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Cod. Pal. germ. 252

I.

Bll. PM16. Lagen: IV2" (mit Spiegel, Bll. l::'-5*, 1**) + III8 + 2 VIII32 + 7 VI116. Foliierung des 16. Jhs.: i-Cxvi
(modern durch die entsprechenden arabischen Ziffern ergänzt); des 17. Jhs.: 1—8 (vorgebundenes Register, jetzt
1**—8**), Bll. l*-5* (Vorsatz und Titelbl.) mit moderner Zählung. Wz.: Krone mit zweikonturigem Bügel mit
Perlenbesatz mit Stern (Vorderspiegel, Bll. l*-2*, 5^—116), Piccard 1, Typ V/8a (u.a. Berlin, Königsberg,
Thorn 1519-1525); Löwe schräg dick (Bll. 3*/4*; identisch im Vorsatz von Cod. Pal. germ. 18, 27, 41, 47, 49, 75,
171, 177, 217, 221, 234, 236, 237, 238, 239, 243, 249, 284 sowie im Text von Cod. Pal. germ. 50, 223, 235, 273),
vergleichbar Briquet 10542. Schriftraum (rechts und links durch Papierknickung begrenzt): 21,4-22,2 x 9,9;
26-31 Zeilen. lr-12r zwischen den einzelnen Rezepten zum Teil Raum für Nachträge oder Illustrationen freige-
lassen. Deutsche Kursive des 16. Jhs. von einer Hand, das Register 1**—8** von gleichzeitiger, anderer Hand.
Rezeptüberschriften zum Teil in Auszeichnungsschrift. Korrekturen und Ergänzungen von der Hand Kurfürst
Ludwigs V. von der Pfalz. Auf eingeklebten oder separat eingebundenen Zetteln Ergänzungen von einer weite-
ren Hand (zum Beispiel zwischen Bll. 110 und 111).

Herkunft: für Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz von einer unbekannten Vorlage abgeschrieben. Datierung und
Lokalisierung aufgrund der autographen Einträge Kurfürst Ludwigs V. von der Pfalz. 5;:'r Capsanummer: C.
117, alte römische Signatur: 1567, Bibhothekstitel: Chirurgia bellica seu Campestris. Zusammenführung mit Teil
II. der Hs. erst in Rom.

Schreibsprache: (ost)mitteldeutsch mit einigen bairischen Schreibeigentümlichkeiten.

5;:-r-116v FLORENZ VON VENNINGEN, REZEPTSAMMLUNG (Fragment, nur
zum Teil nach Indikationen geordnet; 617 Rezepte). >Doctor Florentzen von Vennyngen
der Pfaltz Cantzlers<. Die Rezeptsammlung ist nur fragmentarisch überliefert und bricht
116' ab. Das vorgebundene Register (1 verweist auf Rezeptüberschriften bis

Bl. 194. Rezeptüberschriften zum Teil nicht ausgeführt. Florenz von Venningen (f 1538;
Krebs, Nr. 2846; Stuck, S. 98; Telle, Mitteilungen, S. 331), Kanzler Kurfürst Ludwigs
V. von der Pfalz. - l*r-4*v (bis auf Signatur 232 4;:‘r), 5::'v leer.

Als Rezeptzuträger, Probanden oder Gewährsleute genannt: Avicenna (43r); Meister von
Mainz (691); Abul-Casim Abd el-Rahman Ben Ali Ben Ahmed Ibn Abu Sadic el-Nisaburi
(851); Halaf Ibn-‘Abbäs az Zahräwi (Meister Albusodeck) (85r); ehrbarer Geselle aus Bi-
schofsheim (102'); Meister Niclaus (111'); Pieide (112V); Mu.hammad Ibn-Zakariyä ar-
Räzi (Rhasis) (116').

l**r-7**v Alphabetisches Register nach Indikationen.

8-':---:-1 N Verzeichnis von Krankheitsnamen, lat.-dt. (8::':;'r) >Colera nigra das ist das er swartz
blut ...<.

(1. lr-8r) Ortolf von Baierland, Arzneibuch (Auszüge mit fremden Zusätzen; 23 Rezepte).
Enthält folgende sechs Kapitel aus dem Arzneibuch Ortolfs von Baierland (zu Ortolf von
Baierland vgl. Gundolf Keil, in: VL2 7 [1989], Sp. 67-82): (3r) >Item das haubt wurt man-
cherlei wunt etwan wurdet die hirn schal durchslagen ...<. Text: Follan, Kap. 141. (5r)
>Item wan ein mensch an das haubt geslagen wurdet mit kolben oder mit waffen oder wo
mit es sey vnd Ime voller beulen sey vnd Ime so we ist das er vnsinig mocht werden ...<
(Kap. 152). (5V) >Item wann ein Mensch feit das Ime der hals krump wurdet das er nit
gereden mag...< (Kap. 154). (6r) >Wie du solt die salb machen appostolicum< (Kap. 146).
(6r) >Item wann einem menschen der kynback auß der stet fert ...< (Kap. 158). (6V) >Item
ein Mensch wann es die achssel vß dem glid oder ein glid auß dem Einbogen verrenckt
hat ...< (Kap. 160). Außerdem (2r) >Item wann ein slanng oder ein Nater ein gebissen
hat<. Im Text die Beschwörungsformel + puro + porta + nero + reco + zebata + aray +
arabay + peraclitum. (3V) Longinus-Pfeilsegen. >Item wer geschossen wurdt<. Longinus

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