J. A. Stargardt <Berlin> [Editor]
Sammlung Fritz Donebauer, Prag: Briefe, Musik-Manuscripte, Portraits zur Geschichte der Musik und des Theaters ; Versteigerung vom 6. bis 8. April 1908 — Berlin, 1908

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[Gossmann, Friederike.]

305. — L. a. s. „Die kleine Gossmanu - Grille." Prag 1857. 2l\„ p. 8°.

„ . . . Gestern als Grille wurde ich förmlich mit Blumen überschüttet und über 24
Mal gerufen . . Ich bin selig! . ."

306. — L. a. s. „Fifi Prokesch". G. O. u. D. 1 p. 8".

Erwähnt Ibsen.

307. — L. a. s. „F. v. Prokesch". Gmunden u. J. 1 p. 8°.

308. — Feuille d'album a. s. Meran 1903. Postkarte mit Portrait.

Siehe Facsimilei (Seite 33.)

30g. — Feuille d'album a. s. Wien 1857. 1 p. qu. 8°.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749—1832.

310. — L. a. s. „Goethe" W. 3. III. 1790. 1 p. 40.

An Göschen. „Hier übersende ich den Uberrest des Manuscripts. „Jery und
Bätely" wird zuerst, „Scherz, List und Rache" zuletzt gedruckt. . . . Leider sind die
Vignetten des sechsten Bandes, wenigstens in den Exemplaren, die ich erhalten habe,
sehr übel und schmutzig gedruckt. Schärfen Sie doch den Kupferdrucken) ein, dass
es beim siebenten Bande nicht wieder geschehe . . . Ich verreise auf einige Zeit, also
senden Sie mir nichts und schreiben mir auch nicht . . ."

311. — L. s. „ergebenst Goethe". Berka 24. V. 1814. 1 p. 4".

An Antonio Polzelli, Sohn der Freundin Haydn's. „Auf die an mich, mein wertester
Herr Musikdirector, gerichtete Frage verfehle nicht zu erwidern, dass, indem ich den
Dialog von Claudine rhytmisch behandelte, allerdings meine Absicht gewesen, dem
Componisten Gelegenheit zu geben, nach italiänischer Weise recitativisch zu verfahren.
Vielleicht möchte jedoch, wenn dieses Ihre Absicht ist, der Dialog hie und da zu ver-
kürzen und nur das beizubehalten sein, was zum Verständnis der Handlung nöthig ist
und zugleich der Musik Vortheile bietet; welches ein einsichtiger Componist am besten
beurtheilen kann. Ich wünsche Glück zu Ihrem Unternehmen und hoffe, mich in der
Folge selbst daran zu vergnügen . . ."

312. — L. s. „ergebenst Goethe." Weimar 7. XI. 1816. 1 p. 4".

An Frommann in Jena. „. . Mögen Sic Sonnabends zu Fidelio bleiben, so steht
ein Nachtquartier zu Diensten."

313. — L. s. „J. W. v. Goethe." Weimar 24. V. 1830. ui% p. 8°.

Mit Adresse „Herrn Zeichenmeister Schmeller". „Ueberbringern dieses, Herrn Felix
Mendelsohn, einen höchst vorzüglichen Musiker, wünsche durch Ihre geschickte Hand
gleichfalls gezeichnet."

Siehe Facsimile. (Seite 35.)

314. -— 10 Portraits in Lithographie, Kupferstich etc. 8° u. 40.

Siehe auch No. 211. 596.

315. — Goethe, Catharina Elisabeth, die Mutter des Dichters, 1731 —
1808.

L. a. s. O. O. 1793. 2 p. 40.

Mit Siegel u. eigenhändigem Couvert an den Schauspieler Unzelmann. „Meine
Freundin und ich danken Ihnen vor das niedliche Neujahrs Andenken . . . Aus den
Zeitungen werden Sie unsere Lage wissen — Preussen u. Hessen halten bey uns Winter-
quartier — Ihro Preussische Majestätt befinden sich in höchstem Wohlseyn — Ich
habe die Freude Höchstdieselben alle Tage im Schauspiel zu sehen, da meine Loge-
gerade gegen Ihm über ist . . . Unser Theater hat gerade gute Zeiten erlebt — die
Krönung — jetzt die vielen Printzen . . und vor allen den König von Preussen." Sie
unterzeichnet: „Dero Gevatterin E. G."

Sammlung Fritz Donebauer-Prag.
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