
geschreben und umbe 40 golden ire zu lyhen gebeden hatte, gehabt
1 halbe wyns und 1 maß biers, tud 9 d.
Als der lantfoit aber von wegin unsers gnedigin hern umbe
etliche gewapent zu pherde geworben hait, hait man ime gelehin
Numan mit Gyers perde, Heinrich von Heimartdingen mit sime
pherde, des Scherers knecht mit sime pherde und Heinrich den
stadknecht mit der stad perde, die danne 4 dage und 4 nacht uß-
gewest sin, die dry Eymeß2) bie Ryffenberg helffen bornen, iglichem
man und pherde zu dage und nacht gegeben 3 tor. 3 d., gehit abe
der stad pert, dazu uß und heym verczeret und vor houbslag ge-
geben, daz iß tud zusamen 5 p. 3 s. 1 d.
Uff dinstag nach dem achczehinden dage, . . ungeboden ding . .,
verczeret an wyne und schönem brode, als man den fleischauwern
auch gegeben hait, daz iß tud I8* lj2 s.
Uff sonnabint sent Sebestiani abint, als man Elsen von Kassel3)
in daz halsysen gespannet und fürder des landes verwyset hait,
darüber die knechte vaste lauffens gehabt han, ist vor die knechte
zum wyne gegulden 2 s. 4 d.
In der rechenunge der nehst vergangen sommerbede, als den
obgenanten burgemeistern von Johan Martdurffs des alden wegin
zcwey punt zu bierungelde uffgerechent sin, und derselbe . . doch
nicht mehe dann eyns gebruwen hatte, als gehit abe 1 gebruwe,
daz den burgemeistern nicht wurden ist, tud 10 s.
Uff dinstag nehst nach Conversio Pauli, als man ungelt gesessen
hait, . . . verczeret ... 10 s.
Als der rath gemeynlich uberkommen ist, unser gnedigen
frauwen, die eyner jungen furstynnen genesen waz 4), eyn geschengke
zu thun, so dann gewonlich, und darumbe Heinrich Deynhart burge-
meister, Ludewig im Hobe scheffen, Ludewigen Montselig und Mertyn
Kaldenbach, zcwene von den viern, ußgeweget und sunderlich be-
volen han, von des slegeschaczes wegin mit unserm gnedigen hern
zu ridden, als hait man unser gnedigen frauwen geschengta) 20 golden,
unserm jungen hern, deßmals bie ire waz, 1 golden, dem hobemeister
2 golden, der hobemeysteryn und den jungfrauwen 2 golden, der
ammen 1 golden, den zcweyn kammerknechten 1 golden, allis zu
24 beh., und dem twerche, daz unsern jungen hern geleydet hait,
4 beh., tud zusamen 32 p. 6 s.

a) In der Vorl. wiederholt.
1) Elisabeth geh. Gräfin von Waldeck.
2) Oberems, Niederems, Wüstems.
3) S. o. S. 45.
4) 5. o. S. 46.
 
Annotationen