Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 107
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URKUNDE 3169 (24. Juni 788 — Reg. 2050)

Schenkung des Radolf in der Benisburger Gemarkung unter Abt Richbod

und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3707a)

In Christi Namen, am 24. Juni im 20. Jahr (788) des Königs Karl. Ich, Radolf, über-
eigne zu meinem Seelenheil ein Geschenk an den heiligen Märtyrer N(azarius). Sein Leib
ruht im Lorscher Kloster, dessen Herr der ehrwürdige Abt Richbod ist. Die Übergabe
erfolgt nach meinem Wunsch für immer und, wie ich ausdrücklich betone, aus freien
Stücken. Ich schenke im Gau Logenehe (im Lahngau), in

Benisburger marca (in der Gemarkung Benisburg, Wüstung bei Hohensolms n. Wetz-
lar) den dritten Teil jener Gemarkung, der aus bepflanztem und unbepflanztem Land, aus
Wohn- und Wirtschaftsbauten besteht. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher
Kloster. Zeit, wie oben vermerkt.

URKUNDE 3170 (12. August 772 — Reg. 792)

Schenkung der Rachilt in Weilmünster und in Selters unter Abt Gundeland

und König Karl

(ohne Traditions-Notiz)

In Christi Namen, am 12. August im 4. Jahr (772) des Königs Karl. Ich, Rachilt,
schenke dem heiligen Märtyrer N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das un-
ter der Aufsicht des ehrwürdigen Abtes Gundeland steht, Güter. Es ist mein Wille, daß
meine Gabe für ewige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig
geboten wurde. Ich übergebe alles, was ich im Gau Logenehe (im Lahngau), in

Wilina (Weil sö. WeilburglL.? — Weilmünster a. d. Weil, linker Nebenfluß der Lahn
sö. Weilburg?),

Brachina (Brechen; N-, O.-; sö. Limburg!L.),

Saltrissa (wie Urk. 3144),

Barenbach (Bermbach n. Weilmünster? — nö. Idstein? — Wüstung bei Niederbrechen
am Barmbach — rechter Nebenfluß der Ems sö. Limburg?),
Albach (Ahlbach n. Limburg),
Uchilheim (Heuchelheim n. Hadamar n. Limburg),
Wilere (Weyer; N.-, O.-; ö. Hadamar),
Torndorph (Dorndorf nw. Hadamar) und

Holzhusen (Heckholzhausen w. Weilburg) besitze, außerdem noch 44 Leibeigene.
Rechtskräftige Fertigung. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben. (Vgl. Band I,
Stammtafel S. 37.)

URKUNDE 3171 (18. Juli 807 — Reg. 2966)
Schenkung des Starcher in der Gemarkung Allna unter Abt Adalung und König Karl

(Vgl. Urk. Nr. 3725c)
Ich, Starcher, errichte im Namen Gottes eine Stiftung zugunsten des heiligen Märtyrers
N(azarius). Sein Leib ruht im Lorscher Kloster, dessen leitender Abt der ehrwürdige
Adalung ist. Nach meinem Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, urtd
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