Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

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schlössen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster am 24. Mai im 22. Jahr (790) des
ruhmreichen Kaisers Karl.

URKUNDE 2979 (26. September 771 — Reg. 679)

Schenkung des Haimo in der gleichen Gemarkung unter Abt Gundeland und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3741b)

Ich, Haimo, will im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil eine Schenkung vor-
nehmen. Ich widme sie dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Oberrheingauer
Kloster Lorsch ruht, beziehungsweise jenen Gottesknechten, welche ebendort, wo der ehr-
würdige Gundeland der leitende Abt ist, dem Gottesdienst obliegen. Es ist mein "Wille,
daß meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus frei-
willig geboten wurde. Ich schenke im Gau Wetdereiba {Wetterau), in

Feltheimer marca (in der Gemarkung Feldheim; wie Urk. 2978) zehn Joch Ackerland.
Gemäß nachfolgender Fertigung soll dieses Land Eigentum auf ewige Zeiten sein. Ge-
schehen im Lorscher Kloster am 26. September im 3. Regierungsjahr (771) des Königs
Karl.

URKUNDE 2980 (7. August 774 — Reg. 1068)

Schenkung des Sigefrit im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

(ohne Traditionsnotiz)

In Christi Namen, am 7. August im 6. Jahr (774) des Königs Karl. Ich, Sigefrit, weise
zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer 'N(azarius), dessen Leib in dem vom ehr-
würdigen Abt Gundeland betreuten Lorscher Kloster ruht, eine Gabe zu. Nach meinem
Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und ich versichere, daß sie
vollkommen freiwillig gemacht wurde. Ich schenke im Gau Wetdereiba (Wetterau), im
Dorf

Feltheim (Feldheim; wie Urk. 2978) zehn Morgen Land und eine Wiese. Rechts-
kräftige Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 2981 (15. Juli 800 — Reg. 2694)

Schenkung des Richolach in Feldheim unter Abt Ridhbod und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3763e)

In Gottes Namen wollen wir, Goto und mein Sohn Richolach, eine gute Tat vollbrin-
gen. Daher nehmen wir eine Schenkung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius) vor, dessen
Leib in dem unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Richbodo stehenden Oberrhein-
gauer Kloster Lorsch ruht. Wir wünschen unserer Vergabung ewigen Bestand und erklä-
ren, daß sie auf unserem vollkommen freien Willen beruht. Wir schenken im Gau Wet-
dereiba (Wetterau), in

Feltheimer marca (in der Gemarkung Feldheim; wie Urk. 2978) 22 Joch Acker-
land und eine Wiese. Am heutigen Tage schenken, übergeben und übertragen wir diesen
Besitz auf ewig. Von diesem Tag an möge er jener Stätte zu Nutz und Frommen gerei-
chen. Die Übergabe ist durchgeführt. Geschehen im Lorscher Kloster, am 15. Juli im
32. Jahr (800) des Königs Karl.
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