Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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Buchwiß Briefe
gend fähige Menschen, bloß ein Geschöpf der gött-
lichen Güte wären, die dieses Glück lediglich sei-
nen weisen Veranstaltungen zu danken hätten:
«UT-LV -vol^ 50-^kp 770,^« '— u. s. w. vergl. Tit»
Z, 4* 5*
r. Von dieser Bedeutung nun, die wir bey
dem Worte angernerkt haben, ist diejenige,
welche die Schrift mit dem Ausdruck
Z« verbindet, unendlich verschieden. «-/«Z«
sollte man, weil das Wort einmal verhaßt ist,
niemals gute Werke übersetzen. Das Neue Te-
stament versteht allemal darunter die Ausbrüche
der neuen Gesinnungen, die uns Gott durch das
Evangelium cingeflößt hat, nämlich das, was wir
Tugend — christliche Tugend —> wahre Fröm-
migkeit nennen. Daher sie bald schlechtweg
bald bald N755ÄL heißen.
Und der Theologe soll sich melden, der uns eine
Stelle zeigen kann, wo diese von
der Begnadigung bey Gott und der Erlangung der
cwigen Seeligkcit ausgejchlostm werden. Kann
aber dieß nicht gezeigt werden, so irrt sich Herr
Vuchwitz, wenn er sagt, die Frage sey biblisch
und die Antwort richtig. Denn wie gesagt, die
Bibel wirft die Frage, „ ob der Mensch durch gute
Werke seclig werden könne?-,,
nie auf — und noch weniger giebt sie die Ant-
wort, die der Catechismus- hier giebt. Wenn
sie sie aufwirst, so ist allemal von schlecht-
weg
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