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Küch, Friedrich [Oth.]
Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg (Band 2) — Marburg, 1931

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https://doi.org/10.11588/diglit.41407#0122
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102

Städtische Hauptrechnungen

1457

Dez. 1, 2

1458
Jan. 24

(Febr. 23)
(Febr. 17)

Als der rath uberkommen ist, in Sachen Claus Omern an-
treffen* 1) des radis frunde an unsern gnedigen hern trefflich zu
schigken und auch unsers gnedigen jungen hern2) meynunge und
radis sich vor zu befragen und eyne schriffte von sinen gnaden
an siner gnade vater zu bitden, als hait man unsern gnedigen jungen
hern am irsten darumbe ersucht, der dann dieselben des radis
frunde uff den lantfoit3) und hobemeister4) bescheiden, die man in
Sifrids huse zum Paradiße funden hait, daselbs mit ine uß den Sachen
geridt und auch ir gelach im besten abgethan. Fürder so sin der
burgemeister, Ludewig im Hobe, Sifridt zum Paradiße, Henne Begker,
Locze Kirchhern, Ludewig Montselig und Heincze Wildener zu
unserm gnedigen hern von bevele des radis gereden und zcwene
knechte mit gehabt, ist man vier nacht uße gewest, daruff etliche
perde von Gemonden und auch Heinrich5) des stadknechtes phert
und Hennen Werners perd gefutert und versoldet, dazu hene unde
widder uß und heym verczeret und vor huobslag gegebin, daß iß
tud allis zusammen 251/2 p. 3 s. 1 d.
Uff donerstag und fritag nach Andree Festsetzung der
Winterbede 131/2 p. 16 d.
Als die schoczen dißs jar zu dren ader vier malen in den
steden hie umbe zu den schyßgeselschafften gewest sin, dazu sie
dann und auch zu dem buwe, so sie vor irm reyne gethan, vom
rade etlicher sture und zulegunge begeret han, ist ine nach uber-
kommen des rades gegeben 6 p.
Uff dinstag sent Paulus abint Conversionis . . ungeboden
ding ... 24 s.
Als der burgemeister, meister Heinrich, Ludewig im Hobe,
Sybode6) und Heinrich Deynhart von bevele des radis über der
stad briffen und privilegiiis gesessen han, verczeret 9 s. 1 d.
Als unser gnediger her seliger gedechtenisse verfarn ist, so
man den bracht, begraben und darnach begangen hait, hait man
zcwo frauwen zu den zcweyn malen umbgesand, die burgerschen zu
Marpurg dazu heisscheii laßen, ist ine zu lone gegeben U/2 s.
Den knechten, die kerczen getragen han, zu den zcweyn maln
gegeben 18 d.
Uff donerstag nach Petri ad vinculaa) . . . ungelt gesessin,
. . . verczeret ... 2 p. U/2 s.
Als unser gnedigen heren uff huldunge, ine die von Marpurg
gethan, Zusage gethan han, ire alden privilegia zu confirmeren, und
darüber confirmacienbriffe7) und von der verschribunge wegin hern
Herman Rietesel gesehen, eyn schadeloß briff8) zu geben. Nachdem

а) So statt cathedra.
1) S. o. S. 90.
2) Landgraf Ludwig d. J.
3) Sittich v. Berlepsch.
4) Philipp v. Hundelshausen.
5) H. von Runshusen.
б) Breitruch.
7) I Nr. 113. Vgl. Diemar in der Gerstenbergausgabe S. 450 Anm. 2.
8) I Nr. 114.
 
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