Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 60
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Gewirada (Gedern? — Kefenrod? — beide Ortschaften nö. Büdingen nö. HanaulM.)
alles, was wir dort an Hofreiten, Feldern, Wiesen, Wäldern und Wasserrechten besitzen.
Urkund dessen untenstehende Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster am 15. Oktober
im 32. Jahr (799) des Königs Karl.

URKUNDE 3024 (20. Juli 780 — Reg. 1585)
Schenkung des Erpolach in Trais Horloff unter König Karl und Abt Helmerich

(Vgl. Urk. Nr. 3751a)
In Christi Namen, am 20. Juli im 12. Regierungsjahr (780) des Königs Karl. Zu
meinem Seelenheil widme ich, Erpolach, dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Spende.
Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, in dem der ehrwürdige Helmerich als
Abt waltet. Ich bestimme, daß meine Schenkung für alle Ewigkeit gültig bleiben soll, und
bekräftige den gänzlich freien Willen, mit dem ich sie gemacht habe. Ich übergebe im Gau
Wetdereiba, im Dorf

Hurnaffa (Trais Horloff sö. Gießen) dreißig Joch Ackerland. Mit dem heutigen Tag
schenke, übergebe und übertrage ich diese Liegenschaft als ewiges Eigengut aus meinem
Besitzrecht in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. N(azarius). Damit ist der Vertrag
abgeschlossen. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3025 (5. November 775 — Reg. 1236)

Schenkung des Egilbert in Lorbach unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3748b)

In Christi Namen, am 5. November im 8. Jahr (775) des Königs Karl. Ich, Egilbert,
mache zum Seelenheil der Hiltrut eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius),
dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht.
Die Zuwendung soll, wie ich wünsche, für immer erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß
ausschließlich mein freier Wille dafür bestimmend war. Ich schenke im Gau Wetdereiba
(Wetterau), im Dorf

Larbach (Lorbach sw. Büdingen nö. HanaulM.) acht Joch Ackerland. Gemäß nach-
stehender Fertigung soll dies Land Eigentum auf ewige Zelten sein. Von heute an und
künftig möge es jener Stätte stets steigende Erträge abwerfen. Geschehen im Lorscher
Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3026 (6. Mai 788 — Reg. 2009)
Schenkung des Hereman in Eberstadt unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 3754c)
In Christi Namen, am 6. Mai im 20. Jahr (788) des Königs Karl. Ich, Hereman, will
zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Schenkung zukommen las-
sen. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Richbodo als
Abt vorsteht. Es ist mein Wunsch, daß diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne
ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willen erfolgt. Ich übergebe im Gau Wetdereiba
(Wetterau), im Dorf

Eviristat (Eberstadt sö. Gießen) zwei Huben mit den darauf errichteten Bauwerken
und alles das, was zu diesen Huben an Äckern, Wiesen, Wäldern und Gewässern gehört,
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