Rosenzweig, Arthur
Das Wohnhaus in der Mišnah — Berlin, 1907

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Öffnung der Tür ihrer Breite nach, indem sie bald nur einer1),,
bald zwei Personen Raum gewährte2)- Die Türen des Heilig-
tums waren doppelt so hoch als breit3); möglicherweise galt
dasselbe Verhältnis auch für die Türen des Wohnhauses. Bei
grossen Häusern fand sich ein Haustor HflE1)4) und in
diesem eine kleine Tür (]EOp HDD4), 5)), die man ge-
wöhnlich öffnete, weil das Öffnen des grossen Eiaustores zu
beschwerlich war.
Zur Aufnahme der Tür diente der hölzerne Türrahmen
(CTiriD 8^' nijZbc)6), den man in der Maueröffnung mit Lehm
befestigte7). Er umschloss die beiden Türpfosten (milTD)8)
und den darüber liegenden Türsturz (iTfip)9), welcher ge-

sei wie die Untersehwelle, auf die alle treten. — Meist sehr niedrige
Türen sind im Hauran. 0. Ritter in Abhandlgn. der kgl. Akad. d. Wiss.
Berlin 1854 II S. 336/7. Wetzstein, Reisebericht über den Hauran,
Berl. 1860 S. 51 erwähnt auch hohe Türen der grösseren Gebäude, die
innen sehr sauber gearbeitet und oft mit Skulpturen und griechischen
Inschriften geschmückt sind.
ü Sab. XIII7, Tos. Sab. XII7 127ß, vgl. Luc. 1324.
2) ib.
3) Midd. II2 (20 + 10), III7 (40 + 20).
4) Tos. Ohol. VIII4 605 32 bu hob 'pro pap nns
5) pl. □’tPBtrB, Lowe □’trs'trB. Syr. PSm. 3133. 3326. Midd.I7:
Das grosse Tor des Vorhofes hatte ein jap a-strs ; Sekal. V1II3, Tarn. I3,
HL. Bar. b. Zebah. 55b,,,, Tos. Zebah. VII, 489lß pdb’db, Var. pd’B’db. Der
Erklärung von Krauss, Griech. u. lat. Lehnwörter 470, db'db (= övjcpo?)
als „Tür“ liegt diese falsche LA. zu Grunde; ebenso Zuckerm. in s..
Glossar zur Tos. LXXXII s. v.
6) b. Bb. 69a27, Neg. X1II6, b. Menah. 33b20. Saadia gibt Jes. 64
□'Bon mON durch den plur. von wieder, vgl. Bar Hebr. zu Ez. 4123.
7) b. Bb. 69a27) vgl. Zab. IV8 a’aa jwy pw ]k>tb rüin + Zab. III,.
Ibn Foszlan ed. Frähn p. 16 mit Anm. 143 ^LJ|^aAjo.
8) bh., ass. manzazu; Schwally in ZDMG. LII 136.
9) Erub. L, o, Kel. XL, Zab. III,, 1V„. b. Erub. llb,ß wird
eine Tür erwähnt, die statt des wagerechten Sturzes eine Bogenform
(.ib’b) besass. Hananel z. St. .ApaBi d'hbd ’’ rrünB ew ;ijb it hb'b hit
jto .i’üA myua p’N ’B B"px ns’: iuwiw (wi») □ubshi rüiyi nipp iöb juan npiy
nns Nipj niTiTön. Eine in Form eines Halbkreises ausgeführte Wölbung
(Archivolte) als Verzierung über den Toren assyr. Paläste erwähnt
Meissner-Rost, Bauinschriften d. Sanherib S. 29 Anm. 42. — Eine un-
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