Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Page: 149
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URKUNDE 3313 (26. April 788 — Reg. 2005)
Schenkung des Sido im Dorf Rohrdorf unter Abt Richbod und König Karl

In Christi Namen, am 26. April im 20. Jahr (788) des Königs Karl. Ich, Sido, weihe
zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Gabe. Sein Leib ruht im
Lorscher Kloster, dessen Herr der ehrwürdige Abt Richbodo ist. Nach meinem Willen soll
die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und ich versichere, daß ich sie vollkommen
freiwillig gemacht habe. Ich schenke in pago Alemanniae (im Gau Alemanniens), im Dorf

Rortorph (Rohrdorf nö. Horb am Neckar sw. Stuttgart) zehn Tagwerk Ackerland.
Die Übergabe ist durchgeführt. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3314 (1. April 777? — Reg. 1512)
Schenkung des Reginbert im Dorf Dornhan unter Abt Gundeland und König Karl

Wir, Reginbert und Duda, meine Mutter, übergeben im Namen Gottes und um der
ewigen Wiedervergeltung willen eine Spende an den heiligen Märtyrer N(azarius). Sein
Leib ruht im Lorscher Kloster, dessen leitender Abt der ehrwürdige Gundeland (765—778)
ist. Wir wünschen unserer Vergabung ewigen Bestand und erklären, daß sie auf einem
vollkommen freien Willensentscheid unsererseits beruht. Wir schenken in pago Alemanniae
(im Gau Alemannien), im Dorf

Turnheim (Dornhan w. Sulz a. N. sw. Stuttgart), alles, was wir dort besitzen. Ver-
tragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster am 1. April im 14. Jahr des Königs Karl.
(Statt XIIIL Jahr = 782 richtig etwa: Villi. ]. = 777.)

NIDDAGAU
(Urkunden Nrn. 3315—3407)

URKUNDE 3315 (21. November 800 — Reg. 2713)

Schenkung der Ilisa in der Steinbacher Gemarkung, in Ursel und Eschborn
unter Abt Richbod und König Karl

Im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil mache ich, Ilisa, eine Vergabung an den
heiligen Märtyrer N(azarius). Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, dessen Aufseher der
ehrwürdige Abt Richbodo ist. Ich bestimme, daß meine Schenkung für alle Ewigkeit gültig
bleiben soll und bekräftige den gänzlich freien Willen, mit dem ich sie gemacht habe. Ich
schenke im Gau Nitachgowe (Niddagau), in

Steinbacher marca (in der Gemarkung Steinbach w. Frankfurt/M.), in

Ursalla (Oberursel n. Frankfurt/M.) und in

Askebrunnen (Eschborn w. Frankfurt/M.) alles, was ich dortselbst bisher besessen habe.
Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster am 21. Novem-
ber im 33. Jahr (800) des Königs Karl.
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