Siebmacher, Johann [Bibliogr. antecedent]; Gritzner, Maximilian [Oth.]
J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,11): Der Adel Deutsch-Lothringens: nach der auf urkundlichen Quellen beruhenden Sammlung des Archivraths L. Eltester in Coblenz — Nürnberg, 1873

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DEK ADEL IN DEUTSCH-LOTHEINGEN.

winkelt von 4 einwärtsstellenden schwarzen Adlern (Her-
zogtlmm Mantua). Ebenfalls wegen Erbansprüchen.

Der Schild unter Fürstenmantel mit Hut.

Schidhalter: 2 wilde Männer mit Keulen.

Das Wappen der Fürsten von Salm-Horstmar (Di-
plom 1816) hat den Rückschild geviertet von Rhein- und
Wildgrafschaft mit geviertetem Herzschild. L: YonBlau
und Silber 11 Mal (12 Plätze) getheilt, überdeckt von
gekröntem rothen Löwen (Horstmar), II.: Salm, III.: Kyr-
burg, IV.: Vinstingen.

5 Helme; Der mittlere (HI.) ungekrönte trägt den
Hut des Stammwappens.

Helm I.: Kyrburg. Löwen rechts gekehrt. Helm II.:
Der Horstmar’sehe Löwe rechtsgekehrt wachsend. Helm
IV.: Die Salme des Salm’schen Kleinods. Helm V.:
Vinstingen.

Decken: Rothgolden, blausilbern, schwarzsilbern,
rothsilbern, blausilbern.

Schildhalter: Leopard und Löwe wie oben. Man-
tel und Fürstenhut.

Endlich ist noch zu erwähnen das Wappen der Gra-
fen Salm - Hoogstraaten. Nach dem W. - Vermehrungs-
Diplom d. d. 9. 10. 1858 ist dasselbe ein gevierteter
Schild mit Mittelschild (Salm St.-W.). Oben 4 mal ge-
spalten (5 Plätze). I.: Rheingrafen; II.: Wildgrafen;
HL: Kyrburg; IV.: Vinstingen; V.: Anholt. Unten drei-
mal gespalten; I.: von R. über S. getheilt (Montferrat);
II.: Sachsen (s. oben); III.: Constantinopel; IV.: Mantua,
also ganz das Wappen des Vaters.

hinterliess zwei Söhne, Heinrich I (f 1225), welcher <T
Linie Zweibrücken gründete, während sein Bruder SirnQ6
Graf von Saarbrücken die Linie Saarbrücken (siehe oben)

fortsetzte.

Grafen von Zweibrücken, f (Taf. 5).

Altes Grafengeschlecht aus dem Westrich.

Der Stammsitz war Burg und Stadt Zweibrücken in
der heutigen bayerischen Rheinpfalz. Sie sind ein Zweig
der Grafen von Saarbrücken.

Simon Graf von Saarbrücken, welcher 1180 starb,

etz-uc.

Eine weitere Theilung des Hauses Zweibrücken fand
durch die Söhne Heinrichs II (f 1282) statt, von denen
iiino-ere. Walram Graf von Zweibrücken ff 1309'»

Qurcu uit; touuiio xx v,

der jüngere, Walram Graf von Zweibrücken (f 1309) die
Speciallinie Zweibrücken gründete, welche mit seinem Ur-
enkel Eberhard, der bereits 1885 die Grafschaft Zwei'-
brücken an Pfalz und Sponheim verkauft hatte, im JaU
1398 erlosch.

Der ältere Eberhard I (f 1315), stiftete die Linie
zu Bitsch und einer seiner Nachkommen Simon Wecker
(f 1508), erheirathete mit Elisabeth Erbherrin von Lieh-
tenberg die Hälfte dieser Herrschaft.

Auch letztere Linie erlosch indessen und zwar mit
Jacob Grafen von Zweibrücken, Herrn zu Bitsch, Lich-
tenberg und Ochsenstein (letztere Herrschaft ebenfalls
durch Erbheirath erworben) im Jahre 1570. Jacobs Toch-
ter Margarethe brachte diese Herrschaften an ihren Ge-
mahl Philipp Grafen von Hanau (f 1599), dem indessen
der Herzog Carl von Lothringen schon imj. 1571 Bitsch
confiscirt hatte.

Das Wappen dieses Grafengeschlechts war ein ro-
ther doppelschweifiger Löwe in goldenem Schilde, welcher
sitzend auf dem Helme zwischen zwei von Schwarz und
Silber fünfmal (6 Plätze) gestickten Federbüschen wieder-
holt war.

Decken: rothgolden.

Die Linie Zweibrücken führte als Beizeichen der jün-
geren Linie im Schildeshaupte einen durchgehenden und
überdeckenden blauen dreilätzigen Turnierkragen.

Der letzte Graf Jacob siegelte 1569 mit einem vom
Stammwappen und dem der Herrschaft Lichtenberg (in-
nerhalb rother Bordur in Silber ein schwarzer Löwe)
geviertetem Schilde, darauf der Stammhelm.


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