Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 150
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URKUNDE 3316 (14. September 789 — Reg. 2132)

Schenkung des Alaholf, in der Steinbacher Gemarkung unter Abt Richbod

und König Karl

In Christi Namen, am 14. September im 21. Jahr (789) des Königs Karl. Ich, Alaholf,
überlasse dem heiligen Märtyrer N(azarius) Güter. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher
Kloster, dessen Vorsteher der ehrwürdige Abt Richbodo ist. Die Zuwendung soll, wie ich
wünsche, immerdar erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier Wille
dafür bestimmend ist. Ich schenke im Gau Nithacgowe (Niddagau), in

Steinbacher marca (in der Gemarkung Steinbach w. Frankfurt/M.) dreißig Tagwerk
Ackerland. Es folgt förmlicher Vertragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit, wie
oben festgestellt.

URKUNDE 3317 (10. Juni 818 — Reg. 3142)

(Schenkung) des Theothgoz in der Steinbacher Gemarkung unter Abt Adalung

und Kaiser Ludwig

In Gottes Namen entrichte ich, Theotgoz, zum Seelenheil des Wachar, eine Spende an
den heiligen Märtyrer ~N(azarius). Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, in dem der ehr-
würdige Adalung das Amt des Abtes innehat. Es ist mein Wunsch, daß diese Stiftung von
ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willensantrieb
erfolgt. Ich schenke in pago Nitachgowe (im Niddagau), und zwar in

Steinbacher marca (in der Gemarkung Steinbach) alles, was der erwähnte Wachar
besessen hat. Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen im Lorscher Kloster am
10. Juni im 5. Jahr (818) des Kaisers Ludwig (des Frommen).

URKUNDE 3318 (24. August 782 — Reg. 1769)

Schenkung des Sigebreht in der Höchstädter Gemarkung unter Abt Helmerich

und König Karl
(Vgl. Urk. Nr. 3361)

In Gottes Namen wollen wir, Sigebrecht und meine Gemahlin Baltuiz, eine gute Tat
vollbringen. Wir widmen daher dem heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib in dem
vom ehrwürdigen Abt Helmerich geleiteten Lorscher Kloster ruht, eine Gabe. Sie soll nach
unserem Willen für ewige Zeiten bestimmt sein und ist, wie wir beurkunden, ganz frei-
willig vorgenommen worden. Wir schenken alle Güter, die wir in pago Nitachgowe (im
Niddagau), in

Heichsteter marca (in der Gemarkung Höchstadt; N-, O.-; n. Frankfurt-Höchst), in
Aschibrunnen (Eschborn w. Frankfurt/M.) und in

Sulbacher marca (in der Gemarkung Schwalbach w. Frankfurt/M.) besitzen, und außer-
dem noch 15 Leibeigene. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster am
24. August im 14. Jahr (782) des Königs Karl.

URKUNDE 3319 (19. Mai 789 — Reg. 2098)
Schenkung des Gebaleich in der Höchstädter Gemarkung unter Abt Richbod

und König Karl

In Christi Namen, am 19. Mai im 21. Jahr (789) des Königs Karl. Ich, Gebaleich,
nehme eine Schenkung an den heiligen Märtyrer 'N(azarius) vor, dessen Leib in dem in der
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