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Cod. Pal. germ. 216

Naturwissenschaften 1), S. 46-69. Zu Autor und Text vgl. Peter Assion, Claus von Ma-
trei und Herzog Siegmund von Tirol, in: Medizinische Monatsschrift 31 (1977), S. 405-
408, Abb. S. 406: Bl. 3::'V/T; ders., Der Hof Herzog Siegmunds von Tirol als Zentrum
spätmittelalterlicher Fachliteratur, in: Keil, Fachprosa-Studien, S. 37-75, dort S. 64-70;
ders., in: VL~ 4 (1983), Sp. 1190-1193 (Hs. erwähnt). Zu Erzherzog Sigmund von Öster-
reich (1427-1496) vgl. Peter Assion, in: VL2 8 (1992), Sp. 1212-1214. - l*r-3*v, 2r, 68::'r/v
(bis auf Einträge Y'~x und Miniatur 3*v, s.o.) leer.

KZ

Cod. Pal. germ. 216

Hans Schiitberger: Reisebuch

Papier ■ 100 Bll. • 20,8 x 15,3 • Südwestdeutschland • um 1480

Lagen: I1 (mit Spiegel) + I3 + 8 VI96 + I97 (mit Spiegel). Reklamanten, zum Teil abgeschnitten (12v, 24v [rot],
60v). Foliierung des 17. Jhs.: 1-96, Bll. l*-3*, 97* mit moderner Zählung. Wz.: Traube (Vorsatz), ähnlich Pic-
card 14,1/314 (Heidelberg u.ö. 1420/1426); verschiedene Varianten Ochsenkopf mit zweikonturiger Stange mit
Kreuz mit Beizeichen Krone, darunter vergleichbar Piccard 2, Typ XV/342. Schriftraum (an drei Seiten mit
Tinte begrenzt; jeweils erste Textzeile außerhalb der oberen Begrenzung, die als Linie benutzt ist): 16-16,5 x
10,5; 25 Zeilen. Bastarda von einer Hand. Überschriften in Rot. Rote Lombarden über zwei bis drei Zeilen, teil-
weise ornamental gespalten. Übliche Rubrizierung. Brauner Kalbledereinband über Holz auf drei Doppelbün-
den mit blinden Streicheisenlinien und Rollenstempeln von Jörg Bernhardt (?). Vorderseite vergoldete Platte mit
Bildnis Kurfürst Ottheinrichs von der Pfalz in Kartusche, oben O. H. [Ottheinrich], unten P. C. [Pfalzgraf
Churfürst], Jahreszahl 1558, vergoldetes Engelsköpfchen (Presser, S. 287 Abb. 5); Rückseite vergoldetes Wap-
pen der Pfalz in Kartusche, unten M. D. Z. [Mit der Zeit] (Haebler 2, S. 71, Platten V, VII, Rollen 2, 3, 4; Be-
renbach, S. 32 Nr. 36). Blau-weiß-rotes Kapital. Messingbeschläge, zwei Riemenschließen. Restaurierung 1962
(Hans Heiland/Stuttgart), dabei altes, papiernes Titelschild abgelöst (jetzt Cod. Pal. germ. I; nicht mehr lesbar).

Herkunft: Datierung aufgrund des Wasserzeichenbefundes. Zum Einband s.o. Hs. der älteren Schloßbibliothek,
verzeichnet bei der Katalogisierung 1556/59: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1937, 96' [Zeichen: Fabel] Schildtberger
von frembden landen. Auf Papir geschrieben 1.4.12', Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1941, 76v Schildtberger von
frembden landen, auf Papir geschrieben. 2*r der im Zuge der älteren Katalogisierung 1556/59 eingetragene Bi-
bliothekstitel: Schiitberger von frembden landen. Danach bei der Katalogisierung 1581 im Inventar der Hei-
liggeistbibliothek verzeichnet: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1956, S. 63 Schiitberger Von frembden landen, papir,
bret, rott leder, bucklen; Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1931, 309v Schiitberger Von frembden landen. Papier, bret-
ter, rot leder, bucklen. l*r Capsanummer: C. 100; Vorderdeckel alte römische Signatur: 1443 (von Neumann [s.
Lit.], S. 14 irrtümlich für das Entstehungsjahr der Hs. gehalten und so weiter in der Lit. verbreitet, etwa bei
Ulrich Schlemmer [Hrsg.], Hans Schiitberger, Als Sklave im Osmanischen Reich und bei den Tartaren 1394-
1427, Stuttgart 1983 [Alte abenteuerliche Reiseberichte], S. 36).

Schreibsprache: niederalemannisch mit wenigen schwäbischen Formen.

Literatur: Bartsch, Nr. 121; Wilken, S. 387; Karl Friedrich Neumann (Hrsg.), Reisen des Johannes Schiitber-
ger aus München in Europa, Asia und Afrika von 1394 bis 1427, München 1859, S. 14f.; Valentin Langmantel
(Hrsg.), Hans Schiitbergers Reisebuch. Nach der Nürnberger Hs., Tübingen 1885 (Bibliothek des Litterarischen
Vereins in Stuttgart [Tübingen] 172), S. 150 Nr. 2.

1r—96v HANS SCHILTBERGER, REISEBUCH. ICh Johanns Schiitberger zoch vß von
miner haymat mit namen vß der Stat München gelegen in Payern in der zyt als künig
Sigmund zü Vngern in die haidenschafft zoch ... 96' >Das Tartarisch pater noster<. ... lila
garthe wisiu gemandan Amen. Text (nach Cod. Pal. germ. 216): Neumann (s. Lit.), S. 49-

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