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Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

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https://doi.org/10.11588/diglit.2667#0098
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COD. PAL. GERM. 11

lr-29r ARISTEAS, EPISTOLA AD PHILOCRATEM, IN DER ÜBERSETZUNG DES DIET-
RICH REISACH. [Widmung an Herzog Georg den Reichen von Bayern-Landshut (1455-1503):]
>DEm durchleuchtigenn hochgepomenn loblichstenn furstenn vnd herrn herrn Georgenn Pfaltz-
grauenn bey Reyn ... Erpeutet Dietherich Reysach Beder Rechten Doctor vnnd der loblichenn Vni-
uersitet Ingolstat Jn den kayserlichenn Rechtenn Ordenlicher Leser Als seinen gnedigen herrenn
Sich seiner gehorsamen vnnd wylligen diensten<. DVrchleuchtiger hochgepomner loblicher fürst...
2r Jn benuegung des gotlichenn willenn Gebenn zw Ingolstat auffdesz Newenjars tag Anno 1502.
[Text:] »Aristeas zw seinem bruder Philocratem vonn der auszlegung der ainvnndsiebenzigenn ausz-
leger... durch Dietherichenn Reysachenn ... Jn teutschegezogen'. So du Philecrates [!] allweggrosz
geacht hast einsz ytlichen dings Erkantnusz ... 29r Deszhalbjchfur an dapfer haendl dir zw Schrei-
ben wil Damit vnnser lieb Erquickenn Aber ytzund hisz Mügig. >Hie Endet Sich Aristeas zw seinem
Prüder Philocrati... Jn Teutsch gewendt Anno 1502 auff den Drytten tag January<. Bei dem Text
des Cod. Pal. germ. 10 handelt es sich um eine Abschrift des 1502 bei Johann Schönsperger in Augs-
burg erschienenen Druckes (VD 16, A 3261; IndAur 107.608), der auf eine Übersetzung des Diet-
rich Reisach (Jöcher/Adelung 6, Sp. 1739; Hans Rupprich, Der Briefwechsel des Konrad Celtis,
München 1934 [Veröffentlichungen der Kommission zur Erforschung der Geschichte der Refor-
mation und Gegenreformation 1/3], S. 240, Anm.2) nach der lateinischen Übertragung des Mat-
thaeus Palmerius zurückgeht. Text: Norbert Meisner, Aristeasbrief, 2. Auflage, Gütersloh 1977
(Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit 2,1), S.45-85. Vgl. Worstbrock, S.23f.
Nr.29. - l*r-2::-v, 29v-32*v (bis auf Devise [2*"], s. Herkunft) leer.

KZ

COD. PAL. GERM. 11
Monatsregimen

Papier • 81 Bll. • 22 x 14,5 • Bayern • 15. Jh.2

Lagen: l1* + IV7 (mit Bl. 2») + 6 VI73' (mit Bll. 14a*-14e*, 49») + l74*. Kustode 26v (Jungbluth [s. Lit.] erwähnt
noch Kustoden auf 38v und 49v). Foliierung des 17. Jhs.: 1-68, überspringt zwischen Bl. 14 und 15 fünf leere Bll.
(14a*- 14e*), zwischen Bl. 49 und 50 ein leeres Bl. (49*). Bll. l*-2*, 14a*-14e*, 49* mit moderner Zählung. Wz.:
Schere, ähnlich Piccard 9, III/851 (Brügge 1445); drei weitere Wz., nicht nachweisbar. Schriftraum: 15,5-18 x
10,5-11; 19-26 Zeilen. Bastarda von mehreren (mindestens drei) Händen. Eintrag des Monats Februar (8r-14v)
vermutlich nachgetragen, vgl. die Anmerkung 7V: Sequitur aliud und die folgenden leeren Seiten. Überschriften
in Rot. Rote Lombarden über eine bis drei Zeilen. Übliche Rubrizierung. Brauner Ledereinband mit blindge-
druckten Rollenstempeln von Jörg Bernhardt (?). Vorderseite vergoldete Platte mit Bildnis Ottheinrichs in Kar-
tusche, oben O. H. [Ottheinrich], unten P. C. [Pfalzgraf Churfürst]; Jahreszahl 1558; vergoldeter Engelskopf
(Presser, S. 287, Abb. 5); Rückseite vergoldetes Wappen der Pfalz in Kartusche (Haebler 2, S. 71, Platten V, VII,
Rollen 2, 3; Berenbach, S. 32 Nr. 17), am Rücken Signatur: H. (Durchschlag des alten Signaturschildes; s.u.).
Abgelöste Signaturschilder, jetzt auf Hinterspiegel: 1. H. Astrolog[ica] Documenta; 2. 1381. Astrolog[ia] docu-
menta (17. Jh.). Messingbeschläge, zwei Riemenschließen. Restaurierung 1962 (Hans Heiland).

Herkunft: 1' D. C. A. io B dvx [Dii, coeptis aspirate. Iohann Bavariae dux]: Devise Johanns von Mosbach-Neu-
markt. Zu Herzog Johann von Mosbach-Neumarkt (1443-1486), am 15. Juli 1454 als Kanoniker der Diözese
Speyer an der Universität Heidelberg immatrikuliert (Toepke 1, S.277), am 31. Oktober 1466 zum Rektor der
Universität Freiburg im Breisgau gewählt (Mayer, S. 38), seit 1468 Dompropst von Augsburg (Friedrich Zoe-
pfl, Das Bistum Augsburg und seine Bischöfe im Mittelalter, München/Augsburg 1955 [Geschichte des

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