Zahn, Wilhelm
Die schönsten Ornamente und merkwürdigsten Gemälde aus Pompeji, Herculanum und Stabiae: nach einigen Grundrissen und Ansichten nach den an Ort und Stelle gemachten Originalzeichnungen (Band 3) — Berlin, 1852/​1859

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NEUNTES HEFT.

TAF. LXXXI. Wandgemälde auf blauem Grunde in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung) aus der Casa della Caccia (di
Dedalo e Pasifae) zu Pompeji, ausgegraben 1834. Schwebende Gruppe eines geflügelten Jünglings mit einer weiblichen Figur, vielleicht den Tag,
oder Hymen mit einer Braut vorstellend. Das Haar des Jünglings ist braun mit grünem Blätterkranze, sein Gewand dunkel roth, seine Flügel grün-
lich. Die Fackel in seiner Rechten und der Candelaber in seiner Linken sind golden. Die weibliche Figur hat hell-braunes Haar mit einem gol-
denen Sterndiadem, ihre Bekleidung ist ganz hell-blau, der oben hinter ihr wallende Schleier weifs, in den Schatten gelblich. Diese Gruppe ist
auf dem linken Seitenfelde der Wand des Tablinurns gemalt, auf welcher sich im Mittelfelde das Gemälde befindet, darstellend, wie Theseus von
der Ariadne das Knaul zum Labyrinth empfängt, die ich auf Taf. II. 33. im Ganzen gegeben habe.

TAF. LXXXH. Wandgemälde auf blauem Grunde in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung) aus der Casa della Caccia (di Dedalo
e Pasifae) zu Pompeji, ausgegraben 1834. Gegenstück der Taf. 81. Schwebende Gruppe einer weiblichen Figur mit einem Hirtenstab, auf deren
Flügel eine andere weibliche Figur mit einer Fackel, vielleicht die Nacht oder eine Allegorie auf den Ackerbau vorstellend. Das Haar der geflü-
gelten Figur ist braun mit grünem Blätterkranze, die Flügel sind grünlich, ihr aufgeschürzter Chiton ist hell-violett, der Mantel über dem linken
Arm dunkel-roth, und die Stiefel haben gelbliche Farbe. Die obere Figur hat unten gelbes Kleid und gelbes Kopftuch, der oben über ihr flatternde
Schleier ist weifs, die Fackel golden.

TAF. LXXXIH. ^wei Wandgemälde aus der Casa délie Suonatrici (Casa di M. Lucrezio) zu Pompeji, ausgegraben 1847. Gegenstücke
des Gemäldes, Hercules bei Omphale, welches mit der ganzen Wand auf der folgenden Tafel 84. abgebildet ist. Das Gemälde links die Erziehung
des Bacchus, welcher auf einem von zwei weifsen Stieren gezogenen Erntewagen auf dem Schoofse seines Erziehers Silen sitzt und mit dem
Thyrsus spielt. Rechts das Gefolge des Bacchus mit einem die Doppelflöte blasenden Satyr, links eine Frau, welche ein Gefäfs von rother Terra-
cotta, wahrscheinlich mit Weinflüchten, einer andern Frau auf dem Wagen reicht, dahinter eine Bacchantin. Die Stiere werden von einem vor dem
Wagen gehenden jungen Satyr, der die Zügel hält, geleitet, vorn links ein kleiner Pan. Das ganze Gemälde ist schön und kräftig gemalt, der Him-
mel blau, die Bekleidung des Silen violett und gelb, die Frau mit dem Gefäfse hat rothes Unterkleid mit blauem Saume und hell-blaues Oberkleid,
vorn der kleine Pan gelbes Gewand. Vrorn das Erdreich ist grünlich, der Grund der Wand zinnoberroth, wie bei Taf. 84.

Das Gemälde rechts, die Errichtung einer Siegestrophäe von Harnisch, Helm, Schwert und Schild, vorn ein gefangener Krieger mit auf
dem Rücken gebundenen Händen, auf den ihm abgenommenen Waffen sitzend, rechts eine Victoria, die Siegesthaten auf ein Schild schreibend, links
eine reich bekleidete Frauengestalt ebenfalls einen Schild haltend, dahinter ein junger Satyr mit einem Thyrsus. Der Himmel ist blau. An der Sieges-
trophäe der Harnisch und oben der Helm blau, das Harnischhemde weifs, oben links der Schild blau und violett, unten links der Schild roth mit
gelb. Die Victoria hat violettes Kleid und blaue Flügel, der Schild, auf den sie schreibt, ist blau, die Figur welche ihr den Schild vorhält, hat ein
Gewand von gelber Farbe mit violett. Links die Frauengestalt trägt weifses Kleid, unten mit blauem Saume, und zwei vom Gürtel herabhängende
lange weil'se Bänder mit grünen Blättern. Der Schild, auf dem der Gefangene sitzt, ist gelb mit dunkel-rother Einfassung, der Harnisch darunter
und rechts daneben der Helm blau. Der Grund der Wand ist ebenfalls zinnoberroth wie bei Tai'. 84.

TAF. LXXXIV. Gemalte Wand in den Farben des Originals im Triclinium der Casa délie Suonatrici (Casa di M. Lucrèzio) zu Pompeji,
ausgegraben 1847. Diese Wand ist eine der reichsten und geschmackvollsten Wände von Pompeji, mit einem der schönsten Gemälde in Lebens-
gröfse im Mittelfdde, Gegenstück der beiden Gemälde anf voriger Taf. 83. Auf diesem Hauptgemälde ist dargestellt: Hercules bei der Omphale,
Königin der Lydier, Tochter des Iardanus, Wittwe des Tmolus, an die Hercules als Sclave wegen des an dem Ipbitus begangenen Mordes verkauft
worden, und wie Omphale den liebestrunkenen Hercules so gefesselt, dafs sie ihm die Löwenhaut und Keule abgenommen und sich damit triumphi-
rend geschmückt hat. Aufserdem hatte sie ihn zu weiblichen Verrichtungen herabgewürdigt, sogar in Weiberkleidung am Rocken zu spinnen. Die
Köpfe der Omphale und des Hercules habe ich bereits auf Taf. 61. und 62. in der Originalgröfse gegeben. Das kleine Gemälde auf dem linken
Seitenfelde von Amorinen und Psychen, mit dem tanzenden Amor, habe ich auf Taf. 41. und das kleine Gemälde auf dem rechten Seitenfelde ein
Gastmahl (Triclinium) von Amorinen und Psychen habe ich auf Taf. 51. abgebildet, beide in der Gröfse der Originale. Auf jeder Seite des Haupt-
gemäldes befindet sich ein reizender candelaberartiger Dreifufs, oben mit der Diana und unten mit drei die Doppelflöte blasenden Satyren. In der
Mitte des Sockels unter dem Hauptgemälde ist ein Eber, von zwei Hunden verfolgt, dargestellt.

TAF. LXXXV. Wandgemälde in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung), ausgegraben zu Stabiae am 13. Juni 1759, gegen-
wärtig im Königl. Museum zu Neapel. Amorinenverkauf. In einem Zimmer mit dunkel-rothem Hintergrunde, oben gelbem Vorhange, und links
grünlichem Thürvorhange, sitzt rechts eine Amorinenverkäuferin mit gelber Tunica und weifsem Obergewande, hell-rothem Kopftuche und eigenthüm-
lichen grünen Vorderärmeln (wahrscheinlich zum leichtern Tragen) und weifsen Schuhen. Vor ihr ein Käfig mit einem Amor am Boden sitzend;
einen zweiten Amor hält sie an seinen grünen Flügeln über den Käfig, ihn den ihr gegenüber befindlichen beiden jungen Frauen feilbietend, wovon die
sitzende Frau bereits einen Amor gekauft hat, der sich an sie schmiegt und sie fragend ansieht. Die sitzende Frau (vielleicht Venus) mit langer
blauer Tunica, grünem Oberkleide um die Schenkel und dunkel-rothem Gewände um die linke Schulter und Arm, hat weifses Kopftuch und gelbe
Schuhe. Die andere Aveibliche Figur, welche hinter ihr steht und die Rechte auf ihre Schulter legt hat grünes Kleid und hellblauen Mantel. Unten
der Fufsboden ist grünlich, links der Sitz grau, rechts der Sitz grünlich. Der Rand des Gemäldes ist weifs mit einer grauen Linie in der Mitte.

TAF. LXXXVI. Wandgemälde auf grünem Grunde in der Gröfse und in den Farben des Originals, ausgegraben am 24. Juli 1759 zu
Stabiae, gegenwärtig im Königlichen Museum zu Neapel. Leda, eine Tochter des Thestius, Gemahlin des Lacedämonischen Königs Tyndareus, welche
Jupiter in der Gestalt eines Schwans umarmt. Diese Leda mit dem Schwane ist das Gegenstück der Flora, welche ich auf Taf. III. 66. ge-
geben habe.

TAF. LXXXVII. Gemalte Wand in den Farben des Originals, in der Villa die M. Arrio Diomede zu Pompeji. Die drei Hauptfelder sind
gelb mit rother Einfassung, der Sockel schwarz. Im Mittelfelde ist ein kleines Gemälde mit einem Hahn und zwei Vasen, in den beiden Seiten-
feldern befindet sich in jedem ein Kopf von einem Blätterkranze umgeben.

TAF. IXXXVIII. Wandgemälde in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung) an einer Wand des Tablinurns, in der Casa di
Castore e Polluce zu Pompeji, ausgegraben 1828. Euterpe die Muse der Musik, zwei Flöten in der Linken, und mit der Rechten nach dem Kopfe
an den Lorbeerkranz fassend, trägt röthlichen langen Chiton und violetten Mantel. Ihr Haar ist roth-braun, der Blätterkranz grün. Auf Taf. II. 23.
habe ich die ganze Wand gegeben, in dessen Mittelfelde sich das schöne Gemälde befindet, welches darstellt, wie Achilles vom Ulysses unter den
Töchtern des Lycomedes entdeckt wird.

TAF. LXXXIX. J heil einer gemalten Wand in den Farben des Originals, in der Villa di M. Arrio Diomede zu Pompeji. Auf dieser
Wand mit gelbem Grunde und rothem Sockel sind in den Mittelfeldern phantastische Seethiere und in den schmalen Zwischenfeldern Candelaber
dargestellt.

TAF. XC. Wandgemälde in der Gröfse des Originals (Originaldurchzeichnung) an einer Wand des Tablinurns in der Casa di Castore e
I\>lluce zu Pompeji, ausgegraben 1828. Gegenstück der Taf. 88. auf der entgegengesetzten Wand. Clio die Muse der Geschichte, oder Erato die
Muse des Gesanges, mit einer Schriftrolle in der Linken. Ihr Chiton ist rötblich, der Mantel hell-grünlich-blau, die Schriftrolle weifs.

NEUVIEME CAHIER.

Berlin, Decembcr 1858.

WILHELM ZAHN.

PLANCHE LXXXI. -Peinture murale sur un fond bleu, dans la grandeur de l'original (calque) de la Casa della Caccia (di Dedalo e
Pasifae) découverte à Pompéi en 1834. C'est un groupe flottant composé d'un jeune homme ailé et d'une figure de femme. C est peut-être le
Jour ou Hymen et sa fiancée. La chevelure du jeune homme est brune et couverte de feuilles vertes; sa robe est d'un rouge foncé; ses ail essont ver-
dàtres. Le flambeau qu'il tient dans sa droite et le candélabre, placé à sa gauche, sont de couleur d'or. La femme a les cheveux dun brun clair
ceints 'dun diadème d'or avec une étoile; ses vêtements sont d'un bleu fort clair; le voile qui flotte derrière elle est blanc tandis que les ombres
en sont jaunâtres. Ce groupe est peint sur le compartiment de gauche de la muraille du tablinum, sur le panneau du milieu de laquelle se
trouve le tableau où Thésée reçoit d'Ariane le peloton de fil qui lui permit de sortir du Labyrinthe et que j'ai reproduite en entier sur la

planche IL 33.

PLANCHE LXXXH. Peinture murale sur un fond bleu dans la grandeur de l'original (calque) de la Casa della Caccia (di Dedalo e
Pasifae), découverte à Pompéi en 1834, et faisant pendant à celle de la Planche 81. C'est un groupe flottant composé d'une femme portant une
houlette et d'une autre femme assise sur ses ailes et tenant un flambeau. Ce peut être la Nuit ou une allégorie de l'agriculture. La chevelure
de la fio-ure ailée est brune entrelacée d'une guirlande de feuilles vertes; ses sailes sont verdàtres; son chiton retroussé est dun violet clair; le
mantelet qu'elle porte par-dessus le bras gauche est d'un rouge foncé et ses brodequins sont d'une couleur jaunâtre. La figure qui se repose sur
ses ailes porte une robe dont le bas est jaune; son bandeau est également jaune; le voile qui flotte au-dessus d'elle est blanc et son flambeau est
de couleur d'or.

PLANCHE LXXXIII. Deux peintures murales de la Casa délie Suonatrici (Casa di M. Lucrezio) à Pompéi, découvertes en 1847,
faisant pendants au tableau représentant Hercule chez Omphale, lequel tableau est représenté avec toute la paroi sur la planche suivante c. à. d.
sur la Planche 84. Le tableau de "-auche représente l'éducation de Bacchus. Le dieu, sur un chariot attelé de deux taureaux blancs, est assis sur
les genoux de Silène son père nourricier, tout en jouant avec le thyrse. A la droite du cortège de Bacchus, il y a un satyre jouant de la flûte double.
A sa gauche, il y a une femme qui présente à une autre, assise dans un chariot, un vase de terre cuite, rempli probablement de raisins:
derrière il y a une bacchante. Les taureaux sont conduits par un jeune satyre marchant devant le chariot et tenant les freins. Sur le devant du
tableau à gauche, il y a un petit Pan. Tout le tableau a une expression de beauté et de vigueur. Le ciel en est bleu, le vêtement de Silène est
violet et jaune, la femme au vase a une robe de dessous rouge à lisière bleue et une robe de dessus bleue claire; le petit Pan porte une robe
jaune. Le sol du devant du tableau est verdàtre, le fond de la paroi est d'un rouge de cinabre comme celui de la Planche 84.

Le tableau de droite représente l'érection d'un trophée composé d'une cuirasse, d'un casque, d'un glaive et d'un bouclier. Sur le devant
du tableau, il y a un <merrier prisonnier les mains liées sur le dos, assis sur les armes qu'on lui a enlevées. A droite, une Victoire inscrit ses
exploits sur un bouclier- à "-auche une femme richement vêtue tenant également un bouclier et derrière elle un jeune satyre avec un thyrse. Le
ciel du tableau est bleu, la cuirasse du trophée ainsi que le casque qui la surmonte sont bleus; la cotte de la cuirasse est blanche: le haHt du
bouclier de gauche est bleu et violet, le bas du bouclier de gauche est rouge et jaune. La Victoire a une robe violette et des ailes bleues: le
bouclier sur lequel elle écrit est bleu; la figure qui lui présente le bouclier a une robe de couleur jaune mêlée de violet. La figure de femme
placée à gauche a une robe blanche a lisière bleue et à sa ceinture deux longs rubans blancs pendants à feuilles vertes. Le bouclier sur lequel le
prisonnier est assis est jaune la bordure en est d'un rouge foncé, la cuirasse placée dessous et le casque placé à côté à droite sont bleus. Le fond
de la paroi est d'un rouge de cinabre comme celui de la Planche 84.

PLANCHE LXXXIV. Paroi peinte du tablinum de la Casa délie Suonatrici (Casa di M. Lucrezio) à Pompéi, dans les couleurs de
l'original et découverte en 1847. Cette paroi est une des plus belles de Pompéi et en même temps une de celles où il règne le goût le plus exquis.
Le panneau du milieu est orné d'un tableau avec des figures de grandeur naturelle faisant pendant aux deux tableaux de la Planche 83. Le principal
tableau représente Hercule chez Omphale, reine de Lydie, fille d'Iardanus, veuve de Tmolus, à laquelle Hercule avait été vendu en esclave pour
cause du meutre d'Iphitus. On sait qu'Omphale avait captivé Hercule par ses charmes au point de lui enlever sa peau de lion et sa massue pour
s'en parer elle-même en si<me de son triomphe et qu'elle osa ravaler le héros jusqu'à lui faire faire des ouvrages de femme et à le faire filer au
rouet vêtu d'une robe de femme. J'ai reproduit les têtes d'Omphale et d'Hercule dans leur grandeur naturelle sur les Planches 61 et 62. Le
petit tableau du panneau de "-auche représentant des Amours et des Psychés avec un Amour dansant se trouve sur la Planche 41; le petit tableau
du panneau de droite représentant un repas (triclinium) d'Amours et de Psychés se trouve sur la Planche 51., tous deux dans la grandeur des
originaux. Des deux côtés du principal tableau, il y a un charmant trépied en forme de candélabre, surmonté de Diane et ayant à sa base
trois satyres jouant de la flûte double. Au milieu du socle au-dessous du principal tableau, on a représenté un sanglier poursuivi par deux chiens.

PLANCHE IXXXV. Peinture murale dans la grandeur de l'original (calque) découverte à Stabiae le 13 juin 1759, se trouvant aujourd'hui
au Musée royal à Naples C'est un marché d'Amours. Dans une chambre dont le fond est d'un rouge foncé, à rideaux jaunes dans le haut, et à
portière verdàtre du côté gauche, est assise une vendeuse d'Amours ayant une tunique jaune, une robe de dessus blanche, un bandeau d'un rouge
clair et des manchettes vertes d'une coupe particulière, (pour pouvoir plus facilement porter quelque chose) et des souliers blancs. Devant elle
il y a une ca«-e sur le fond de laquelle est assis un Amour. Un second Amour, saisi par ses ailes vertes, est offert en vente par-dessus la cage
à deux ieunes femmes placées vis-à-vis d'elle. Celle des deux femmes qui est assise vient d'acheter un Amour qui se penche vers elle et semble
l'interro"-er du regard. La femme assise (c'est peut-être Vénus) porte une longue tunique bleue, une robe verte autour des cuisses et une draperie
d'un rouo-e foncé autour de l'épaule et du bras gauches, un bandeau blanc et des souliers jaunes. L'autre figure de femme, debout derrière elle
et mettant sa droite sur son épaule a une robe verte et un mantelet d'un bleu clair. Le sol est verdàtre; le siège de gauche est gris, celui de droite
est verdàtre. La bordure du tableau est blanche ayant une raie grise dans son milieu.

PLANCHE LXXXVI. Peinture murale sur un fond vert dans la grandeur et les couleurs de l'original, découverte le 24 juillet 1759 à Stabiae
se trouvant aujourd'hui au Musée royal à Naples. C'est Léda, fille de Thestius et femme du roi de Lacédémone Tyndare, que Jupiter tient em-
brassée sous la forme d'un cygne. Cette Léda avec le cygne est le pendant de la Flore que j'ai reproduite sur la planche III. 66.

PLANCHE LXXXVII. Paroi peinte dans les couleurs de l'original de la Villa di M. Arrio Diomede à Pompéi. Les trois principaux
panneaux sont jaunes, fencadrure en est rouge et le socle noir. Dans le panneau du milieu, il y a un coq et deux vases; dans chacun des panneaux
latéraux, il y a une tête encadrée dans une guirlande de feuilles.

PLANCHE LXXXVIH. Peinture murale dans la grandeur de l'original (calque) de la paroi du tablinum de la Casa di Castore e Polluce
à Pompéi, découverte en 1828. C'est Euterpe, la muse de la musique, tenant dans sa main gauche deux flûtes et saisissant de la main droite le
laurier qui couvre sa tête. Elle porte un chiton rougeàtre et un mantelet violet. Les cheveux sont d'un brun tirant sur le rouge, la guirlande de
feuilles est verte. Sur la Planche IL 23, j'ai reproduit toute la paroi dans le compartiment du milieu de laquelle se trouve le beau tableau
représentant Achille découvert par Ulysse parmi les filles de Lycomède.

PLANCHE LXXXIX. Partie d'une paroi peinte dans les couleurs de l'original de la Villa di M. Arrio Diomede à Pompéi. Sur les
panneaux du milieu de cette paroi dont le fond est jaune et le pied rouge, on a peint des animaux marins fantastiques et dans les compartiments
internes étroits, des candélabres.

PLANCHE XC. Peinture murale dans la grandeur de l'original (calque) d'une muraille du tablinum de la Casa di Castore e Polluce à
Pompéi, découverte en 1828, pendant de la Planche 88. de la muraille opposée. C'est Clio, la muse de l'histoire, ou Erato, la muse du chant
tenant de sa main gauche un rouleau écrit. Son chiton est rouseâtre, son mantelet d'un bleu tirant sur le vert clair, le rouleau de papier est blanc

Berlin, décembre 1858.

GUILLAUME ZAHN.

l.n det

ERLÄUTERUNGEN VON PROFESSOR OTTO JAHN. I_______

Taf. 81. 82. Das Gefallen an den anmuthigen, leicht dahin schwebenden Figuren, welche wir so häufig- in der antiken Wandmalerei ang-ewc%
sehen, veranlafste die Zusammenstellung mehrerer solcher Gestalten zu einer Gruppe, in welcher eine als stützende oder tragende erschien; ein Motiv da?
in mannigfacher Weise ausgebildet, die Vorstellung- des Schwebens gewissermafsen begreiflich zu machen diente. Am natürlichsten schien dies zu sein,
wenn die tragende Figur beschwingt, also zum Fliegen bestimmt war. In solcher Weise sehen wir die Consécration der vergötterten Kaiser dargestellt,
welche (z. 15. auf der Basis der Antoninssäule) von dem Scheiterhaufen durch einen geflügelten Jüngling empor getragen werden. In Wandgemälden ist
dieselbe Dai stellungsweise für mancherlei meist symbolische Vorstellungen benutzt, so dafs in der Regel die tragende Flügelgestalt in einer Weise charak-
terisirt ist, dafs sie als der von ihr getragenen ihrem Wesen nach verwandt und die Grundbedeutung derselben ergänzend erscheint.

Der geflügelte aufwärtssehwebeiide, bekränzte Jüngling auf Taf. 81 ist durch die lodernde Fackel in der Rechten, welcher ein einem Leuchter ähn-
liches Geräth in der Linken entspricht, näher bezeichnet; die weibliche Gestalt, welche er trägt, ist durch den über ihrem Haupt kreisförmig sich wölbenden
Schleier als eine in der Luft waltende Gottheit charakterisirt, und der Stern über ihrem Haupt spricht dies noch bestimmter aus. Der Morgenstern bezeichnet
die scheidende Nacht und das nahende Tageslicht: beide Momente sind in unserer Darstellung sinnreich vereinigt.
Zu Zalin's Pompeji, III. Folge, Heft IX.

EXPLICATIONS DU PROFESSEUR OTTO JAHN.

Planches 81. 82. Le goût des figures gracieuses se balançant légèrement dans les airs, dont l'emploi est si fréquent dans les peintures murales

des anciens, a sans doute fait naître chez eux l'idée de composer ces groupes charmants, dans lesquels lune des figures semble soutenir les autres, idée

qui, après avoir été diversement développée, devait servir à mieux nous faire concevoir le balancement de ces ligures. Les artistes croyaient atteindre ce

but le plus naturellement en donnant des ailes à la figure chargée de soutenir les autres pour qu'à chaque instant elle pût prendre son essor. C'est

ainsi que nous voyons des empereurs déifiés (comme p. ex. sur le socle de la colonne d'Antonin) enlevés dans les airs par un jeune homme ailé de dessus

'échafaud. Dans les peintures murales, ces figures ailées ont le plus souvent un sens symbolique. 11 y a comme une certaine affinité entre elles et les

-lires qui l'avoisinent et elles semblent compléter le sens primitif de ces dernières.

'i;,m Le jeune homme couronné et s'élevant dans les airs au moyen de ses ailes, planche 81, est caractérise par une torche flamboyante qu'il tient dans

fite et un ustensile semblable à un chandelier qu'il tient dans sa gauche; la figure de femme qu'il porte est quelque déesse des airs à laquelle le voile

sa ar^e au-dessus de sa tète en se gonflant imprime quelque chose de surnaturel: l'étoile qui brille sur sa tête ajoute a cette idée. L'étoile du matin

qui ilotl^L ,1C ja m,jt va disparaître et qu'un nouveau jour va éclore: ces deux idées sont exprimées avec un grand sens dans ce tableau.

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