Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

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COD. PAL. GERM. 19

(388va-390vb) ZEFANJA. >Hye vaht an der prophete Sophonias das erste Capitek Das wort des
herrn das da ist gemacht zu Sophonias... 390va so ich werd bekeren uwer gefengnisz von uwern ou-
gen 390v spricht der herr der almechtige.

(390v -392") HAGGAI. >Hye hebt an Aggeus der prophet vnnd sin erstes capittel hienach<. IN
dem andern Jar Dary des kungs der Perseer... 392ra vnd ich werd dich setzen Jn aym zaichen wan
ich hab dich uszerwelt spricht der herr der here.

(392ra-399va) SACHARJA. >Hie hebt an Zacharias daz i capiteh. IN dem viii monadjm andern
Jar Dary ... 399va Vnd fürbasz wirt nit ain kauffman Jn dem tage Jn dem haus des herrn.

(399va-401vb) MALEACHI. >Hye vaht an der prophete Malachias vnnd sin erst capiteh. DJe burd
des worts des herrn zu Israhel durch Malachie den propheten ... 401v das ich villicht icht kumm
vnd werd slahen die erd mit Verfluchung. - 402::"r-403*v leer.

Nach der Eingruppierung der deutschen Bibelübersetzungen von Walther (Sp. 133 f.) gehört der
Text des Cod. Pal. germ. 18 zum 1. Übersetzungskreis und ist eine Abschrift der ersten deutschen
gedruckten Bibel (Straßburg: Johann Mentelin, 1466: GW 4295). Grundtext: Mentelin-Bibel,
176v-300v.

KZ

COD. PAL. GERM. 19

Bibel AT (Geschichtsbücher [1. Teil]), deutsch

Papier • 371 Bll. • 40,8 x 29 • Hagenau • 1441-1449

Lagen: (I-l)1* + I3' + 45 IV358 (mit Bll. 4», 282a) + (IV-1)365* + (I-l)366*. Reklamanten, überwiegend durch Be-
schnitt weggefallen. Die Hs. besteht aus Einzelblättern (jedes einzelne Blatt weist ein Wasserzeichen auf!), die
zur Heftung an Falze (vgl. Fragmente) gehängt wurden. Von Lauber wurden Foliobögen zur Herstellung groß-
formatiger und somit repräsentativerer Bücher benutzt. Hierauf weisen die bei allen Blättern vorhandenen mit-
tigen Querknicke hin (von der Faltung in die für den Verkauf üblichen Hefte oder Bücher; vgl. Saurma-Jeltsch,
Bilderhandschriften 1, S. 78), die bereits vor der Beschriftung beziehungsweise Bemalung vorhanden waren.
Fehlerhafte Foliierung des 17. Jhs.: 1-211, 211, 213-363, überspringt Bl. 282a; auf Bll. 218, 219 zweite Foliie-
rung (117, 118). Bll. I*—4*, 364*-366* mit moderner Zählung. Wz.: Krone über Halbmond in Wappenschild
(Vorsatz), nicht nachweisbar (identische Variante in Cod. Pal. germ. 18 [Spiegel]); Ochsenkopf mit einkonturi-
ger Stange mit Stern (verschiedene Varianten): a.) ähnlich Piccard 2, VII/268 (Mainz, Dießenhofen 1444-1446);
b.) ähnlich Piccard 2, VII/292 (Sufersheim, Wallerstein u.ö. 1446); c.) ähnlich Piccard 2, VII/504 (Basel,
Waldshut u. ö. 1441 -1447); Krone ohne Bügel, ohne Beizeichen (verschiedene Varianten), darunter ähnlich Bri-
quet 4637 (Basel 1430); weitere Variante identisch in Cod. Pal. germ. 339; zwei gekreuzte Schlüssel (verschie-
dene Varianten): a.) ähnlich Piccard 8, HI/354 (Süddeutschland 1445); b.) ähnlich Piccard 8, HI/348 (Süd-
deutschland 1441); Menschenkopf mit Haarbinde (verschiedene Varianten): a.) ähnlich Briquet 15632 (St.
Marcellin 1450); b.) ähnlich Briquet 15629 (Kitzingen 1445). Schriftraum: 29 x 17,5; zwei Spalten (Initialseiten:
eine Spalte), 29-33 Zeilen. Schriftraumbegrenzung blind geritzt beziehungsweise mit Metallstift vorgezeichnet.
Bastarda von einer Hand (nach Saurma-Jeltsch [Bilderhandschriften 2, S.49] vermutlich auch Schreiber von
Cod. Pal. germ. 339, Bonn ULB Ms. S 500, Brüssel Bibliotheque Royale Alben 1er Ms. 14697 und Cologny [Genf]
Bibliotheca Bodmeriana Cod. Bodmer 42). Kapitel- und Seitenüberschriften und Schrift der Initialseiten in Tex-
tura. Rote Lombarden der Kapitelanfänge über fünf bis acht Zeilen. Übliche Rubrizierung. Vor den Buchanfän-

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