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Cod. Pal. germ. 511

Kosmetik. - (4. 95 r-102 v, Hinterspiegel) 29 Praktiken für duftende Kissen, Handschuhe,
Öle, Salben und Wasser zur Kosmetik. - 2 r-7 v, 11 v, 12 r-87 v, 92 r-94 v leer.

FRAGMENTE

Einbandmakulatur: Druck des 16. Jhs. (nicht identifizierbar).

MM

Cod. Pal. germ. 511

Astrologische Sammelhandschrift

Papier • 96 Bll. • 19,9 x 14 • Bayern (Passau?) • um 1490

Lagen: (VI+2) 12 (mit Spiegel, Bl. 1“') + 5 VI 72 + (VI+1) 85 + (VI-1) 95" (mit Bl. 94 ::', Spiegel). Foliierung des 17. Jhs.:
1-93, Bll. D, 94 ::'-95“' mit moderner Zählung. Bl. 1* (aus historischem Papier; vgl. Wz.) wurde bei der
Restaurierung als Ersatz für das alte Vorsatzbl. eingeheftet, vgl. Herkunft, der Restaurierungsbericht (Doppelbl.
aus historischem Papier; vgl. Wz.) wurde an den Hinterspiegel angefalzt, die alten Spiegel aufgeklebt. Wz.: zwei
Varianten einköpfiger gekrönter Adler mit Buchstabe F auf der Brust: (Bl. 1 ::‘; kein Originalbestand der Hs.!),
ähnlich Piccard, WZK, Nr. 162.017 (Kronberg 1563); (Restaurierungsbericht; kein Originalbestand der Hs.!),
vergleichbar Nr. 162.189; vier Varianten Waage (Bll. l-95 ::‘), darunter ähnlich Piccard, WZK, Nr. 116.983
(Linz 1490), ähnlich Nr. 117.068 (Wien 1482). Schriftraum: I. l r-69 r (rundum blind geritzt): 15 x 9-9,5; 25-26
Zeilen; II. 69 v-93 r (Zeilengerüst 69 v mit Tinte vorgezeichnet, sonst blind geritzt): 15-15,5 x 9-11; 29-33 Zeilen.
Zahlreiche astrologische Tabellen und Schemata. Bastarda von zwei Händen: I. l r-69 r: Überschriften in Rot.
Rote Lombarden über zwei bis fünf Zeilen, wenige Cadellen. l r-5 v übliche Rubrizierung; II. 62 r [Überschrift];
69 v-93 r: Überschriften in Rot. 69 v rote O-Initiale mit einfachem grünem Besatzfleuronnee und Binnenfeldorna-
mentik über drei Zeilen. 74 r Raum für Initiale über neun Zeilen. Rote Lombarden über eine bis vier Zeilen.
Zahlreiche astrologische Zeichen in Rot. Übliche Rubrizierung. Brauner Kalbledereinband über Holz auf drei
Doppelbünden mit blinden Rollenstempeln sowie Platten- und Einzelstempeln in Gold von Jörg Bernhardt (?)
für Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz. Vorderseite vergoldete Platte mit Bildnis Kurfürst Ottheinrichs in
Kartusche, oben O.H. [Ottheinrich], unten P.C. [Pfalzgraf Churfürst]; Jahreszahl: 1558; Rückseite vergoldetes
Wappen der Pfalz in Kartusche (Haebler 2, S. 71, Nr. V, VII, Nr. 2, 3, 4, 7, Nr. 3 nur hinten). Farbschnitt
(gelb). Blau-weiß-rotes Kapital. Messingbeschläge, zwei Riemenschließen. Restaurierung 1962 (Hans Hei-
land/Stuttgart), dabei Bl. 1* ausgetauscht, s.o. und zwei papierne Rückenschilder abgelöst (Restaurierungsbe-
richt am Hinterspiegel angefalzt).

Herkunft: Datierung aufgrund des Wasserzeichen- und Schriftbefundes, Lokalisierung nach der Schreibsprache
und nach Textbefund, vgl. 92 v-93 r. Die über die Textteile hinweg identischen Wz. belegen, dass die Hs. trotz der
wechselnden Schreiberhände und der beiden eingetragenen Bibliothekstitel in einem Zusammenhang entstanden
ist und nicht nachträglich zusammengesetzt wurde. Ein weiteres Indiz hierfür ist, dass der zweite Bi-
bliothekstitel, s.u., in den entsprechenden Inventaren nicht zu finden ist. Hs. der älteren Schlossbibliothek aus
dem Besitz Kurfürst Ottheinrichs von der Pfalz (zum Einband s.o.), verzeichnet bei der Katalogisierung
1556/59: Vatikan BAV Cod. Pal. lat. 1940, 6 V [Mathematici, 4°] Alkabitij Astrologia Teutsch auf Papir geschrie-
ben 7.9. Zwei im Zuge der Katalogisierung eingetragene Bibliothekstitel: l r Alkabitii Astrologia; 74 r Auslegung
der Almanach. Danach bei der Katalogisierung 1581 im Inventar der Heiliggeistbibliothek verzeichnet: Vatikan
BAV Cod. Pal. lat. 1939, 80 v [Mathematici] Alcabitij Astrologia geschrieben Papir In 4 brett rott leder bucklen
(gleichlautend Cod. Pal. lat. 1938, 70 r). Die von Schneider, s. Lit., 1939 auf Bl. l ::' r noch gelesene Capsanummer
C. 1 nach Blattverlust heute nicht mehr vorhanden, vgl. Lagen. Alte römische Signaturen: Vorderdeckel 1310;
papierne Rückenschilder (abgelöst, heute auf Restaurierungsbericht aufgeklebt): 1269; 511.

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