Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 163
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URKUNDE 3364 (1. Juni 798 — Reg. 2623)

Schenkung des Rudman im Dorf Schwalbach unter Abt Richbod und König Karl

Im Namen Gottes und zu meinem Seelenheil widme ich, Rudman, dem heiligen Mär-
tyrer 'N(azarius) eine Gabe. Der Leib des Heiligen ruht in dem unter der Leitung des ehr-
würdigen Abtes Richbodo stehenden Lorscher Kloster. Es ist mein Wille, daß meine Gabe
für ev/ige Zeiten dargereicht sei, und ich bestätige, daß sie durchaus freiwillig geboten
wurde. Gestützt auf diese vertragliche Übereinkunft schenke ich in pago Nitachgowe (im
Niddagau), im Dorf

Sualbach (Schwalbach w. Frankfurt/M.) zehn Morgen Land. Geschehen im Lorscher
Kloster am 1. Juni im 30. Jahr (798) des Königs Karl.

URKUNDE 3365 (23. Oktober 781 — Reg. 1642)
Schenkung des Starcfrit im Dorf Schwalbach unter König Karl und Abt Helmerich

In Christi Namen, am 23. Oktober im 14. Jahr (781) des Königs Karl. Wir, Starcfrit
und meine Mutter Mechthilt, machen eine Vergabung an den heiligen Märtyrer ~N(azarius),
dessen Leib in dem vom ehrwürdigen Abt Helmerich verwalteten Lorscher Kloster ruht.
Nach unserem Willen soll die Schenkung für alle Zeiten in Kraft bleiben, und wir ver-
sichern, daß sie vollkommen freiwillig gemacht wurde. Wir schenken in pago Nitachgowe
(im Niddagau), im Dorf

Sualbach (Schwalbach w. Frankfurt/M.) siebzig Joch Ackerland, eine Wiese und zwei
Hofreiten. Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Lorscher Kloster zur oben angesetzten
Zeit.

URKUNDE 3366 (8. Dezember 787? — Reg. 2865)
Schenkung der Egina im Dorf Dorfeiden und in Dortelweil unter König Karl

und Abt Richbod

In Christi Namen, am 8. Dezember im 15. Jahr des Königs Karl. (Statt XV. Jahr
— 782 eher: XX. ]. = 787.) Ich, Egina (Egino?), lasse dem heiligen Märtyrer Nazarius,
dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, dem der ehrwürdige Richbodo als Abt (784—-804)
vorsteht, eine Schenkung zukommen. Ich wünsche meiner Vergabung ewigen Bestand und
erkläre, daß sie auf meinem vollkommen freien Willen beruht. Bekräftigt durch Hand-
schlag und Brief übergebe ich alles, was ich in pago Nitachgowe (im Niddagau), im Dorf
Dorfeiden (Dorfeiden; N-, O.-; nö. Frankfurt/M.), in
Turchilwila (Dortelweil a. d. Nidda sö. Homburg v. d. H.) und
Massenheim (n. Frankfurt) besitze. Geschehen im Lorscher Kloster. Zeit wie oben.

URKUNDE 3367 (17. Oktober 838 — Reg. 3302)
Schenkung des Wambalt im Dorf Dortelweil unter Kaiser Ludwig und Abt Samuel

In Christi Namen, am 17. Oktober im 25. Jahr (838) Ludwigs, des frömmsten Kaisers.
Wir, Wambalt und meine Gattin Hilmitrud, übertragen eine Spende an den heiligen
Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwürdige
Samuel als Abt waltet. Wir schenken in pago Nitachgowe (im Niddagau), im Dorf

Durchila (Dortelweil a. d. Nidda sö. Homburg v. d. H.) eine Hofreite mit Haus,
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