Zahn, Wilhelm
Die schönsten Ornamente und merkwürdigsten Gemälde aus Pompeji, Herculanum und Stabiae: nach einigen Grundrissen und Ansichten nach den an Ort und Stelle gemachten Originalzeichnungen (Band 2) — Berlin, 1842/​1844

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.Aus der Casa de' Capitelli colorati zu Pompeji, ausgegraben 1833. Die vom Theseus verlassene und vom Bacchus aufgefundene Ariadne auf Naxos in der P l

Gruppe eines ganzen Gemäldes, welches auf Taf. 60 im Kleinen erscheint. Rechts vom mittleren Peristylium im Triclinium, befand sich dieses Gemälde mitten f • ü",gmals; einze,ne
ist vielleicht die schönste dieser häufig unter antiken Malereien vorkommenden Darstellung. Ariadne, welche hier im Schoosse des Genius des Schlafes nih. hltTV-T ^ Wand' Und
inwendig weiss ist; ihr Haar ist castanienbraun, ihre Ohrringe und Armbänder golden. Der Genius des Schlafes, in der Linken eine goldene Schale * in der R *f™. ** Gewand' weIches
haltend, hat grünes Kleid, violettes Obergewand, grüne Flügel, dunkelgelbe, in den Lichtern violette Stiefel, mit weissen und gelben Bändern Der Amor wJit 7 T" g°ldgelben ZweiS
von der Ariadne abgehoben, um dem herankommenden Bacchus deren ganze Schönheit zu zeigen, hat weisse Flügel. Unten das Erdreich ist grünlich d™kelviolette Gewand

ganz vorn aber dunkelgrün. Die Felsen hinter dieser Gruppe sind schmutzig blau. Dies Gemälde scheint von demselben Künstler zu sein von dem das in P ""^ TheileD gdbliCh'

in meiner Gegenwart entdeckte Gemälde herrührt, die Vermählung derPasithea mit demGotte des Schlafes vorstellend, welches ich in der ersten Folge dieses Werk°mp6J' ™ 6' Novei»ber 1826
Aus der Casa di Castore e Polluce zu Pompeji, ausgegraben 1828. Hygea, die Göttin der Gesundheit, Tochter des Aesculap, in der Grösse des Ori<rj„aIs . / w ^^ hab6'

Peristyliums (mit der Piscina) auf gelbem Grunde. Die jungfräuliche Göttin ist sehr kräftig gemalt; ihr Haar ist braun, die Blätter grün, der Schleier der vom H'Tk f ^ miMleren

fällt, ist ebenfalls grün. Die Tunica ist grün, oben am Halse mit einem rothen Streifen, das Obergewand durchsichtig weiss, die Schuhe ebenfalls weiss Sie ist °ple auf d,e Schultern

umwunden, die sie von der silbernen Schüssel in ihrer Bechten füttert; die Schlange hat bereits ein Ei ins Maul genommen. In der Linken hält sie einen grünen T Üüü Schlange

Pompeji, ausgegraben am 4. December 1833. Bei dieser Wand auf schwarzem Grunde sind die Farben in demselben SinT ITT^"
(, die hier auf Taf. 54 ganz in Farben erscheint. Die auf den beiden Seitenfeldern befindlichen Grnnn.n Ämftl. „„, »_.. ! geImIten' wie bei d<*

Wand aus der Casa de' Bronzi zu xu^JM -é^.cucu «m *. uecember 1833. Bei dieser wana aui scnwarzem Grunde sind die Farben in demselben S1 1, 1 °

sclimaleren Wand desselben Zimmers, die hier auf Taf. 54 ganz in Farben erscheint. Die auf den beiden Seitenfeldern befindlichen Gruppen, Amor und Psvrhe Z~L ' "* bd der

aie auf Taf. 57 und 67. Das Gemälde auf dem Mittelfelde stellt ein Opfer vor. Unter einem Baume steht eine goldene hermenarti.e SfcZ 'ZtT* " f"?* in der

----------------jrr~"? «'"»' u"u xsj'üne, erscheinen in Farho • a

^^^^^^^^^^^^^^ ^^^ _______ ein Opfer vor. Unter einem Baume steht eine goldene hermenartitre Statue des P i XflIDen m der

seiner Linken und Stab in seiner Bechten. Zwei Amorinen mit grünen Flügeln bereiten der Gottheit Libationen auf einem vor ihr stehenden Altäre* unten vor de», iST* ""! Fmhorn h

Vase. Zwei andere Amorinen ebenfalls mit grünen Flügeln zeigen die Schmucksachen der Venus, der Mutter des Gottes; der links sitzende Amor mit violettem re^n7\S\ bkUe

Armband in seiner Bechten, welches er aus dem grünen Schmuckkästchen hervorgelangt, der rechts stehende Amor Iässt die Halskette in ihrer ganzen Länge sehen fc. ^ g°ldeneS

Postament, an dem die goldene Liebesfackel steht, die goldene Krone; vorn in der Mitte des Bildes sind zwei sich liebkosende weisse Tauben wovon die eine auf der fT \T "* Cinem

dem runden rothen Schmuckkästchen steht, links hegt eine Knolle Knoblauch. Die Farbenhaltung dieses Bildes ist den beiden anderen kleineren Opfern auf Tuf <U »JrT' Ï? ^^ a"f

dem Obertheil der Wand befindlichen drei Figuren, nämlich die stehende ganz bekleidete Figur, die schwebende Figur mit Tamburin und die stehende Fiffur mit 1 vrT ',. 1 "*** "*

Tafel aus anderen antiken Malereien entnommen, da die hier vorhanden gewesenen Figuren nicht mehr zu erkennen waren. J ' er auf dieser

Wand aus der Casa de' Bronzi zu Pompeji, ausgegraben am 4. December 1833. Eine der reichsten und schönsten bis jetzt in Pompeji entdeckten Wände urf ,rh«a

den Opfern der Juno und Minerva, erscheint hier in den Farben des Original, Beide Wände Taf. 53 und 54 in einem zLner CT^^^^J^Zt^^l ^l ?

nnd malte ich gleich nach der Ausgrabung und war darüber sehr erfreut, da sich manche Farben, z.B. das Zinnoberroth, einige Tage nach der Ausgrabung Schwar/t. i T

Wand aus der Casa « Bronzi zu Pompeji, ausgegraben 1833. Diese Wand auf schwarzem Grund, mit Säulen und kleinen Thierstücken, hier in ^^^T^^h^e%

sich linKs vuiu

Mosaik-Fussboden aus Pompeji, gegenwärtig im Königlichen Museum zu Neapel, besteht aus lauter kleinen Marmorstückchen, wie sie auf dieser Tafel treu anheben ,0 A

Ausführung in der Originalgrösse leicht möglich ist. * ' *ei Aaiei treu ^gegeben, so dass danach die

Aus der Casa de' Bronzi zu^Pompeji, ausgegraben am 4. December 1833. Schwebende Gruppe, Amor und Psyche in der Grösse und den Farben des Originals befinde • k r-,
reichen Wand, welche ich auf Taf. 53 im Umriss gegeben habe. ""■ aes Ul,ginals> befindet sich auf der

«__,oîi 1839. Pompeji 1840. Beide Gemälde in der Original «^

58. Pompeji

Pompeji 1839. Pompeji 1840. Beide Gemälde in der Originalg,.„sse. Die siteende Bacchilnti„ mit Tamburin ist i„ einem Hause in der Strada della Fortuna a„f --. . r ,

lbes Gewand; das Kissen auf dem Stuhle, auf dem sie sitzt, ist violett ^ ^ Gel„ftlde eine Gliche Scene VOI,te||end ™* lTeinKnTt ?"»****> hat

l in einem Hause in der Nähe der Casa de. Cignah, auf schwarzem ^ Der Alte tragt einen kurzen weissen wol, ne» CÏ £'JZ Z^J£TJZ?£*

der Brust senkrecht herunter laufen, nnd hat e,n „och weisseres Obergewand, seine Sandalenbander sind rot... Der Knabe hat einen kurzen grunuctaBol a, n"'t Iwef roi L T

«frpîfen wo dies Zeug scheint zusammen genäht zu sein. Der ™fi u. \r u a ju~ KnahP auf drei <\„vrh Aan », , , » , t „ë «««w«îb «ock, aucn mit zwei rothen senkrechten
Streiten, wu e & »™ wer geflochtene Korb, den der Knabe aui drei durch den Henkel gesteckten Stöcken auf seiner linken Schulter träirf i** „,.• r i

gelb die Stöcke sind blaulich, unten das Erdreich ist schmutzig »^ »tnuner tragt, ist grünlich

A,.c der Casa del Centauro zu Pompeji, ausgegraben 1829. A,,fCf„-

»tOCKe hiiiu mouuoi, uuieu uas jeüuicicu ist SCnmutZig o;elh ---- giumiuu

Aus der Casa del Centanro zu Pompeji, ausgegraben 1829. Ansteigendes Ornament auf dnnkelrothem Grund; in der Grösse und in den Farbe» des Originals, erscheint hier in drei Sr k
die man sich zusammen gesetzt denken muss, und bddet die schmale Einfassung zwischen zwei Feldern einer Wand, in einem hinten gelegenen Zimmer, links vom TablinI '

A„s der Casa de CapUelh colorât, zu Pompej,, ausgegraben 1833. Aus der Casa della Caccia (Dedalo e Pasifae) zu Pompeji, ausgegraben 1834. Das untere Gemälde welrb. ■ i
demselben hmteren Penstyhum auf der rechten Wand befindet, wo auf der Wand dem Eingange gegenüber die grosse Jagd gemalt ist, stellt eine historische Landschaf, 'j£Z£

°PfTes,1GewIndVOr' me' V°™ ** ^ Tempel W WCiSS "* rÖtl"iChe" SCl'atten Un<1 gelben 0rnamenten; die beim «pfer beschäftigte weibliche Figur hâi

Eins der oberen Gemälde auf der rechten Wand des Tabli«ums stellt den Bildbauer Dädalus vor, wie er der Pasiphae, der Geomlin des Königs Minos, die von ihm verfertig hohle
IA gebracht hat, durch deren Vernnttelung s,e vom Meerstiere den Minotaurus irebar. Der Palast ist weiss mit violettem Friese und blauem Giebeffelde iL K,»J „„ J! • " . °Me

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K„h gebracht hat, durch deren Vernnttelung ste vom Meerstiere den Minotaurus gebar. Der Palast ist weiss mit violettem Friese und blauem Giebeffelde. Das Kleid der kI" 1 u, "
inwendig blau; das Gewand der Hinterlehne des Sessels ist grün, das Gewand, welches von der Armlehne herunterfällt, ebenfalls grün, das Kissen, auf dem sie sitzt ist ro« die ! „
Victoria auf der d,e Armlehne ruht ist von Elfenbein Dädalus trägt einen du kelgrau violetten kurze» Bock, in seiner Unken einen eisernen Hammer. Das Ge^snick die es G mäne
w. Theseus von der Anadne den Knaul zum Labyrinth erhält, habe ich bereits auf der Wand Taf. 43 gegeben. <-eaenstuck dieses Gemaides,

andern oberpn ILmumI.i., ij.w^.i.h. mit c«;..«_ r^ „ , ...



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