Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 - 3836 — Lorsch, 1971

Page: 279
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1971bd5/0285
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
279

Urk. (Trad.-Not.) 3728

3728a (Reg. 3084. Vgl. Urk. Nr. 3073). Schenkung des Randolf in Göns, Lahngau. Nach
dem Tode des allezeit unbesiegten Königs und Kaisers Karl, als schon sein Sohn
Ludwig, der besonders fromme Kaiser regierte, in seinem 2. Regierungsjahr, als noch
Abt Adalung lebte, übergab der Priester Randolf in Logenehe (im Lahngau), in Gun-
noser marca (in der Gemarkung Göns; Ebersgöns, Kirch Göns, Lang Göns, Pohl Göns;
s. Gießen), und zwar in Holzusen (Dornholzhausen sö. Wetzlar? — Münchholzhau-
sen ö. Wetzlar?) einen Herrenacker, eine Knechtshube und einen Knecht.

3728b (Reg. 3085. Vgl. Urk. Nr. 3072). Schenkung des Ratbalt im gleichen Dorf (Göns).
Um dieselbe Zeit schenkte Ratbalth in der nämlichen Gemarkung 42 Morgen Land und
einen Knecht.

Urk. (Trad.-Not.) 3729

3729a (Reg. 3113. Vgl. Urk. Nr. 3092). Schenkung der Folcrat in Solms. Im folgenden
Jahr übergab die (in Urk. 3722e, 3726b) vorgenannte Folcrath außer dem, was sie
vorher schon geschenkt hatte, zwei Huben samt Zubehör in Sulmissa (Solms; Gegend
um Burgsolms und Oberndorf w. Wetzlar.

3729b (Reg. 3114. Vgl. Urk. Nr. 3172). Schenkung des Rather in Seelbach. Es gaben auch
Rather und seine Gattin Hadeloc in Logenehe (im Lahngau), und zwar im Dorf Sel-
bach (Seelbach sw. Lohra sw. Marburg!L.) drei Huben mit Feldern, Wiesen, Weiden,
Verbindungsstraßen, Wäldern, Wohnhäusern und anderen Gebäuden.

3729c (Reg. 3123. Vgl. Urk. Nr. 3103). Schenkung des Reginher in Werdorf und Nau-
born. Im gleichen Gau, in den Dörfern Werdorph (Werdorf a. d. Dill nw. Wetzlar)
und Niweren (Nauborn s. Wetzlar) gab Reginher alles, was er an Hof reiten, Äckern,
Feldern, Wiesen, Weiden, Weg und Steg, Wäldern, Wohnhäusern und anderen Ge-
bäuden hatte, außerdem vierzig Leibeigene.

Urk. (Trad.-Not.) 3730
3730a (Reg. 3115. Vgl. Urk. Nr. 3144). Schenkung des Amelrich in Solms. Um dieselbe
Zeit gab Amelrich in den Dörfern Saltrissa (Selters; aufgegangen in Gießen), Cruf-
torph (Krofdorf nw. Gießen), Hagenstat (Hahenstat, Achstadt; aufgegangen in Gie-
ßen) und Aldendorph (Allendorf sw. Gießen) fünf Huben, fünf Hofreiten mit allen
Bauten und allem, was zu denselben gehört, und 31 Leibeigene.

3730b (Reg. 3128. Vgl. Urk. Nr. 3070). Schenkung des Randolf in Göns. Auf gleiche
Weise gab der (in Urk. 3708a) genannte Priester Randolf in Gunnoser marca (in der
Gemarkung Göns; Ebersgöns, Kirch Göns, Lang Göns, Pohl Göns; s. Gießen), in
Sichilinges marca (in der Gemarkung Sichlinden, Wüstung bei Wüstung Langenlinden
unweit Großen-, Klein- und Lützellinden s. Gießen) und in Clewer marca (in der Ge-
markung Kleen; N.-, O.-; am Chleon = Kleenbach sö. Wetzlar) alles, was er in die-
sen Ortschaften an Hofreiten, Äckern, Feldern, Wiesen, Weiden, Wegen, Wäldern,
Wohn- und anderen Häusern, an Pflanzland und Brachland, an beweglichen und un-
beweglichen Gütern hatte, außerdem noch 38 Leibeigene.
loading ...