Wüst, Paul
Die deutschen Prosaromane von Pontus und Sidonia (Marburg, Univ., Diss., 1903) — Marburg, 1903

Page: 72
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Anmerkungen.

*) Hiernach und nach S. 22 berichtige man vor allem das
Durcheinander bei Muther, Die deutsche Bücherillustration der
Gothik und Frührenaissance 1, S. 37. 39. 377. 288. — Ein Druck
von 1488 ist mir nirgends begegnet.

2) Muther aaO. S. 37 bemerkt, die Schönspergersche Aus-
gabe von 1488 zeige auch Holzschnitte von 46x128 mm. Selbst
wenn ein solcher Druck existierte, wäre es sonderbar, wenn
Schönsperger im Jahre 1488 Holzschnitte von so störendem
Format eingesetzt hätte, während er doch die alten Holzstöcke
der Drucke von 1483 und 1485 in dem Neudrucke von 1498
sehr gut abdruckte und nur einige neue von gleicher Grösse
einfügte. S. o. S. 24.

3) Kaum wohl darf G mit den Augsburger Büchererwerb-
ungen Joh. Friedrichs in Beziehung gesetzt werden. Nach
Ehwald aaO. werden zwar in dem Weimarer Aktenstück "Reg.
365 [„Verzeichnis der Bücher die Joh. Friedr. d. Alt. aus Augst-
burgk aus seiner custodia herein geschickt hat"] eine ganze
Anzahl von Hss. genannt, die ebenso wie unser G in „wellisch
rot" gebunden waren und sind — Joh. Friedr. erwarb bei seinen
beiden Augsburger Haftzeiten [26. Juli 1547—12. Aug. 1548;
8. Juli 1550 bis 21. Okt. 1551] viele Bücher — doch liegt ein
bestimmtes Zeugnis, dass unser G dabei gewesen sei, nicht vor.

4) Vgl. J. v. Müller, Der Geschichten schweizerischer Eid-
genossenschaft 4. Theil, S. 493 f. Thurgau und die benach-
barten Gegenden waren Eleonorens Morgengabe.

») Gobellinus S. 165B. Doch vgl. Voigt aaO. 3,342. —
Aeneas war schon 1435—36 am Hofe von Eleonorens Vater ge-
wesen [vgl. Dict. of nat. biogr. 29, 134]; er wird also Eleonoren
schon in ihren ersten Lebensjahren gesehen haben.

6) Die englische Uebersetzung desPonthus ist
etwa um 1450 entstanden [Vgl. Mather S. XXVI; reo. Holthausen,
Anglia, Beibl. 8, 197 ff; G. Paris, Romania 26, 468ff. — Harten-
stein aaO. S. 145 f.]. Man könnte vermuten, die schottische
Prinzessin habe diese gekannt oder gar benutzt. — Als ich die
englische Fassung [ed. Mather] mit dem französischen Texte
einerseits, unserer Hs. G. andererseits verglich, habe ich nur den
frz. Druck von 1520 [Paris, Alain Lotrian] benutzt. Dieser kann
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