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Siebmacher, Johann [Bibliogr. antecedent]; Grass, Carl August von [Oth.]
J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,6): Der Adel in Baden: nebst Anhang, die Standes-Erhebungen des fürstlichen Hauses Fürstenberg enthaltend — Nürnberg, 1878

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https://doi.org/10.11588/diglit.24727#0055
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€.

Freiherrn.

Adlerhorst. (Taf. 25.)

Die Gemahlin des Erbprinzen Adolf v. Löwen-
stein-Wertheim-Freu denberg Katharina, 'geb.
Schlundt wurde vom Gr o ssherzog Ln dwig, Karls-
ruhe den 11. Februar 1882, in den badischen Freiherrn-
stand erhoben. Die Nachkommen succediren als Prinzen
und Prinzessinnen.

Wappen: In B. auf ij Felsen ein g. Adler.

Kleinod: gekrönt, wachsend der g. Adler.

D e ck en: b.-g.

(Minist.-Akten.)

Alth&ns. (Taf. 25.)

Dieses aus dem Fürstenthum Lippe stammende Ge-
schlecht ist im Grossherzogthum bedienstet, und als frei-
herrlich anerkannt.

August Freiherr v. A., vormals Hauptmann, dann
Bergrath und Salinen-Inspektor zu Dürr heim, pensio-
nirt 1843, vermählt mit Ernestine Freiin von Bei-
schach a. d. H. Immendingen, erhielt mittelst Ur-
kunde des Fürsten Georg Wilhelm zu Schaum-
burg-Lippe am 26. Mai 1860 seinen Freiherrnstand
bestätigt. Ein Sohn desselben ist Emil August Frhr.
v. A., Kammerherr und Legationsrath a. D.

Wappen: in B. zwei geschrägte s. Stäbe, oben und
unten mit 1 s. Lilie besetzt.

Kleinod: gekrönt mit den Lilienstäben.

Decken: r.-s.

Nach Anderen werden statt der Lilienstäbe zwei ge-
schrägte s. Lilienstauden mit den ausgerisseneD Wurzeln
in B. geführt. Dieselben erscheinen auch auf dem ge-
krönten Helme.

Das alte westpliälische Geschlecht derer v. A., dem
der Domcapitular zu Fritzlar: Conrad Mathias von
Alt haus, f 20. März 1717 angehörte, ist aufgeschworen
mit folgendem

Wappen: in E. zwei geschrägte Bohrkolben an
g. Stielen mit g. Blättern.

Kleinod: r.-s. Wulst mit den Bohrkolben zwischen
2 Flügeln, von denen der rechte r., der linke s. ist.

Decken: r.-s.

(Minist.-Akt. Hof- und Staatshandbücher. G r i t z n e r.
v. Buttlar, Yerzeichniss aller Pröbste etc. des St. Peters-
stifts zu Fritzlar, v. Wechm. S. 48 etc.)

Amerongeu, Taets von, (Taf. 25.)

Niederländisches uraltes Adelsgeschlecht, aus dem
sich schon lange Mitglieder in Hessen ansässig gemacht
Bd. II. Abth. 6.

hatten und in Baden bedienstet sind. Gerhard v. A.
seit 1819 Escadronschef im Dragoner-Begiment von
Geusau wurde 1832 als Major pensionirt und ist gestor-
ben und Maximilian Frhr. T. v. A., vordem badischer
Bittmeister, ist jetzt königl. preuss. Obristlieutenant und
Begimentscommandeur. Sein älterer Bruder Otto lebt
als k. k. Österreich. Bittmeister a. D. in Baden.

Dem Frh. Gerhard Maximilian zuDarmstadt,
wahrscheinlich der oben genannte Major, wurde mit Er-
mächtigung des Königs der Niederlande am 2. April 1833
bescheinigt, dass denjenigen des Geschlechts T. v. A.,
welche es verlangt haben, zugestanden worden sei, in den
Niederlanden den Titel Baron zu führen. Hierauf wurde
auch nach Erlass des grossherzogl. Staatsministeriums vom
25. Oktober 1856, der Freiherrnstand der in Baden blühen-
den Linie der Familie anerkannt.

Wappen: in S. ein r. Balken.

Kleinod: ein s., auch nackter, weiblicher armloser
Bumpf mit g. Haaren und dem r. Balken belegt.

Decken: r.-s.

(Minist.-Akten, v. Wechmar, Handbuch. Hof- und
Staatshandbuch etc.)

AuiFenberg. (Taf. 25.)

Die frühere Geschichte dieser adeligen Familie ist
nicht bekannt, doch könnte die Wappengleichheit einen
Zusammenhang mit dem erloschenen Geschlechte derer
von Au ff enstein in Tirol vermuthen lassen.

Alexander Frh. v. A. erhielt nach dem Ausgang
derer von Endin gen, einen Theil des reichsritterschaft-
lichen Ortes Altorf, Amts Ettenheim, der indessen
1783 wieder an Josef Baptist Fr hr. vo n Türkheim
verkauft wurde.

Ignaz Frhr. v. A-, fürstl. fiirstenberg’scher Geh. Bath
und Oberbaudirektor, seit 1807 auch badischer Kammer-
herr, hat sich durch die geschmackvolle Anlegung des
Schlossgartens zu Donaueschingen verdient gemacht.
Er f den 3. Juni 1820 zu Freiburg. Sem Sohn war
der als dramatischer Dichter wohlbekannte Josef Frhr.
v. A. Kammerherr, Hofmarschall und Intendant des Hof-
theaters und der Hofmusik zu Karlsruhe. Derselbe starb
in den 1850er Jahren.

Auch in Oesterreich kommen Herren und Freiherren v. A.
vor, die aber theils ein ganz verschiedenes, theils ein ver-
mehrtes Wappen führen. Alexander Frhr. v. A. stand
1857 als Kadet im österreichischen 24. Jägerbataillon und
der k, k. Hofrath und Oberstaatsanwalt Moritz v. A. in
Lemberg erhielt als Bitter des Ordens der eisernen Krone
3. Klasse statutengemäss den erblichen Bitterstand, Wien
den 24. September 1869.

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