Wurzbach, Alfred von [Oth.]
Niederländisches Künstlerlexikon: mit mehr als 3000 Monogrammen (Band 1): A - K — Amsterdam, 1906

Page: 69
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Beekers — Beer.

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etc. Auf Grund dieser Notiz benannte Me-
chel in seinem Katalog der Wiener Galerie
(1783 p. 196, Nr. 42) ein AB. f.
bezeichnetes Stilleben als
eine Arbeit dieses Malers.
Das Bild trägt das Mono-
gramm Abraham van Beyerens. Ein L.
van Beke 1689 bezeichnetes Blumenstück
in der Art Mignons ist in Oud Holl. 1891,
p. 72, erwähnt.

Immerzeel. I. 36; — Nagle r. Monogr. I. 179■
III. 1911; — Kramm. I. 62.

Beekers. Beekers, unbekannter Maler
aus Brüssel (?). Ein bezeichnetes Stilleben,
Blumen und Früchte auf einem Marmor-
tisch, war in der Verst. Bar. de Meklem-
bourg, Baris, 1854 ; — eine Landschaft mit
Tierstaffage von Gryfft und 6 italienische
Landschaften in der Manier von Helin-
breker erwähnt Terwesten, p. 242.

Blaue. Tresor. II. p. 504.

Beekkerk. Herman W out er Beek-
kerk, Maler, geb. zu Leeuwarden 18. Nov.
1756, f 3. Juni 1796 daselbst. Schüler von
Jan van Dregt zu Amsterdam, malte zu
Leeuwarden große historische Bilder und
Altarstücke für das Stadthaus und die
Kirchen. Ein Maler Johannes Beeckker-
cken ist 1651 im Haag erwähnt.

v. Eynden. IL 421; — Obreen. IV. 33; —
Kramm. Sup. 10.

Beeldemaker. Adriaen Cornelisz
Beeidemaker, Maler, c. 1625 in Rotter-
dam geboren, f im Haag 1701. 1650—1675
ist er in der Gilde zu Leiden; heiratet da-
selbst 14. Juni 1665 Sara Tegelberg; 1676
ist er im Haag, wo er 1677 das Bürger-
recht erlangt. Seine Söhne Adriaen d. J.
und Cornelis sind 1690 und 1729 im Haag
und 1736 in Middelburg als Maler nach-
gewiesen (Obreen. IV.). Er malte Bortraits,
hauptsächlich aber Jagden. Eines seiner
Hauptwerke verbrannte 1864 mit dem
Botterdamer Museum.

Gemälde: Amsterdam. Jäger mit Hunden. Bez.
A. C. Beeldemaecker Anno 1653. — Haag. Fuchsjagd.

— Liverpool. Ince Hall. Jagdhunde (Waagen. Treas.
III. 253). — München. Verst. Hoch. 1892. Hunde
in einer Landschaft. A. Beeldemaker. Ao. 1694. — Lei-
den. Die Vorsteher des Pesthauses zu Leiden im J.
1667; — die Vorsteher der Schneiderzunft im J. 1672.

— Wien. Akademie. Landschaft mit Ziegen und
Schafen. A. C. Beeide. macker. Ao. 166

y friifr

Kramm. I. 66; — Obreen. V.; — G. H. Veth in
Oud Holl. 1903. p. 111.

Beeldemaker. Frans (F r a n c o i s)
Beeldemaker, Maler, geb. 1669 im Haag.
Schüler seines Vaters Johannes B., später
des Willem Doudyns und Augustinus Ter-
westen. Am 21. Febr. 1687 erscheint er

in der Confrerie im Haag. Als Mitglied
der Bent in Rom erhielt er den Beinamen
„den Aap". Von Italien kehrte er 1898
nach Haag zurück, siedelte 1717 auf das
Land bei Rotterdam über, wo er hoch-
betagt starb. Er malte Blafonds, Kamin-
stücke und Sopraporten.

v. Gool. I 289; — Wey er man. IV. 61; —
Kramm. I. 66; — Obreen. IV., V.

Beeldemaker. Johannes Beelde-
maker, holländischer Landschafts- und
Tiermaler, geb. im Haag 1630; 1710 noch
tätig, malte italienische und holländische
Landschaften mit reicher Tierstaffage in
der Art des J. H. Roos. Seine Bilder sind
von jenen des A. Cor. B. schwer zu trennen.

v. Gool. I. 63; — A. K. L. III. 280.

Beele. J. L. v. Beele siehe J. L. van
Beek.

Beelt. Cornelis Beelt, auch Balt,
Landschafts- und Genremaler zu Haarlem,
1661 daselbst erwähnt. Seine reich mit Fi-
guren staffierten Landschaften erinnern an
Claes Molenaer; 1702 war er bereits ver-
storben.

Gemälde: Amsterdam- Holländische Häringsflotte.
Bez- K. Beelt; — Ansicht
des großen Platzes zu Haar-
lem. K. Beelt.

Innsbruck. Das In-
nere einer Weberstube.

Mannheim. Weberstube; — Strandlandschaft.

Petersburg. Koll. P. v. Semenow. Strand von
Scheveningen.

Kramm. 1.66; — Willigen, p. 345; — A.K.
L. III. 281.

Been. G. van B e e n, holländischer
Kupferstecher um 1640, von dem einige
satirische Blätter nach Zeichnungen von
Karel van Mander bekannt sind.

Kramm. I. 66; — A. K. L. III. 281.

Beenevelt. Jacoba Beenevelt,
Malerin, von deren Hand Kramm (I. 66)
ein „Jacoba Beenevelt fecit 1763" bezeich-
netes Altarbild: Christi Verklärung auf
dem Berge Tabor, anführt.

Beer. Aart de Beer, Maler und Zeich-
ner für Glasgemälde, angeblich 1490 ge-
boren, Sohn des Malers Jan B., der 1504
in der Antwerpner Gilde erscheint. Aart
ist Meister 1529 und starb 1542. v. Man-
der nennt ihn einen geschickten Maler
und ersten Lehrer des Lambert Lombard.
Guicciardini (p. 143) erwähnt einen Gio-
vanni di Ber, wahrscheinlich den Vater
Aarts.

N agier (Monogr. I. 182) fand das
beistehende Monogramm A. B. auf einer
für ein Glasgemälde bestimmten Feder-
zeichnung, einer Dornenkrönung. Mit
der Zahl 1529, beigefügt von anderer Hand.

v. Mander. 128 b; — L i g g e r e n. I.

Beer. Cornelis de Beer, Maler und
Kupferstecher, 1616 Meister zu Utrecht,
wanderte 1630 nach Spanien und malte
einen Triumph des hl. Sakraments in der
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