Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

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COD. PAL. GERM. 20

ses rette do zu allem Ysrabel vff des veldes einodi... 293v doettelichen sang der syerenen mit vn-
gehoeren oren süllent vbersehen vnd wort nit achtene. - 294r leer.

(294v-328v ) JOSUA. >Hie vohet an das sechste buch das zu latin genant istjosue vnd ist das erste
cappitteh. 295r >Josue<. ES geschach noch dem tode Moysy da das got... 328v vnd Eleazar sun Aa-
ron der starp vnd begruben in Gaab herren sinees [! recte: Finees] sunnes in die stat die jme gege-
ben wart in dem berge Effraim. - 329r bis auf Seitenüberschrift leer.

(329v-363va) RICHTER. >Hie vohet das sübende buch an das man in latine nennet Judicum vnd
ist das erste cappitteh. 330r >]udicum<. NAch den tagen Josue do rat frogeten die sune Ysrahel ...
363va Aber sunne Benyamin begunden fliehen do die sich also sohent genydert etc. Amen. Buch
Ruth fehlt. - 364::-r-366*v leer.

Nach der Eingruppierung der deutschen Bibelübersetzungen von Walther (Sp. 402 f.) gehört der
Text des Cod. Pal. germ. 19 zum 12. Übersetzungszweig. Die differenziertere Einteilung von Jo-
chen Splett (Die Zuordnung zu Übersetzungszweigen. Dargestellt anhand der hochdeutschen
Übersetzungen von Mt 13, 44-52 in mittelalterlichen Handschriften, in: Vestigia bibliae 9/10
[1987/1988], S. 38) zählt ihn zusammen mit drei weiteren Handschriften zum Übersetzungszweig
der ,Bibel des Matthias Eberler'. Nach Wallach-Faller (S. 111 f.) geht die Textvorlage auf eine in
Dominikanerkreisen verbreitete Version zurück, die von der zwischen 1305 und 1320 in Zürich
entstandenen Bibelübersetzung des Dominikaners Marquard Biberli abhängt (vgl. Kaeppeli 3,
S.105 Nr. 2936); relativierend hierzu Karl-Ernst Geith, Marchwart Biberli und das Solothurner
Legendär Cod. S.451, in: ZfdA 111 (1982), S.9-21, besonders S. 18-21.

FRAGMENTE.

Falzstreifen. Fragmente quer und längs durchgeschnittener Pergamentblätter. Bastarda und Kur-
rentschrift mehrerer Hände, zahlreiche Korrekturen und Nachträge. Saurma-Jeltsch (Bilder-
handschriften 1, S. 89; 2, S.49) entziffert einige Namen.

RECHNUNGSBUCH. Vgl. Cod. Pal. germ. 20, 21, 22, 23, 149 (?), 300, 362 (Fragmente).

Falzstreifen. Zwei Fragmente eines (?) längs durchgeschnittenen Papierblattes. Bastarda einer
Hand, Überschriften in Rot. Vermutlich Makulatur aus dem Werkstattbetrieb Laubers.

DEUTSCHER TEXT. Saurma-Jeltsch (Bilderhandschriften 1, S.90, Anm.249; 2, S.49) vermu-
tet aus der Lauber-Werkstatt stammende Makulatur einer ,Legenda aurea' und schließt hieraus auf
enge Zusammenarbeit mit einer am Ort ansässigen Buchbinderei.

KZ

COD. PAL. GERM. 20

Bibel AT (Geschichtsbücher [2. Teil]), deutsch

Papier • 250 Bll. • 40,3 x 29,2 • Hagenau ■ 1441-1449

Lagen: (III-2)4 + 7 III46 + 4 IV78 + (IV+1)87 + 14 IV198 (mit Bll. 87a, 137a; Bl. 117 in der Zählung übersprungen)
+ 8 III244 (mit Bll. 206a, 213a) + (II-l)247*. Bl. 1* an Vorderspiegel angefalzt, Bl. 248* als Hinterspiegel aufge-
klebt. Ehemalige Lagenformel (s. Reklamanten) bei Restaurierung zerstört. Erhaltene Reklamanten: 197v, 227v.

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