Zimmermann, Karin [Editor]
Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 1 - 181) — Wiesbaden, 2003

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COD. PAL. GERM. 95

COD. PAL. GERM. 95

Bernhard Hertzog • Erasmus Flock • Einnahmenverzeichnis

Papier • 122 Bll. • 31,1 x 22 • I. Zweibrücken (?) IL Süddeutschland III. Pfalz • I. 1567/68 IL 1558
III. 1539

Wohl in Rom aus drei Faszikeln zusammengebunden. Vorne und hinten je drei Vorsatzbll. (a-c, 115-117). La-
gen: (II-1)C + (II-l)"7. Foliierung des 17. Jhs.: 1-113, überspringt Bl. 98a; dieses und die Bll. a-c, 1», 114-117
mit moderner Zählung. Wz.: Kniender Mann mit Kreuz in Wappen (Vorsatz; ähnlich Heawood 1352 [Rom
1638]; s. Einleitung, S. XVI). Pergamenteinband des 17. Jhs. (römisch), Rückentitel: Chalendarium historicum, et
Rationarium Teluniorum dictionis Palatino (vgl. Vatikan BAV Cod. Vat. lat. 13220, 10v). Gelb-grünes Kapital.
Rundes Signaturschild, modern: Pal. Germ. 95.

Literatur: Wille, S.15; Low, Bl. 2' Nr. 96 [!]; Wilken, S.339; Zinner, Nr. 4396, 6169.

I.

Bll. l»-75. Lagen: VII13 (mit Bl. 1*) + 2 VIII45 + X65 + V75. Wz.: Badisches Wappen mit Widderhörnern, ähnlich
Briquet 982 (Baden 1550-1570); Adler mit Buchstabe/7 auf der Brust, ähnlich Briquet 144 (Sassenberg/Westf.
1569). Schriftraum: 25 x 18; Zeilenzahl verschieden. Kurrentschrift von zwei Händen (von Hand B Nachträge
auf den zunächst freigebliebenen Rectoseiten). Nur bei Hand A Überschriften rot und Namen und Jahreszah-
len rot unterstrichen. Anstreichungen und Fehlerkorrekturen von mehreren Händen.

Herkunft: Y Ex dono Bernarti Hertzog Authoris 1569 July 17. Sehastianus Moichsnerusph. u. i. doctor. Cum ijs
quae Hupertus Thomas Secretarius in altera columna collegit (Abb. 35). Von derselben Hand die Notiz 3r: In hac
altera columna sunt descripta ex Calendario Huperti Thomae de Luttich, Secretarii Comitis palatini Electoris.
Der Kalender gelangte entgegen der Widmung an Pfalzgraf Wolfgang von Zweibrücken-Veldenz (f 11. Juni
1569) in den Besitz des Juristen Sebastian Meichsner. Zu Meichsner s. Toepke 1, S.610 (am 12. Dezember 1550
gemeinsam mit Bernhard Hertzog in Heidelberg immatrikuliert) und Krebs, Nr. 1729 (kurpfälzischer Rat und
Advokat am Hofgericht 1559). Die Nachträge aus dem Kalender des Hubert Thomas [Leodius] (t 1556) müssen
zwischen 1568 und 1569 wohl in Heidelberg vorgenommen worden sein. l*r alte römische Signatur (?):
1852/Calendarium Historicum ad an. 1568. Zu Leodius vgl. Gilbert Tournoy, Humanistische Historiographie
in Heidelberg. Hubertus Thomas Leodius, in: Heidelberger Jahrbücher 38 (1994), S. 201-214.

Schreibsprache: undifferenziertes Hochdeutsch.

lr-74r BERNHARD HERTZOG, PFÄLZISCH-HISTORISCHER KALENDER FÜR DAS
JAHR 1568. >Calendarium Historicum in Annum Salutis 1568<. Darinen fürnemblich der Pfaltz-
graffen bey Rhein der hertzogen aus Baiern ... Geburtstag, Kindtauf, Haimfurungen Vnnd Ab-
sterben Meldung geschieht zusamen Colligirt durch Bernhardt Hertzogen Cantzly Secretarium zu
Zweibrucken zu vnnderthoniger gehorsame vnndt Ehren. 2r Dem ... herrn Wolffgangen Pfaltz-
graffen ... graffen zu Veldentz vnd Sponheim, meinem Gnedigen fursten vnd herrn. Zu Hertzog
s. NDB 12, S. 719. Von ihm ist in Frankfurt StuUB Ms. II 12 ein gleichartiges Calendarium histo-
ricum für die Grafen von Hanau erhalten (Hermann Hahn, Der handschriftliche Nachlaß Bern-
hard Hertzogs in der Frankfurter Stadtbibliothek, in: Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und
Familienkunde 24 [1896] S. 1-18). München BSB Cgm 2873 enthält eine Abschrift des 18. Jhs. von
diesem Codex, Heidelberg ÜB Heid. Hs. 514 eine aus dem Jahr 1842 (durch den pfälzischen Pfar-
rer und Historiker Johann Georg Lehmann [1797-1876; ADB 18, S. 145-147]). - ar-cv, l*r/v, lv,
74v-75v (bis auf Signatur [l*r], s. Herkunft/I) leer.

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