Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

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URKUNDE 3150 (19. Januar 776 — Reg. 1253)

Schenkung des Otger im Dorf Atzbach unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3692d)

In Christi Namen, am 19. Januar im 8. Jahr (776) des Königs Karl. Zum Seelenheil
der Meginsuint bringe ich, Otger, dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im
Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige Gundeland als Abt waltet, eine Opfergabe
dar. Die Zuwendung soll, wie ich wünsche, immer erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß
ausschließlich mein freier Wille dafür bestimmend war. Ich schenke als Besitztum für
ewige Zeiten im Gau Logenehe (im Lahngau), im Dorf

Ettisbach (Atzbach w. Gießen) sieben Joch Ackerland. Urkund dessen nachfolgende
Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3151 (24. Juni 795 — Reg. 2522)

Schenkung des Ekkirat im Dorf Atzbach unter König Karl und Abt Richbod

(Vgl. Urk. Nr. 3719e)

In Christi Namen, am 24. Juni im 27. Jahr (795) des Königs Karl. Zu meinem Seelen-
heil mache ich, Eggidrat, dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Vergabung. Der Leib
des Heiligen ruht im Oberrheingauer Kloster Lorsch, dem der ehrwürdige Richbodo als
Abt vorsteht. Es ist mein Wunsch, daß diese Stiftung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne
ausdrücklich, daß sie aus völlig freiem Willensantrieb erfolgt. Ich schenke alles, was ich im
Gau Logenehe (im Lahngau), im Dorf

Ettisbach (Atzbach w. Gießen) an Hofreiten, Feldern, Wiesen, Wäldern und Gewäs-
sern besitze. Es erfolgt förmlicher Vertragsabschluß. Geschehen im Lorscher Kloster in der
Zeit, wie sie oben festgestellt wurde.

URKUNDE 3152 (20. Januar 777 — Reg. 1326)
Dagewins (Schenkung) im Dorf Krofdorf unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3693c)

In Christi Namen, am 20. Januar im 9. Jahr (777) des Königs Karl. Zu meinem
Seelenheil richte ich, Dagewin, eine Schenkung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius) aus,
dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Gundeland betreut wird.
Die Schenkung soll nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmt sein und ist, wie ich
beurkunde, ganz freiwillig vorgenommen worden. Ich schenke im Gau Logenehe (im Lahn-
gau), im Dorf

Cruftorph (Krofdorf nw. Gießen) eine Hof reite, 16 Joch Ackerland und eine Wiese.
Der Besitzwechsel ist damit vollzogen. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3153 (15. Dezember 774 — Reg. 719)

Schenkung des Frünthart in Atzbach unter König Karl und Abt Gundeland

(Vgl. Urk. Nr. 3687a)

In Christi Namen, am 15. Dezember im 7. Jahr (774) des Königs Karl. Wir, Friunthart
(gespr. Frünthart) und meine Frau Udela, machen eine Vergabung an den heiligen Mär-
tyrer N(azarius), dessen Leib in dem unter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Gunde-
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