Lanckoroński, Karl [Editor]
Städte Pamphyliens und Pisidiens (Band 1): Pamphylien — Wien, 1890

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Fig. 3. Stadtmauer von Adalia.

Attaleia.

ahezu im innersten Winkel des grossen, gegen Südosten offenen Meerbusens
trifft hinter der nach Süden vorgeschobenen Travertinplatte die nördliche
Uferlinie mit der östlichen im rechten Winkel zusammen, eine kleinere Bucht
bildend, welche gegen Südwesten offen ist. Gerade im Scheitel des Winkels
springt die Platte schroff ans Wasser vor, ein Stückchen flachen Strandes
unter der östlichen Steile von einem eben solchen unter der nördlichen
scheidend. Hier liegt Adalia, dessen bescheidene Schiffswerfte jene östliche Strandfläche
einnimmt, während die nördliche von der Dogana, der Ottomanischen Bank, Agenturen,
Magazinen, Cafes und einigen anderen Gebäuden besetzt ist. An jenem Felsvorsprung, der
oben von Befestigungen und Häusern gekrönt ist, führen Treppen zur oberen eigentlichen
Stadt hinauf. Hufeisenförmig breitet sich diese um den Winkel der Bucht, auf dem auch
vom Plattenrande inlands noch beträchtlich ansteigenden Boden aus, innerhalb der Ring-
mauer eng zusammengebaut, mit schmalen Gassen, durch Theilungsmauern in Quartiere
zerlegt, ausserhalb, vornehmlich gegen Osten und Nordosten, neuer, freier, gefälliger.
I Her findet sich auch der schöne, reichbeschattete Friedhof und, von den weitgetheilten
Canälen des Dudenwassers genährt, reiches Gartengrün, während man gegen West und
Nordwest aus den Thoren fast unmittelbar auf den kahlen, erst weiter von der Stadt mehr
und mehr von Gebüsch bedeckten braunen Travertinboden hinaustritt. Nahe der west-
lichen Mauer ist ein gegen die Mündung tiefer Wasserriss. Von einer neuen Holzbrücke
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