Universitätsbibliothek Heidelberg [Editor]; Miller, Matthias [Oth.]; Zimmermann, Karin [Oth.]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 304 - 495) — Wiesbaden, 2007

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Cod. Pal. germ. 470

98‘-100 v WIDMUNGSVORREDE. Jakob Wimpfeling dediziert Friedrich von Dalberg
seine Übersetzung von Filippo Beroaldo, Ein htipsche subtyliche Declamation ... (s.u.
101 r und Cod. Pal. germ. 473, l 1), Heidelberg, 13. Dezember 1500. Dem Edelen vnnd
Strengen hern her Friderich Friderich [!] Camerer von Talburg Ritter meynem hoch-
geachten gunstigen herrn beuilh ich mich Jacobus Wynpffling von Slettstatt... 100 v Datum
Heidelberg Fucie virginis Anno domini eindusent v hundert [13. Dezember 1500]. Text:
Filippo Beroaldo, Ein hüpsche subtyliche Declamation ... von dryen bruedern der erst
ist ein drunckner boß der ander ein hürer der drytt ein spyler woelcher der verachtest
sey ... [Übers.: Jakob Wimpfeling], Straßburg: Reinhard d.Ä. Beck 1513, S. AE-A2 1
(VD 16, B 2.090). Zu Jakob Wimpfeling (1450-1528) vgl. Gerhard Kaller, in: BBKL 13
(1998), Sp. 1.358-1.361; Friedrich von Dalberg (1469-1507).

101 r—102 v FILIPPO BEROALDO (Philippus Beroaldus Senior), ARGUMENTUM IN
DECLAMATIONEM DE TRIBUS FRATRIBUS, EBRIOSO, SCORTATORE ET LU-
SORE (in der dt. Übersetzung des Jakob Wimpfeling). >Das Argument das ist ein kurtzer
begriff vnd ein Sermo diser nachfolgenden Rede vnd widderrede<. Es was ein vatter der
hett dry Sune einer was ein hurer der ander ein Spieler der drytt ein Suffer vnnd
Trunckener... 102 1 wurd sorfeltiger sein fur sein eigen nutz vnd heyle 102' vnnd wird
nitgedencken fur sein nesten. Der du dißs lesen wirdest Merck vff du wirdest dich frewen.
Text: Filippo Beroaldo, Ein hüpsche subtyliche Declamation, s.o. 98 r, S. A2 V. Zum Au-
tor Filippo Beroaldo (1453-1505) vgl. Biographical and bibliographical dictionary of the
italian humanists and of the world of classical scholarship in Italy, 1300-1800, hrsg. von
Mario Emilio Cosenza, Bd. 1, Boston 1962, S. 541-555; Dizionario biografico degli Ita-
liani, Bd. 9, Rom 1967, S. 382-388. Der eigentliche Text der Declamatio de tribus fratri-
bus in der dt. Übersetzung Jakob Wimpfelings findet sich in Cod. Pal. germ. 473. Zum
Übersetzer s.o. l r. - 103 r-104* v leer.

Hs. u.a. erwähnt bei Backes, S. 148 Anm. 144.

MM

Cod. Pal. germ. 470

Eike von Repgow: Sachsenspiegel • ‘Schwabenspiegel’

Pergament • 2 (Pap.) +72+2 (Pap.) Bll. • 37,2 x 27,8 ■ Herzogtum Braunschweig-Lüneburg • An-
fang 14. Jh.

Lagen: (II-lf (mit Spiegel, Bl. 1*) + II 2a" (mit Bl. 3*) + (V+l) 13 + 2 V 33 + (V-l) 42 + 2 V 62 + IV 70 + (II-l) 72" (mit
Spiegel). Bl. 8 nur halbes, senkrecht durchschnittenes und lose eingelegtes Pergamentbl. Zwischen Bll. 42 und 43
ein Bl. herausgeschnitten (kein Textverlust). Reklamanten. Foliierung des 17. Jhs.: 1-70, Bll. T' :'-3 ;:', 2a ::', 71 ::'-72 ::'
mit moderner Zählung. Wz.: kniender Mann mit Kreuz in Wappenschild (Bl. 1 ::'), ähnlich Heawood 1.354
(Rom 1638; vgl. Kat. Heidelberg, UB 6, S. XVI); gerauteter Wappenschild (altes Vorsatz; Bl. 2 ::'), ähnlich Bri-
Quet 1.999 (Speyer 1545; vgl. ebd., S. XVII). Schriftraum (rundum mit Doppellinien in Tinte begrenzt, Zeilen-
gerüst mit Tinte vorgezeichnet; am Rand Einstichlöcher): 27,3-27,8 x 18,7-19; zwei Spalten, l ra—2 rc, 5 va-7 rc
(Register ‘Schwabenspiegel’ und Register nach Sachbegriffen) drei Spalten. Text des ‘Schwabenspiegels’ in klei-
nerem Schriftgrad, dadurch unterschiedliche Zeilenzahlen: ‘Sachsenspiegel’: 30-31 Zeilen; ‘Schwabenspiegel’:
39-40 Zeilen. Erklärungsversuche für die unterschiedlichen Schriftgrade bei Karl Friedrich Eichhorn, Deut-
sche Staats- und Rechtsgeschichte, 4., verb. und verm. Ausg., Bd. 2, Göttingen 1835, S. 324 („gerade so wie ... die

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