Wurzbach, Alfred von [Oth.]
Niederländisches Künstlerlexikon: mit mehr als 3000 Monogrammen (Band 1): A - K — Amsterdam, 1906

Page: 743
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Jaapix — Jacobsz.

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I, J und ¥.

Jaapix. Jan Jaapix, Kupferstecher,
tätig um 1687.

Ton ihm gestochen: Portrait des friesischen
Dichters Gysbert Jaapix zu Dokkum, nach einem
Bilde von M. Harings vom J. 1637. Brustbild nach
rechts. Mit acht Versen von Joh. Hilarides. 1687.

Kramm. III. 787; — Nagler. VI. 381.

Jabach. G. M. Jabach, Kunstfreund
aus Livorno, dessen Gemälde und Kupfer-
stiche zu Amsterdam im Oktober 1753 ver-
kauft wurden.

Jacob. Sire Jacob, ecuyer, Kunst-
freund, dessen Kupferstiche 27. Aug. 1761
in Brüssel verkauft wurden.

Blanc. Tresor. T. 118.

Jacob. Jacob von Amsterdam. S.
Jacob Cornelisz von Oostzanen p. 338.

Jacob. Jacob de Beeldesnyder,
Bildhauer in Haarlem Nach Schrevelius
(Beschryving v. Haarlem. p. 23) rührte
von einem Meister dieses Namens die Kan-
zel der Groote Kerk in Haarlem vom Jahre
1432 her.

Jacob. Meister Jacob, Maler, in Haar-
lem um 1509 tätig. Aran Mander erwähnt
ihn als den Lehrer des Jan Mostaert und
sagt, er war ein guter Maler, von dem der
Altar der Lastträger in der großen Kirche
zu Haarlem gemalt war (1474). Dazu be-
merkt de Jongh (in der 2. Ausg. v. Man-
ders) : Dieser Altar, welcher Christus am
Kreuz zwischen den Schächern darstellte,
befand sich im Jahre 1784 noch in der
Gildekammer. Es war auch das Bildnis
des Künstlers darauf. Die verlorenen
Flügel waren von Rykart Aerts met de
Stelt (p. 7) gemalt.

v. Mander. f. 149b.: (Jan Mostaert) heel jongh
zünde, gheleerdt by eenen Meester Jacob van Haarlem,
die een redelyck goet Schildir was, van welcken
was in't groot Kerck te Haerlem des draghers Altaar.

H y m a n s, v. Mander. I. 262; — Kramm. III.
788; — v. d. Willigen. 1870. p. 55.

Jacob. Jacob van Utrecht. S. Ut-
recht.

Jacobsz. Abraham Jacobsz oder
Abrahamus Jacobi, Kupferstecher zu
Amsterdam, 1639 urkundlich erwähnt.

Von ihm gestochen: 1. Mann und Brau in
einem Laboratorium. L'Alchimiste ou l'impossible. Pinas
pinx. Abrahamus Jacobz sculpsit. H. 222—197; —

2. Wilhelm IL, Prinz von Oranien, und seine Gattin
Maria von England. Abrahamus Jacobus fecit. J. C.
Visscher excudit. Im Schriftrande zwei Verse.
II. 194—143.

Kramm. III. 790; Sup. 88; — Oud Holl.
1885. p. 156.

Jacobsz. Abraham Lamberts Ja-
cobsz. S. van den Tempel.

Jacobsz. Cornelis Jacobsz. S. Cor-
nelis Jacobsz Delft p. 392.

Jacobsz. Daniel Jacobsz, Maler,
geb. im Haag, f 1691, Schüler des Willem
Doudyns. Er kehrte nach Reisen in Frank-
reich und Italien 1684 nach Holland zu-
rück und war 1687 mit T. van der Schnur
und A. Terwesten Obmann der Confrerie
im Ltaag. Er malte angeblich Historien-
bilder.

Kramm. III. 791; V. 1429; — 0 b r e e n. IV. 108,
156; ■— Weyerman. IV. 58. (Sacot.)

Jacobsz. Dirck Jacobsz Velaert.
S. Velaert.

Jacobsz. Dirck Jacobsz, Maler, geb.
zu Amsterdam ( ?) um 1500, f daselbst,
angeblich 70 Jahre alt, 9. Sept. 1567. Er
war ein Sohn des Malers Jacob Cor-
nelisz van Oostsanen (s. p. 338) und
wahrscheinlich auch sein Schüler. Van
Mander erzählt, daß der Kunstfreund Ja-
cob Raevaert viel Geld bot, um aus einem
Fortrait eine Hand, welche allgemein be-
wundert wurde, herausschneiden zu können.
Ein anderer Maler Dirck Jacobsz war
1597 in der Gilde zu Dordrecht (Obreen.
I. 188).

Gemälde: Amsterdam. Schützen- «pv yO£v T
stück mit zwölf lebensgroßen Figu- 'S* * •

ren. Bez. Monogr. und VREEDE:
EENDRATIGHEIT BEHAEGHT. G ODS MAIESTEID 1563;

— Schützenstück mit 17 Figuren und zwei Flügclbildern
mit je sieben Figuren (später hinzugefügt). Bez.
ANO DNI 1529 und Monogr. (Lichtdruck in Meister-
werke des Kyks-Museums zu Amsterdam, p. 50); —
Vier andere Schützenstücke aus den Jahren 1556, 1557
und 1559 werden ihm zugeschrieben; — Rathaus. Die
St. Georgs-Schützen. 21 Figuren. 1554.

Petersburg. Eremitage. (1901. p. 267.) Schützen-
stück mit 17 Figuren in roten und blauen Wämsern.
Datiert 1532 und Monogr, Der Kat. vom Jahre 1885
nannte den Maler Maxim Wissheck oder Weishock
aus Basel. (Lichtdruck in Oud Holl. 1895. p. 91);

— Schützenstück (die zweite Hälfte eines Bildes in
Amsterdam). Bez. E. und 1561.
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