Zahn, Wilhelm
Die schönsten Ornamente und merkwürdigsten Gemälde aus Pompeji, Herculanum und Stabiae: nach einigen Grundrissen und Ansichten nach den an Ort und Stelle gemachten Originalzeichnungen (Band 2) — Berlin, 1842/​1844

Seite: Herft2/Cahier2
DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/zahn1842bd2/0014
Lizenz: Public Domain Mark Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
IL Heft.



P 1*40 Schwebende Grappe Amor und Psyche, mit der Lyra des Apollo, in der Grösse des Originals, ausgegraben hinter der Casa del Cignale im April 1840. Diese Gruppe ist

H. Mompeji 18* . ^^ ^ Gewand des Amor ist blau, das der Psyche dunkelgelb-grün, ihre Flügel sind violett, die Fussbänder goldfarbig, die Lyra holzfarbig. Diese Gruppe ist das

Gegenstück er r pp psyChe mit dem Krater (Misch-Gefäss) des Bacchus, in der Grösse des Originals, ausgegraben hinter der Casa del Cignale im April 1840.

12. Pompeji 1840. w^ ° ^ J^^^, weiss mit röthlichen Schatten, das Gefäss ist silberfarbig, die Fuss- und Armbänder sind goldfarbig. Diese Gruppe ist das Gegenstück der an-
dern beiden, welche auf en aen ^n afrodito zu Pompeji, ausgegraben am 1. August 1836. Das Haupt-Gemälde in der Mitte, die Toilette eines Hermaphroditen vorstellend, zeich-

13. Wand aus der Casa de a ^ besonders in Betreff des Colorits den besten Arbeiten von Titian zur Seite stehen darf. Das Haar des Hermaphroditen ist hellbraun-
net sich durch so Vorzug ic u. aeiei aus, «roldfarbiff der Halsschmuck, der ihm umgehängt wird, ist ebenfalls golden, mit kleinen blauen Edelsteinen, der Hauptstein in der Mitte
röthlich, seine Ohrringe, Arm- und Fussbto ei■ M g ^^j^^. das Kissen, auf dem er sitzt, ist weiss mit einem blauen Bande. Sessel und Fussschemel haben die Farbe des Elfen-
dunkelroth, sein Gewand ist hellviolett, m den kScia^n^e Wasger in'eine goldene Schaale. Die weibliche Figur, welche dem Hermaphroditen den Halsschmuck umhängt, hat gelbbraunes
beins. Der kleine Amor giesst aus einer silbernen ™ F welche das Schmuckkästchen hält, hat braunes Haar, trägt Perlen-Ohrringe, hat ein rosarothes Kleid und ein gelbes
Haar und ein grünlich-violettes Gewand; die an ere wei i » ' ganzen Unterkörper über der Tunica bedeckt. Der Sclave, welcher den Spiegel vorhält, hat röthliches Kopf-

i i i •!.» i'iVior r?pn Hnlron Arm lipo"t. U11U naCIlStUeiU U.WM "^« g," r » r

Obergewand, welches ihr ußei uen unken Arm ucg , ^ Gewand} welches hinter dem Hermaphroditen hängt und oben an die Säule gebunden ist, ist gelblich; die

und Barthaar, sein Gewand ist grün, die Aermel vom Unterkieiue g

Luft ist blau, unten der Fussboden gelblich. Grund der perspectivischen Durchsichten mit den auf den Treppen stehenden weiblichen Figuren und den goldgelben Gruppen der

Der Grund des Hauptfeldes ist zinnoberroth, der ru . Tmnluviuin über dem Mittelfelde. Der Grund des schmalen Feldes über der Lambris, mit dem Triumphzuge einer Ne-

Centauren und Lapithen ist blau, desgleichen die obere Durchsicht des Impluvium

reide ist schwarz. Der Grund der Lambris ist grün. rPrhten Seite dieser Wand fehlte, so habe ich dieses Stück ergänzt, durch eine andere Gruppe Cwo man den Bücken der

Da schon beim Ausgraben die schwebende Gruppe auf de worden>

Bacchantin sieht}, welche schon vor mehreren Jahren ««*-, "-aben 1827, in den Farben des Originals.

14. Wand aus der Casa délia seconda Montana di Musaico zu **' ausgegraben iS27, in den Farben des Originals. Beide Wände Tafel 14 und 15 sind aus einem Zimmer, welches sich

15. Wand aus der Casa délia seconda Fontana di MusMc^ZU ^^^^-j befindet Bei dieser Wand, welche oben in flachen Bogen endet, ist noch deutlich die Spur der gewölbten Decke

rechts vom Peristylium Cmit dem *eridarium imd der os wpniestens in den untern Stockwerken, gewölbt. Ich habe absichtlich beide Wände gegeben, um deren praktische Aus-

i /in dieser Art waren die meisten Decken der /.immer, we ö

zu erkennen, und in oiesc Wände sehr beschädigt.

führung leicht anwendbar zu machen. Jetzt sind nei * pomm zu Pompeji; jetzt im Zimmer der Flora im Museo Borbonico zu Neapel. Die Ausführung bei diesem Ornamente

16 Ornament in weissem Marmor CThur-Einfassung), ausgegra en .^ Bömisc]ier Arbeit, in dieser Hinsicht, vor vielen andern Arbeiten des Alterthums, den Vorzug verdient.

ist bis zur grössten Vollkommenheit getrieben, so dass es woh , g ^^ ^ Originals, ausgegraben in der Casa di Castore e Polluce, hier in ihrer ganzen Farbenpracht dargestellt.
i7 Pnmneii 1828 Schwebende Gruppe, Faun und Bacchantin in er prachtvolle Wand mit dem schönen Gemälde, Achilles vom Ulysses entdeckt, befand, welche auch andere

U. rump j . einer w des Tablinum der gegenuoei s«, Lmmp„hatiirP o-phpn

Diese Gruppe befindet siu nächstens im ganzen Zusammenhange geben.

ähnliche Gruppen enthält. Die Acnines-Wand werut ^ Amorienen-Verkauf in der Grösse des Originals. Die Venus hat eine weisse Tunica, nebst einem gelben Obergewande,

As der Casa de' Capitelli colorati zu Pompeji, ausgegraben löd . welcher in der Linken den Deckel des Käfigs, in der Bechten einen Amor am Flügel hält, hat dunkelrothes Gewand.

ihr Diadem, Ohrringe und Armbänder sind golden. Der silen-^j^.^ ganze Sauie vom mittleren Peristylium aus der Casa de' Capitelü colorati, ausgegraben 1833, ist aus Peperin-

19 Bemalte Säule und Capi^ aus Pompeji. Die hier in der ^*J '^ ^ssem Stuck überzogen und bemalt. Die andern beiden Säulen vom hintern Peristylium aus der Casa di Sallustio

' fdas Capital besonders sem schart m diesem Stem a 0 > ^et gind atls Backsteinen und porösen Lavasteinen gemauert, mit weissem Stuck überzogen und bemalt, ebenso

T a*,.-L der Casa del Centauro, wovon hier nur die Capiae a g ' der Casa delle ßaccanti Cdaselbst am grossen Tricliniuni) und der Casa del Poeta tragico Cda-

und vom Atrium der^ ^ ^ ^^ ^ ^ Wänden hervorspringenden Pilastern * ë

Ve^U ^vTsnbnium)' w°VOn 1Üer aUdl nUF diG Capitäle abgedlldorSItaals aus der halbrunden Exedra links vom mittleren Peristylium der Casa de' Capitelü colorati. Dieses Gemälde gehörte,

20 Pom eiTl83a*) Leda denSchwan liebkosend> in der Grosse es ngji ^^.^ welches aber nach einiger Zeit schwärzlich wurde, weshalb ich vermuthe, dass die Fleisch-Tinten mit
als es au raben wurde, in Betreff des Colorits mifc m den scions ^ „^^n gelblich-röthlich, von einem eigenthümlichen Licht-Etfecte wie bei einer Vision. Das Gewand auf dem

ZtanOer gemischt wj£ ^JIZTLT^rot 1 Gewand «W--, <* **T * ^

Sessel ist dunkel -lackrot«-

*) Man lese 1834.

II. Cahier.

_—— _ 4

¥* H'A ollon de grandeur originale, déterrés derrière la Casa del Cignale, en avril 1840. Ce groupe est peint sur un fond jaune;

11. lompéi ISin Croupe aérien, l'Amour et Psyché, avec la lyre > ^ violettes, les anneaux des pieds couleur d'or, la lyre couleur de bois. Ce groupe est le pendant des groupes

r ow, v r bleu cel(li de psych^ vertjaunâtre tonce, ^
le vêtement de l'Amour esi j j

des planches 2 et 12- , p tère fvase de mixtion) de Bacchus, de grandeur originale, déterré derrière la Casa del Cignale en avril 1840. Le fond de la

12 Pomnéi 18in Croupe aérien, l'Amour et Psyché avec le cra ei couieur d'argent; les anneaux des pieds et des bras sont couleur d'or. Le groupe est le pendant des deux autres

. u' u .xûtîients blancs avec des ombres rougeàtres; te v<i

paroi est jaune, les vetemfcI
qui sont représentés aux plancnes ^ et n. ^ ^ ^^ ^^ ^ peinture principale, dont le milieu représente la toilette d'un hermaphrodite, se distingue tellement par l'excel-

13 Paroi del r A lia Toeletta dell Lrmafrodito àPompei c , r , _iLx ^^ mo;i1i>nrs ouvrages du Titien. T^a efifivftliir« de lhermanhrodite est hrimmuo-ft elair- «p« hnnrlp« d'nrpill«»

a uasa de jpajement à l'égard du coloris, i

stsCLaL^PeintUvs^uöeauX de SGS PÎedS S°nt C°UleUr d'°r; 1G CUmC4' rrou-ebrunâtre

milieu est rouo-e foncé; son vêtement est violet clair, et dans es o ^^ »^ ^^^ ^ ^ femme, qui passe le collier au cou de l'hermaphrodite a les cheveux brun clair et un vêtement
couleur d'ivoire Le Petit Am0Ur aVGC u" vase d'argent verse e ^ ^ ^^ d'oreille en perles; elle a un habit rougerose et un vêtement de dessus jaune, qui est posé sur son

violetverdâtre L'autre fe«»m3> 1U1 ^nt lecrm, a des cheve^ fa ' par dessus la tuniqUe. L'esclave, qui présente le miroir, a la tête et la barbe roussâtres; son vêtement est vert, les
bras gauche et en outre couvre encore toute la partie mteri ^^ rhermaphrodite et qui par le haut est attaché à la colonne, est jaunâtre. L'air est bleu, le sol est jaunâtre,

manches du'vêtement de dessous sont jaunes. Le vetemen , q^ V ^ ^ ^ fe perspective? qui fait voir des femmes debout sur un escalier et les groupes jaune d'or des Centaures et des

T a f a Ao* trois panneaux principaux est rouge cina flnPrroit le iour, au dessus du panneau du milieu. Le fond du panneau étroit, au dessus du lambris, qui représente

ke fond des * rouverture du haut de l'impluve, par ou Ion aperçoit iv j ,

^om^C[^^ Tt^^a^^t sur le côté droit de ce panneau, j'ai restitué cette pièce au moyen d'un autre groupe 0>ù l'on voit le dos de la bacchante).

Comme, déjà £• « ^.^J „ y ft ^ plusieurs années

qui a ete déterre la ua"s ^nnfana di nfiic»^» » Pnmnéi, déblayée en inzj, ae ia tuu«, ö

Paroi de la Casa délia seconda FonUna d, Musaco * Po. V ,^^ en l82? „e „ couleur de roriginal. Ces deux paroiS) planche 14 et 15; proïieIulcnt dune chambre) qui se {tùme k

P„™, He 1» rn«a délia seconda r" , , . F ' ,.-, On reconnaît encore à cette paroi, qui par le haut se termine en voûtes basses, que le plafond était voûté; c'est de cette

jrtiiui ut ici \_,dort " /ii'iflariuin et la tontaine en mosaïque/* ^^" * t ^ t » «

droite du péristyle Cavee le W« ^^ ^ ^^ du inoins dans les rez-de-chaussée. Jai donne a dessein ces deux parois, afin d'en faciliter la reproduction. Ces deux parois

manière que l'étaient la P llP

sont aujourdhui t^s - endommagées. ^ ^^ ^ ^^ ^ ^^ actuellement dans ja chambre de Fiora? au Musee Bourbon à Naples. Cette chambranle est sculptée avec

16. Ornement en marbre blanc Ccnam ^ ^^ ^ m ^^ romain, elle l'emporte à cet égard sur beaucoup d'autres ouvrages de l'antiquité.

la plus grande perfection, de so 4j^ ^ ^ Bacchante, de grandeur originale, de la Casa di Castore e Polluce, reproduits ici dans tout l'éclat de leur coloris. Ce groupe appartient

17. Pompéi 1828. Groupe aérien, un s_a_vis de Ja )arm- maonifique, où était le beau tableau d'Achilles découvert par Ulysses, et qui offre aussi d'autres groupes semblables. Je donnerai
à une paroi du tablinum, q'» «' *°^' d,Ac^Ueg a l ö

prochainement dans tout son eu ^ déblayée en 1833. Vente d'Amours, de grandeur originale. La Venus a une tunique blanche et un vêtement de dessus jaune; son diadème, ses

18. De la Casa de' Capitelli colorati a > ^ vieiUard serablable à un Silène, qui tient dans sa main gauche le couvercle de la cage, et dans sa droite tient un Amour par les ailes, a un
boucles d'oreille et ses bracelets sont e

vêtement rouge foncé. . de pompé{, La colonne du milieu de la planche appartient au péristyle medial de la Casa de' Capitelli colorati, déblayée en 1833; elle est en pé-

19. Colonnes et chapitaux, en stuc e p^ j ^ ^^ mème pierre, est sculpté très-exactement), recouverte de stuc blanc et peinte. Les deux autres colonnes du péristyle de derrière, de la Casa
périn (ie chapiteau en particulier, q £jentauro dont on n'a reproduit ici que les chapitaux, sont construites en briques et en laves poreuses, recouvertes de stuc blanc et peintes. Il en est
di Sallustio et de l'Atrium de la ^^ ^ ^ ^^ d^e Baccanti (dans le grand triclinium) et de la Casa del Poeta tragico Cdans le vestibule), dont on n'a donné ici que les chapitaux.
de même des pilastres très-peu sai ^ grail(|eur originale, de l'exédra demirond situé à gauche du péristyle du milieu de la Casa de' Capitelli colorati. Lors de l'exhumation, le coloris

'0. Pompéi 1833.*) Léda caressant e J*^ au&bout de quelque tems elle devint noirâtre, ce qui me fait conjecturer que les teintes de chair étaient mélangées de cinabre. Tout le fond de la
e cette peinture était de toute ea ? —ArftnffPâtre d'un effet lumineux particulier comme dans les visions. La draperie du siège est rouge laque foncé. La chevelure de Léda est brun-
peinture est d'une teinte très-chaude, jauneiu^
rouge, son vêtement violetrouge; le cygne est blanc.

14
15

*) Lisez 1834.
II.

!
loading ...