Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Seite: 201
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Hofoheim (Hofen n. Besigheim), Dies alles schenke, übergebe und übertrage ich in un-
veränderter Gesamtheit mit allem Zubehör und mit allen Gebietsmarken. Außerdem
schenke ich noch 93 Leibeigene. Damit ist das Abkommen in Kraft getreten. Geschehen im
Lorscher Kloster im 4. Jahr (844) des Königs Ludwig (des Deutseben).

URKUNDE 3505 (6. Juni 855? — Reg. 3394)
Schenkung des Winb(alt) in Ottmarsheim unter Abt Samuel und König Ludwig

Im Namen Gottes wende ich, Winbalt, dem heiligen Märtyrer ~N(azarius) eine Gabe
zu. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dem der ehrwürdige Samuel (24. VIII.
837 bis 6. II. 856) als Abt vorsteht. Ich schenke alles, was ich im Dorf

Otmarsheim (Ottmarsheim n. Marbach/N. n. Stuttgart), gelegen in Murragowe (im
Murrgau), besitze. Geschehen im Lorscher Kloster am 6. Juni im 16. Jahr des Königs Lud-
wig (des Deutschen. Statt XVI. Jahr = 856 besser: XV. Jahr = 855.)

URKUNDE 3506 (1. November 875 — Reg. 3500)
(Schenkung) des Dragebo in Gronau unter Abt Tihtroch und König Ludwig

Wir, Godetanch und Dragebodo, entrichten im Namen Gottes eine Spende an den
heiligen Märtyrer ~N(azarius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, in dem der ehrwür-
dige Tihtroch (23. VIII. 864 bis 18. X. 876) als Abt waltet. Gemäß nachfolgender Ferti-
gung schenken wir in pago Murrachgowe (im Murrgau), im Dorf

Gruonowa (Gronau nö. Marbach a. Neckar) eine Hofreite mit ihren Bauten, eine
Kirche, sechs Knechtshuben, einen Wald, dreißig Huben Ödland und 23 Leibeigene. Ge-
schehen im Lorscher Kloster im 36. Jahr des Königs Ludwig (des Deutschen: 20. VI. 840
bis 28. 8. 876), am 1. November. (Durch die Regierungszeiten von Abt und König erscheint
das Jahr 875 als hinlänglich gesichert. Demgegenüber weist Glöckner auf den Zeit-Limit
von 864—876.)

URKUNDE 3507 (19. Oktober 794 — Reg. 2488)
Schenkung der Hilda in Pleidelsheim unter König Karl und Abt Richbod

In Christi Namen, am 19. Oktober im 27. Jahr (794) des Königs Karl. Wir, Hilta
und meine Schwester Truthlint, machen eine Schenkung für den heiligen Märtyrer ~N(aza-
rius), dessen Leib im Lorscher Kloster ruht, das vom ehrwürdigen Abt Richbodo geleitet
wird. Wir übergeben in pago Murrachgowe (im Murrgau), und zwar in

Blidolvesheim (Pleidelsheim nw. Marbach/N. n. Stuttgart),

Stetin (Erbstetten sw. Backnang nö. Stuttgart) und

Austrenhusen (abgegangene Ortschaft um Marbach? — Zwingelhausen ö. Marbach?)
zehn Huben und dreißig Leibeigene. Urkund dessen nachfolgende Fertigung. Geschehen
im Lorscher Kloster zur oben erwähnten Zeit.

URKUNDE 3508 (11. September 767? — Reg. 217)

Schenkung des Herphin in Ottmarsheim unter Abt Gundeland und König Pippin

In Gottes Namen widme ich, Herphin, dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Gabe.
Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dessen Vorsteher der ehrwürdige Abt
Gundeland ist. Ich schenke in pago Murrachgowe (im Murrgau), in
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