Zahn, Wilhelm
Die schönsten Ornamente und merkwürdigsten Gemälde aus Pompeji, Herculanum und Stabiae: nach einigen Grundrissen und Ansichten nach den an Ort und Stelle gemachten Originalzeichnungen (Band 3) — Berlin, 1852/​1859

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SIEBENTES HEFT.

SEPTIÈME CAHIER.

TIF. LXI. Theil des Wandgemäldes der Taf. III. 84. in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung), ausgegraben zu Pompeji
1847. Obertheil der Omphale mit ihrer Umgebung.

TAF. LXH. Theil des Wandgemäldes der Taf. III. 84. in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung), ausgegraben zu Pompeji
1847. Obertheil des Hercules mit seiner Umgebung.

Beide Tafeln mit den Köpfen des Hercules und der Omphale geben einen Begriff von der grofsen Schönheit des Gemäldes in Lebens-
gröfse, Hercules bei Omphale, welches im Mittelfelde an der Hauptwand im Triclinium der Casa delle Suonatrici (Casa di M. Lucrezio) entdeckt
wurde. Auf Taf. III. 84. wird das Gemälde vollständig mit der ganzen Wand, welche eine der schönsten und reichsten aus Pompeji ist, m der
Farbenpracht des Originals gegeben werden.

TAF. LXIH. Zwei Wandgemälde auf gelbem Grunde, in der Gröfse der Originale (Originaldurchzeichnung), in einem Hause hinter dem
Calcidicum zu Pompeji, im October 1840 ausgegraben. Auf dem hier links gegebenen Bilde ist Narcissus in ruhender Stellung mit zwei Lanzen,
sich im Wasser spiegelnd, und neben ihm ein Amor, dargestellt. Narcissus hat violetten Mantel, der Amor blaue Flügel. Auf dem Bilde rechts
ebenfalls ein Jüngling oben mit einem Amor, auch in ruhender Stellung mit einer Lanze, vielleicht Adonis; er trägt einen grünen Mantel und kurze
blaue Stiefel, des Amors Flügel sind violett.

TAF. LXIV. Zwei Wandgemälde auf schwarzem Grunde, in der Gröfse der Originale, aus der Villa di Cicerone zu Pompeji, ausgegraben
1749. Die obere schwebende Gruppe, ein Centaur mit Thyrsus und Tambourin, einen Jüngling auf der Lyra unterrichtend, könnte vielleicht Chiron
und Achilles vorstellen. Die untere schwebende Gruppe eine Centaurin mit einem Jünglinge die Becken schlagend, wozu sie auf der Lyra begleitet.
Diese zwei graziösen Gemälde sind Gegenstücke zu den zwei andern Gemälden, welche auf Taf. III. 74. gegeben werden, und gehören mit zu den
schönsten dieser Art; sie wurden gleichzeitig mit den schönen Tänzerinnen auf schwarzem Grunde entdeckt.

TAF. 1XV. Wandgemälde in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung), beim Bau der Eisenbahn ausgegraben in der Nähe von
Pompeji, unter Torre dell' Annunziata im Jahre 1842. Zwei Jünglinge und ein Amor bei einem Grabmale, wovon der vordere Jüngling eine Grab-
rede auf den Verstorbenen zu halten, der Jüngling hinter dem Grabmal aber mit Musik auf der Flöte zu begleiten scheint und der Amor die Fackel
im Wasser auslöscht. Der vordere Jüngling könnte auch vielleicht den Narcissus vorstellen, und wenn man bei der Figur hinter dem Grabmal die
muthmafsliche Flöte für ein Schwert halten dürfte, so könnte man dabei an den unglücklichen Aminias denken, dem Narcissus statt seinen Liebes-
anträgen Gehör zu geben, ein Schwert schickte, mit dem sich Aminias, die Götter um Rache anrufend, tödtete. Dieser vordere Jüngling trägt blauen
Mantel mit violett rothen Schatten, der Jüngling hinter dem Grabmal, welcher duftig gemalt ist, hat gelbes Gewand über dem linken Arm, der
Amor blaue Flügel, mit violetten und gelben Federn. Vorn das Erdreich ist gelblich und theils grünlich, das Wasser grünlich, links die Felsen sind
röthlich. Der Sockel des Grabmals ist gelb, die Grabsäule aber violett und gelb, der Säulenkopf blau, oben die Schale auf demselben kupferfarbig,
die Binde an der Säule violett, die Luft sehr hell. Vorn rechts ist auf einem rothen Untersatz ein Würfel von weifser Farbe, auf dem eine Frucht
liegt, welche ein Kürbis oder eine Wassermelone zu sein scheint; diese Frucht ist in der Mitte gelb, mehr nach unten blau und ganz unten grün.
Dies Gemälde, welches beschädigt, wie hier ausgedrückt, ist umgeben mit einem | Zoll breiten zinnoberrothen Rande, inwendig mit einer feinen
weifsen Linie versehen.

TAF. LXVI. Wandgemälde auf grünem Grunde in der Gröfse und in den Farben des Originals aus Stabiae, ausgegraben am 24. Juli
1759, gegenwärtig im Königlichen Museum zu Neapel. Eine graziöse weibliche Figur, welche vielleicht Flora Blumen pflückend vorstellt, Gegen-
stück eines andern Gemäldes aus Stabiae, eine Leda mit dem Schwane, ebenfalls auf grünem Grunde.

TAF. LXVII. Wandmalerei auf weifsem Grunde in den Farben des Originals in der Nähe der Casa delle Suonatrici zu Pompeji, ausge-
graben 1848. Aus einer Vase aufsteigendes Ornament mit Weinranken, allerlei Vögeln und andern Thierchen, mit Hermen architectonisch eingefafst.

TAF. LXV1II. Wandgemälde auf dunkelrothem Grunde in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung) aus der Casa del Naviglio
(Casa delle Baccanti) zu Pompeji, ausgegraben 1826. Ein junger Krieger, welcher die Schärfe seiner Lanzenspitze prüft. Dieser Krieger ist kräftig
gemalt, sein Gewand über dem linken Arm ist weifs; er befindet sich in der Mitte des rechten Seitenfeldes an der Wand am Atrium, rechts vom
Eingange als einzeln stehende Figur auf einer Console von gelber Farbe gemalt, so wie sich der Krieger der Taf. III. 70. in der Mitte des linken
Seitenfeldes derselben Wand ebenfalls als einzeln stehende Figur befindet. Das Mittelfeld dieser Wand mit der schönen schwebenden Gruppe habe
ich auf Taf. I. 53. so wie die einzelne Gruppe selbst in Originalgrüfse auf Taf. I. 12. gegeben.

TAF. LXIX. Wandmalerei aus der Casa di Sallustio zu Pompeji, ausgegraben 1805 —1809. Diese phantastische Säulenstellung auf
weifsem Grunde befindet sich oben an der Wand eines kleinen Zimmers rechts vom Eingänge.

TAF. LXX. Wandgemälde auf dunkelrothem Grunde in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung) aus der Casa del Naviglio (Casa
delle Baccanti) zu Pompeji, ausgegraben 1826. Ein Krieger mit Helm, Schild und Lanze. Dieser Krieger ist, wie sein Gegenstück Taf. III. 68.,
kräftig gemalt, sein Helm und Schild sind golden, sein Mantel ist weifs, die Lanzenspitze stahlfarbig, die Console, auf der er steht, gelb.

Berlin, December 1855.

WILHELM ZAHN.

PLANCHE LXI. Jtartie de la peinture murale de la planche III. 84. dans la grandeur de l'original (calque) découverte à Pompéi en
1847. Haut du corps d'Omphale et ses alentours.

PLANCHE LXII. Partie de la peinture murale de la planche III. 84. dans la grandeur de l'original (calque) découverte à Pompéi en
1847. Haut du corps d'Hercule et ses alentours.

Ces deux planches avec les têtes d'Hercule et d'Omphale nous donnent une idée de la grande beauté du tableau de grandeur naturelle
représentant Hercule auprès d'Omphale et découvert sur le compartiment du milieu de la muraille principale du triclinium de la Casa delle Suo-
natrici (Casa di M. Lucrezio). On trouvera sur la planche III. 84. le tableau entier avec toute la paroi qui est une des plus belles et des plus
riches de Pompéi, dans l'éclat des couleurs de l'original.

PLANCHE LXIII. Deux peintures murales sur un fond jaune de la grandeur de l'original (calque) d'une maison située derrière le calci-
dicum à Pompéi, découvertes au mois d'octobre 1840. Sur le tableau de gauche, Narcisse est représenté avec deux lances ou javelots dans l'attitude
du repos, se mirant dans l'eau et ayant auprès de lui l'Amour. Narcisse porte un manteau violet, l'Amour a des ailes bleues. Le tableau de droite
représente également un jeune homme au-dessus duquel il y a un Amour. 11 a comme le premier une lance et son attitude est aussi celle du
repos. C'est peut-être Adonis. Il a un manteau vert et des brodequins bleus. Les ailes de l'Amour sont violettes.

PLANCHE LXIV. Deux peintures murales sur un fond noir de la grandeur de l'original de la villa di Cicerone à Pompéi, découvertes
en 1749. Le groupe du tableau supérieur planant dans le haut se compose d'un centaure ayant un thyrse et un tambourin, et d'un jeune homme
auquel le centaure donne des leçons de lyre. Ils représentent peut-être Chiron et Achille. Le groupe du tableau inférieur se balançant dans le bas
se compose d'une centaure et d'un jeune homme jouant des cymbales et que la centaure accompagne avec la lyre. Ces deux gracieux tableaux font
pendants aux deux tableaux semblables de la planche III. 74. et appartiennent au nombre des plus beaux tableaux de ce genre. Ils ont été décou-
verts à la même époque que les belles danseuses sur un fond noir.

PLANCHE LXV. Peinture murale dans la "randeur de l'original (calque) découverte en 1842 à l'occasion de la construction d'un chemin
de fer dans le voisinage de Pompéi sous Torre dell' Annunziata. Deux jeunes gens et un Amour auprès d'un tombeau. Le premier jeune homme
semble prononcer l'oraison funèbre du défunt, tandis que l'autre jeune homme, placé derrière le tombeau, accompagne son discours avec la flûte et
que l'Amour éteint son flambeau dans l'eau d'une fontaine. Le premier jeune homme pourrait bien être Narcisse et s'il était permis de prendre la
prétendue flûte de l'autre figure pour un glaive, on pourrait croire que c'est le malheureux Aminias auquel Narcisse, au lieu d'écouter ses avances,
envoya un glaive avec lequel Aminias se tua en demandant vengeance aux dieux. H porte un manteau bleu dont les ombres sont d'un rouge violet.
Le jeune homme placé derrière le tombeau, est peint d'une manière vaporeuse. Il a une robe jaune par-dessus le bras gauche. L'Amour a des ailes
bleues dont les plumes sont violettes et jaunes. Le terrain du devant du tableau est jaunâtre et en partie verdàtre, l'eau est verdâtre et les rochers
de gauche sont rougeâtres. Le socle du monument funèbre est jaune, la colonne funèbre est violette et jaune; le chapiteau est bleu, la coupe, placée
au haut du chapiteau, est de couleur de cuivre, le bandeau, appendu à la colonne, est violet, les ciels sont très-clairs. A la droite et sur une
soucoupe il y a un dé de couleur blanche sur lequel repose un fruit qui semble être une citrouille ou un melon d'eau. Ce fruit est jaune dans
son milieu, plus bas il est bleu et tout bas il est vert. Ce tableau endommagé tel que nous l'avons reproduit ici, est encadré d'une bordure de
§ de pouces de large et d'une ligne fine blanche.

PLANCHE LXVI. Peinture murale sur un fond vert dans la grandeur et les couleurs de l'original, découverte à Stabiae le 24 juillet 1769
et se trouvant aujourd'hui dans le musée royal de Naples. C'est une gracieuse figure de femme qui représente peut-être Flore cueillant des fleurs.
Il fait pendant à un autre tableau de Stabiae, représentant Léda et le cygne sur un fond vert.

PLANCHE LXVII. Ornement peint sur un fond blanc et dans les couleurs de l'original découvert à Pompéi en 1848 dans le voisinage
de la Casa delle Suonatrici. Cet ornement composé de pampre, de toutes sortes d'oiseaux et d'autres petits animaux sortant d'un vase, est garni à
ses deux cotés d'hermès.

PLANCHE LXVHI. Peinture murale sur un fond d'un rouge foncé dans la grandeur de l'original (calque) de la Casa del Naviglio (Casa
delle Baccanti) à Pompéi, découverte en 1826. C'est un jeune guerrier examinant le tranchant de la pointe de sa lance. Ce guerrier est d'un coloris
vigoureux. Sa robe jetée par-dessus le bras gauche est blanche. Il est placé au milieu du compartiment de droite de la grande paroi à l'atrium,
à la droite de l'entrée, et forme une figure isolée sur une console de couleur jaune, telle que le guerrier de la planche III. 70. se trouve au milieu
du compartiment de gauche de la même paroi et forme aussi une figure isolée. Le panneau de cette paroi avec le beau groupe aérien je l'ai re-
produit sur la planche I. 53. comme le groupe même dans la grandeur de l'original sur la planche I. 12.

PLANCHE LXIX. Peinture murale architectonique de la Casa di Sallustio à Pompéi en 1805—1809. Cette colonnade phantastique, sur
un fond blanc, se trouve au haut de la paroi d'une petite chambre à la droite de l'entrée.

PLANCHE LXX. Peinture murale sur un fond d'un rouge foncé dans la grandeur de l'original (calque) de la Casa del Naviglio (Casa
delle Baccanti) à Pompéi, découverte en 1826. C'est un guerrier avec son casque, son bouclier et sa lance. Ce guerrier comme celui qui lui fait
pendant de la planche III. 68. est d'un coloris vigoureux. Son casque et son bouclier sont de couleur d'or, son manteau est blanc, la pointe de
lance a la couleur de l'acier, la console sur laquelle il est placé est jaune.
Berlin, décembre 1855.

GUILLAUME ZAHN.

sa

ERLÄUTERUNGEN VON PROFESSOR OTTO JAHN.

Taf. 61. 62. Die ausdrucksvollen Köpfe, welche auf diesen beiden Tafeln in der Gröfse des Originals gegeben sind, gehören einem Gemälde an,
welches Hercules bei Omphale vorstellt und auf Taf. 84 mitgetheilt und besprochen werden wird.

Taf. 63. Als Gegenstücke sind nebeneinander gestellt zwei Jünglinge, ruhig dastehend, beide mit dem kurzen Mantel (Chlamys) und mit der Lanze
versehen , welche die gewöhnlichen Attribute des in körperlichen Uebungen zum Manne heranreifenden Jünglings sind. Sie entsprechen in ihrer Haltuno-
und Stellung, welche ein völliges Ausruhen bezeichnet, einander mit einer gewissen Symmetrie, doch ist der Ausdruck beider im Wesen verschieden.

Der eine, welchen schon das aus dem Quellwasser zu seinen Füfsen zurückgespiegelte Antlitz als Narcissus erkennen läfst, steht da in träumerischer
Ruhe, welche auch durch den über den Kopf geschlagenen Arm bezeichnet wird. Das Haupt ist vorwärts geneigt, dein verführerischen Spiegelbilde zu, und
schon folgt der Oberleib dieser Bewegung, während die Beine, anstatt durch eine kräftige Regung das Gleichgewicht herzustellen, wie erstarrt in Ruhe
bleiben. Sehr hübsch ist auch dadurch das Schicksal des Narcissus ausgedrückt, dafs von den beiden Speeren, auf welche er sich stützt, einer mit der Spitze
ins Wasser gerathen ist — noch wenige Augenblicke und der Jüngling mufs den Schwerpunkt verlieren und ins Wasser stürzen. Das sieht auch Amor
wohl, der neben ihm steht und in lebhafter fast trotziger Haltung ihn von dem gefährlichen Stand mahnend wegwinkt.

Dagegen sucht der Amor, welcher dem anderen Jüngling den Nacken nmfafst, mit lebhafter Geberde ihm zuzureden, und den Widerspruch gegen
seinen Einflufs, der in dem sinnenden Blick des Jünglings ausgedrückt ist, zu besiegen, indem er ihn dem Gegenstande näher zu bringen bemüht ist, welchem
er seine Neigung zuwenden will, und den der Beschauer in seiner Phantasie unwillkührlich ergänzt. Für den spröden Jäger einen bestimmten mythologischen
Namen herauszusuchen ist weder nöthig noch thunlich. Der geistige Gegensatz des in Selbstliebe Verschmachtenden und des in jünglingshafter Sprödigkeit
sich der Liebe Verschliefsenden ist auch so klar ausoesprochen.

Taf. 64. Um den Weingott Bacchus versammelte die griechische Kunst alle jene phantastischen Mischgestalten, in welchen sie den thierischen und
menschlichen Leib zu einer idealen Erscheinung zusammenzuschmelzen verstand. Als der mächtigste Ausdruck seiner begeisternden und beherrschenden
Gottesnatur wurde es angesehen und dargestellt, dafs selbst diese Wesen, in deren äufserer Erscheinung die urkräftige Macht der Sinnlichkeit sehr lebendig
ausgedrückt ist, unter seinem Einflufs nicht allein gebändigt, sondern auch begeistert und veredelt wurden. Namentlich war es die Musik, welche im Dienste
des Gottes geübt diese erhebende und sittigende Kraft wirkte. So sehen wir auch die Rofsmenschen, die Centauren, wie sie durch Leier- oder Flötenspiel
den höheren Schwung zu dem sie sich erhoben haben andeutend, den Wagen des Gottes ziehen, oder seine Begleiter, namentlich den Liebesgott, auf dem
Bücken tragen. Iu den reizenden Gruppen — welche seit ihrer Entdeckung vor Allen beigetragen haben, der geistreichen Anmuth der alten Malerei Gel-
tung und Ruhm zu verschaffen — erscheinen die Centauren, welche die Sage als sinnlich rohe und brutale Entführer schöner Knaben und Mädchen uns
kennen lehrt, im Dienste des Bacchus, dessen Attribute — Thyrsus, Tympanum und Cymbeln — sie tragen, mit schönen Jünglingen zu gemeinsamer Aus-
übung der Musik vereinigt. Leicht und mühelos tragen sie in kraftvoller Bewegung die an sie angeschmiegten Jünglinge dahin, wie zum sinnlichen Aus-
druck der Schwungkraft der Begeisterung. Der männliche Centaur läfst seinen Liebling die Leier spielen und aufmerksam zuhörend unterweist er ihn mit
lehrender Geberde: wir werden an den weisen Chiron und seinen Zögling Achilles erinnert. Weniger ernst, mehr heiteren Jubel ausdrückend, ist die andere
(kuppe. Die Centaurin spielt selbst mit der Linken die Leier und hat mit der Beeilten eine Cymbel gefafst, welche sie fröhlich mit der Cyinbel zusam-
menschlägt, die der Jüngling in der Rechten emporhält, indem er mit der Linken ihren Nacken umschlungen hält; mit begeisterter Freude sehen sie ein-
ander ins Gesicht.

Zu Zahn's Pompeji, III. Folge, Heft VII.

EXPLICATIONS DU PROFESSEUR OTTO JAHN.

Planche 61 et 62. Les deux têtes expressives, qui se trouvent sur ces deux planches dans la grandeur des originaux, appartiennent à un tableau
représentant Hercule auprès d'Omphale, et qui se trouvera sur la planche 84. où il eu sera fait mention.

Planche 63. Placés l'un à côté de l'autre et faisant pendants nous voyons ici deux jeunes gens dans l'attitude du repos, tous les deux portant
la chlamyde et munis de la lance, attributs ordinaires du jeune homme 'parvenu à l'âge viril au milieu des exercices corporels. Il y a une certaine symétrie
dans leur attitude qui est celle du repos absolu, toutefois la manière dont ils l'expriment est différente dans tous les deux. L'un, dans lequel nous recon-
naissons Narcisse mirant son visage dans l'eau d'une fontaine qui coule à ses pieds, semble plongé dans un repos rêveur, repos quexpriment aussi ses bras
croisés au-dessus de sa tête. Sa tête est penchée en avant vers l'image trompeuse, et déjà le torse suit ce mouvement, mais les p.eds, au lieu de rétablir
l'équilibre par un mouvement vigoureux, restent comme frappés d'immobilité. Le sort du malheureux Narcisse est fort bien exprimé par l'un des deux ja-
velots sur lesquels il s'appuie et dont la pointe est entrée dans l'eau comme par accident — encore quelques instants, et le jeune homme doit nécessairement
perdre l'équilibre et tomber dans l'eau. L'Amour, placé à côté de lui dans une attitude émouvante et comme pour le braver, voit le danger auquel il est
exposé et semble vouloir l'en détourner par ses °'estes. Le second Amour, au contraire, en mettant son bras autour du cou de l'autre jeune homme, semble
l'encourager par la vivacité de ses gestes et vaincre son opposition à son influence exprimée dans le regard rêveur du jeune homme. Il le pousse vers
l'objet auquel il veut donner son inclination et que l'imagination du spectateur devine involontairement. Trouver un nom mythologique pour le prude chas-
seur n'est ni nécessaire ni facile. La contradiction morale entre le jeune homme que l'amour-propre dévore et celui qui, par pruderie juvénile, ferme son
cœur à l'amour, est assez clairement exprimée.

Planche 64. L'art grec se plaisait à entourer Bacchus, le dieu du vin, de toutes ces monstruosités plastiques dans lesquelles il savait confondre
le corps de l'animal et celui de l'hon d une forme idéale. On regardait comme l'expression la plus puissante de la nature divine de ce dieu qui anime
et qui domine tout, qUe même ces êtres dans l'extérieur desquels la force primitive et la sensualité sont exprimées d'une manière si animée, étaient non-
seulement domptés par son influence mais comme inspirés et ennoblis par sa présence. C'était surtout la musique, exercée sous l'invocation de ce dieu, qui
avait cette influence qui élève et " do t C'est ainsi que nous voyons les hommes-chevaux, les centaures, sur lesquels la lyre et les grelots annoncent
l'essor qu'ils ont pris, tirer le char de ce dieu ou porter sur leurs dos ses compagnons et particulièrement le dieu de l'amour. Dans les groupes charmants
dont la découverte a surtout contribué à illustrer la peinture des anciens et à en rehausser la gloire, les centaures, que la tradition nous représente comme
des séducteurs sauvages de beaux garçons et de jeunes filles, apparaissent au service de Bacchus dont ils portent les attributs, le thyrse, le tympanon et les
cymbales, dans la compao-nie de beaux adolescents pour des exercices musicaux. Ils emportent légèrement et sans peine dans leurs bras vigoureux les jeunes
gens qui se serrent autour d'eux, exprimant ainsi leur sensualité et l'essor de leur enthousiasme. Le centaure mâle fait jouer à son favori la lyre et prê-
tant l'oreille à ses accords il l'instruit du geste: ce jeune homme rappelle Chiron et son élève Achille. L'autre groupe est moins sérieux et porte plutôt
l'empreinte d'un heureux enjouement. Ici la centaure joue elle-même de la lyre de la main gauche, tandis qu'elle a saisi de la main droite des cymbales
dont elle frappe gaîment contre celles que le jeune homme tient élevées avec la main droite, tout en entourant le cou de la centaure avec la main gauche:
tous les deux se regardent avec amour et enthousiasme.

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