Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 103
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URKUNDE 3157 (1. Juni 789 — Reg. 2104)

Schenkung der Irmina im Dorf Nauborn unter Abt Richbod und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3709c)

Ich, Irmina, mache im Namen Gottes eine Schenkung an den heiligen Märtyrer N(aza-
rius), dessen Leib in dem unter der Leitung des verehrungswürdigen Abtes Richbodo
stehenden Lorscher Kloster ruht. Ich bestimme, daß meine Schenkung für alle Ewigkeit
gültig bleiben soll und bekräftige den gänzlich freien Willen, mit dem ich sie gemacht habe.
Gemäß nachfolgender Fertigung schenke ich alles, was ich im Gau Logenehe (im Lahngau),
im Dorf

Niuferen (Nauborn s. Wetzlar) und im Gau Wetdereiba (Wetterau), in
Wizzelere marca (in der Gemarkung Weisel; Hoch-, Nieder-; s. Gießen) habe. Ge-
schehen im Lorscher Kloster am 1. Juni im 21. Jahr (789) des Königs Karl.

URKUNDE 3158 (30. Mai 831 — Reg. 3252)

Schenkung des Suanehart in der Gemminger Gemarkung unter Abt Adalung

und Kaiser Ludwig
(Vgl. Urk. Nr. 3732b)

Ich, Suanehart, will im Namen Gottes meinem Seelenheile dienen. Ich übergebe daher
dem heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib in dem vom ehrwürdigen Abt Adalung
verwalteten Lorscher Kloster ruht, Grundbesitz. Diese Zuwendung soll, wie ich wünsche,
imrmerdar erhalten bleiben, und ich stelle fest, daß ausschließlich mein freier "Wille dafür
bestimmend ist. Ich schenke im Gau Logenehe"", in

Gemmincheimer marca (in der Gemarkung Gemmingen nö. Eppingen w. Heilbronn)
einen Bifang (vgl. Urk. Nr. 2925). Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Klo-
ster am 30. Mai im 18. Jahr (831) des Kaisers Ludwig.

URKUNDE 3159 (27. Februar 790 — Reg. 2161)

Schenkung des Winich im Dorf Linden unter Abt Richbod und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3710c)

In Christi Namen, am 27. Februar im 22. Jahr (790) des Königs Karl. Ich, Winicho,
widme zu meinem Seelenheil dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Gabe. Der Leib des
Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dessen Herr der ehrwürdige Abt Richbodo ist. Es ist
mein Wunsch, daß meine Schenkung von ewiger Dauer sei, und ich erwähne ausdrücklich,
daß sie aus völlig freiem Willensantrieb erfolgt. Ich übergebe alles, was ich im Gau
Logenehe (im Lahngau), im Dorf

Linden (Großen-, Klein-, Lützel-; s. Gießen!L.), in

Aldentorph (Allendorf sw. Gießen) und

Holzhusen (wie Urk. 3133) habe. Urkund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen
im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

* Vorliegende Urkunde ist irrtümlich unter die Schenkungen im Lahngau geraten. Das Original
hatte wohl die Gaubezeichnung Angelgau, die der Kopist bona fide durch „Lahngau" ersetzt hat.
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