Siebmacher, Johann [Bibliogr. antecedent]; Gritzner, Maximilian [Oth.]
J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,11): Der Adel Deutsch-Lothringens: nach der auf urkundlichen Quellen beruhenden Sammlung des Archivraths L. Eltester in Coblenz — Nürnberg, 1873

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DER ADEL IN DEUTSCH-LOTHRINGEN.

Im Jahre 1440 bestand:

Porte-Muselle aus 1 Ritter (Desehe) und 19 Familien
häuptern.

Ieurue aus 18, Saint-Martin aus 11, Porte-Sailly aus
19, Outre-Saille aus 9 und Le Commun aus 82 Familien.

Im Jahre 1527 blühten noch folgende Geschlechter
und zwar in:

Porte-Muzelle: Roucel, Berchien, Lonef, de Heu.

Jurue: de Bairesey, Houdebran, Blanchair.

S. Martin: de Gournais.

Porte-Saillis: Baudoche, Serrieres.

Outre-Seille: de Raigecourt, Gournais.

Commun: Roucel, de Heu, Trayalt, de Hannonville.
Soltain, Monderange.

Im Jahre 1588:

Porte-Muzelle: de Heu, Roucel, Lairchienne.

Jurue: de Bairessey, Houdebrant. Blanchair.

S. Martin: de Grounais, Dex.

Porte-Saillis: de Grounais, Baudoiche, de Serrieres.

Outre-Saille: de Raigecourt.

Le Commun: Roucel, de Heu, de Gorse, Travalt, de
Hainonville, Soltain und Mondeilange.

(NB. Die Namen sind oft in wenigen Jahren ganz
verschieden geschrieben.)

Im J. 1552 war die französische Parthei, welche den
Franzosen gewissermassen die Stadt in die Hände lieferte,
aus den paraiges gebildet. U. A. waren dies die Ritter
Robert de Heu, Gaspard de Heu (dessen Bruder), Michel
de Gournaix, Jacques de Gournaix maire-echevin (Schöf-
fenmeister), Audroin Roussel, ferner die de Raigecourt, de
Yiller, de Moulins, de Coussy, de Barisy und Andere.

Von allen diesen zahlreichen Familien blühten im J.
1851 nur noch drei, nämlich de Raigecourt, de Laitre und
les Mitry.

Die Genossenschafts-Wappen der paraiges waren:

1) Port-Sailly,

Im goldnen Schilde ein wachsender schwarzer Zk
nenthurm.

2) Porte-Muzelle.

Schild von Gold und Blau sieben Mal (8 Plätze) »#.
theilt oder 8 Mal gebalkt.

3) Jeurue.

Im rothen Schilde ein goldener Adler, bisweilen auch
mit einem von Blau und Silber senkrecht gerauteten Herz-
Schildchen auf der Brust belegt.

4) Saint Martin.

Im rothen Schilde 3 goldene Scheiben (2. 1.), dje
obere rechte mit gemeinem rothen Kreuz belegt.

5) Outre-Seille.

Schild von Gold und Blau sieben Mal (acht Plätze)
gesparrt.

6) Le Commun.

Entweder das Stadtwappen, der von Silber uni
Schwarz gespaltene Schild, oder ein silberner Schild, in
welchem die Steinigung des St. Etienne (St. Stephan)
durch den im Vordergründe knieenden Märtyrer im
Büssergewande, welcher die Hände hoch streckt und
im Hintergründe von 2 rothgekleideten Gestalten, welche
Steine in der erhobenen Rechten zum Wurf bereit,
halten, dargestellt ist. —

Bei Auflösung der paraiges 1552 betrug die Anzahl
der dazu gehörigen Familien im Ganzen noch 118. - |

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