Gritzner, Maximilian [Oth.]; Siebmacher, Johann [Bibliogr. antecedent]
J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,11): Der Adel Deutsch-Lothringens: nach der auf urkundlichen Quellen beruhenden Sammlung des Archivraths L. Eltester in Coblenz — Nürnberg, 1873

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B. Edele Herren.

Edle Herren von Asmentz (Amance), t

(Taf. 6).

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15711. Der Stammsitz dieses edlen Geschlechts war Burg
und Dorf Asmentz zwischen Nancy (Nanzig) und Chateau-
war ein galins (Salzburg) in Deutsch-Lothringen,
lilde, vrel Die Herrschaft kam nach Erlöschen des Stammes an
Schmnfdie Wild- und Bheingrafen Fürsten zu Salm,
cheni Wappenschild: Silbern, darin ein rothes Schild-
chen; dasselbe auf dem Helme zwischen silbernem Fluge.

Decken: Bothsilbern.

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gehenden Edle Herren und Grafen von Aspermont.

igen. Blühen noch als Grafen Aspermont-Linden (Lynden).

t einer (Taf. 6).

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farzei 1 Stammsitz: Aspremont zwischen Commercy und
St. Mihiel, dicht hei letzterem Ort (Dep. de la Meurthe).

Die Familie giebt ihren Ursprung mit Unrecht aus dem
Hause Este an.

Um 1356 siegelt Johann von A. Herr zu Forbach
mit einem Schild, darin ein gemeines Kreuz, im rechten
Obereck ein Vogel.

Sonst giebt Callot das Wappen als rothen Schild mit
iilbernem gemeinen Kreuz (ohne Vogel).

Aus dem Helme wächst ein silberner rothgezüngter

\dler.

Die Familie theilte sich in die Zweige Aspermont
ind Lynden (Grafschaft in Holland).

Der erste Hauptast erlosch 1466 und kam die Herrschaft
herauf an die Grafen Leiningen (siehe oben). Der jüngere
lauptast, welcher 1562 den Titel Vicomten von Dor-
aael erlangte, wurde, nachdem er 1556 die Herrschaft
leckheim an der Maas erkauft hatte, am 31. März
623 als Grafen von Beckheim in den Grafenstand und
.. d. Wien 15. Juli 1677 (nachdem schon am 16. März
676 ihre Besitzungen zu einer Grafschaft Aspermont er-
oben waren), der Graf Fedor Gobert von Beckheim und
linden zum Grafen von Aspermont erhoben, welcher Titel
. d. Wien 7. Dezember 1732 auch auf Adrian Grafen v.
leckheim ausgedehnt wurde. Der Zweig Beckheim er-
)sch im J. 1819, worauf die jüngere Linie succedirte.

Das Wappen der älteren Linie der Aspremont-Lyn-
en war ein goldenes gemeines Kreuz im rothen Schilde,
elegt mit blauem Mittelschildchen, darin ein gold be-
ehrter silberner Adler (wegen angeblicher Abstammung
)m Hause Este),

Aus dem gekrönten Helme wächst derselbe Adler.

Statt der Decken ein hermelingefütterter rother Wap-
mmantel.

\ Schildhalter: 2 schwarze Windhunde mit golde-
in Halsbändern.

, Die 1819 erloschene gräfliche Linie Beckheim -As-
ternont-Linden führte einen gevierteten Wappenschild
it dem Mittelschild (Este) wie oben.

I. und IV.: Stammwappen A. wie oben (Gold in
Both). II. und III.: rother Löwe in Gold (Eeckheim).

Auf dem Schilde 3 gekrönte goldene Helme.

Helm I.: Sitzender gold - behalsbandeter, schwarzer

Windhund (Grafschaft Linden). Helm H.: Stammhelm.

Helm III.: Wachsender rother Löwe (Eeckheim).

Decken: Bothgold, blaugold, rothgold.

Schildhalter: 2 Windhunde mit niedergeschlage-
nen Schwänzen, der rechte silbern, der linke schwarz, de-
ren Köpfe in den äusseren Helmen stecken..

Das Wappen der noch blühenden Linie Aspremonb-
Lynden vonDormale ist ein blauer Schild, darin ein gold-
bewehrter, silberner Adler (Este), mit rothem Brustschild,
darin ein gemeines goldenes Kreuz (Lynden).

Auf dem Schilde 2 gekrönte Helme. Helm I.: Der
Adler wachsend. Helm II.: Der sitzende Windhund wie
oben.

Statt der Decken ein mit schwarzen kleinen Doppel-
adlern besäter, purpurner, hermelingefütterter Wappen-
mantel.

Schildhalter: 2 wilde Männer mit Keulen.

Edle Herren von Bacourt (Beaucourt). (Taf. 6b

Stammsitz ist Bacourt bei Chateau-Salins (Salz-
burg) an der Nied in Deutsch-Lothringen (ehern. Depart.
de la Meurthe).

Wir finden urkundlich Jörg von Bacourt Herrn zu
Cricliingen gegen Anfang des XV. Jahrhunderts. Seine
Enkelin Margaretha, Erbin zu Bacourt und Crichingen
(südwestlich von St. Avold), heirathete (c. 1482) Johann
von Dorsweiler Herrn zu Crichingen und brachte ihm obige
Herrschaften zu.

Noch jetzt blüht eine Familie von Bacourt in Lo-
thringen, ungewiss ob hierzu zu rechnen.

Das Wappen der alten Familie von B. war ein
rother Löwe im silbernen Schilde.

Auf dem Helme ruht, die Krallen eingedrückt, eine
rothe Löwentatze.

Edle Herren von Bayon. f (Taf. 6).

Der Stammsitz Burg und Dorf Bayon liegt süd-
westlich von Luneville (Depart. de la Meurthe).

Der Stammvater ist unbekannt, scheint jedoch dem
Herzoglich Lothringischen Hause angehört zu haben.

Es erscheinen zu gleicher Zeit zwei Linien von Bayon,
Jacob von B., dessen Erbe Johann von Baure gegen die
Türken in Ungarn blieb und Johann von B., dessen gleich-
namiger Enkel, der letzte seines Geschlechts, ums Jahr
1330 starb. Seine jüngere Schwester Aleyd (Adelheid)
heirathete ums Jahr 1319 Friedrich von Sirck, die ältere
einen Johann von Chambley.

Das Wappen war ein silberner Schild, darin ein
rother Schrägbalken, belegt hintereinander mit 3 goldenen
gestümmelten Adlern.
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