Loubier, Hans
Die neue deutsche Buchkunst — Stuttgart, 1921

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es ift für einen Kenner fchöner Bücher recht belehrend und
genußreich zugleich,beide nach allen Einzelheiten des Satzes
und Druckes und Einbands miteinander zu vergleichen.
Zu Nachfolgern mit feinem Anfchluß an die Zopfzeit
hatte Weiß unter den Druckern Poelchel und Drugulin, unter
denKünlflernTiemann, Ehmcke, (f. Abb. 66), Steiner-Prag,
unter den Verlegern Zeitler, Hans von Weber, Georg
Müller (f. Abb. 85-86) und den Infel-Verlag mit manchen
ihrer Bücher. Zwei in anderem Zufammenhang bereits
erwähnte, die Idyllen des Theokrit, von Ehmcke geftaltet
(Abb. 47-48) und VofTens Luife aus der Rupprecht-Preffe
(Abb. 94) gehören ebenfalls hierher.
Wie man auch über die Berechtigung der Anlehnung an
diefe oder jene Stilepoche aus vergangener Zeit denken
mag, und ob zeitweilig Gotik, Renailfance oder Zopf als
Parole ausgegeben wird, das ift gewiß, die Richtung der
Buchkunft, die ich in diefem Kapitel dargeftellt habe, ift
durchaus eine materialgerecht buchmäßige, unfer buch-
äfthetifches GewifTen befriedigende.
Das wird nun anders.
KAPITEL X
NEUE ILLUSTRATOREN
s kommt eine abermalige Reaktion, und fie
kommt mit fchnellen Schritten, eine Reaktion
nun wieder vom rein typographilchen Buch
zurück zum illuftrierten Buch. Es waren ver-
(chiedene Künftler da, die fich als Buchilluftratoren betä-
tigen wollten. Waren es bedeutende Künftler, die mit ihren
llluftrationen etwas Befonderes zu fagen hatten, in der


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