Lehmann, Johann Gottlob
Versuch einer Geschichte von Flötz-Gebürgen: betreffend deren Entstehung, Lage, darinne befindliche Metallen, Mineralien und Foßilien ... — Berlin, 1756

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B ( 19 ) A
'l Der zweyte Abschnitt.
Von denen. Veränderungen, welchen
der Erdboden unterworfen.
<§>iese also in ihrer Art vollkommene Erde,
war aber, wie schon erwrhnet, in Ans«-^/^
hung ihrer Bestand-Theile, aus welchen sie^^"
zusammen gesetzt, so beschaffen, baß sie aller-^°«°«,
ley Veränderungen auszustehen, fähig war.
Ihre Theile waren ehedeffen, und ehe sie
durch einen Niederschlag von dem Wasser
schieden, zart aufgelöste und nm Wasser
vermischte Theile gewesen. Sie behielten
diese Krafft auch noch in ihren trocknen Zu-
stande, das Wasser an sich zu nehmen , sich
darinnen aufzulösen, und sich damit einigst
vermischen zu lassen. Zn ihren trockenen
Zustande gestatteten sie dem Feuer eben die-
sen Zutritt in ihre Zwischenräume. Beyde
sowohl, Wasser als Feuer, waren also im
Stande, sie aus ihrem Zusammenhang« zu
fetzen, ihnen eine andere Gestalt zu geben,
keineöwegeS aber war es ihnen möglich, sie
völlig zu zekstöhren und zu vernichten. Noch
weniger war dieses die Luft zu thun im
Stande, ohngeachtet man derftlbm die 1
Würkung in den Erdboden nicht absprechen
kan, da täglich die deutlichsten Erweise da-
von am Tage liegen. Die Erforscher der Na-
tur, sahen dieses MS wohl ein; yoch mehr,
B-t sie
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