Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

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Zeibichs vermischte Betrachtungen. 2 r r
Schlange den Kopf zertreten/,, nach allen vernünfti-
gen Auölcgungörcgeln fo viel heißen muß: „es wird
von nun an die Bestimmung des menschlichen Ge-
schlechts seyN/ mit diesem ihrem Feinde/ mit dem
Laster/ zu kämpfen, und die, welche ihre Bestim-
mung nicht verkennen, werden die herrlichsten Siege
über diesen Feind davon tragen.,, Dawider weiß
nun Hr. Z. nichts zu sagen, als daß er es nicht zu-
sammen reimen könne, wie Hr. Ernesti die obige
Antwort geben, und doch vorher behaupten konnte,
daß unter dem Wcibessaamen alle Nachkommen zu
verstehen wären. Aber wer so was nicht zusammen
reimen kann, sollte billig Bedenken tragen, die Wi§
Verlegung eines solchen Gegners zu übernehmen.
Ein andrer Beweis des Hrn. Z.für die gewöhn-
liche Erklärung, war daher genommen, weil auch
die Gläubigen eine so große Handlung nicht unter-
nehmen könnten, sintemal das ein Werk Christi
allein sey, und die Gläubigen nur den Satan durch
Christum zu überwinden im Stande wären. Herr
Ernesti wendete ganz natürlich ein: „wenn die
Gläubigen den Satan durch Christum überwinden,
so überwinden sie ja ihn i Cor. 15, 57. und seinen
Saamen i Joh. 5, 4. „ Kann etwas klärer seyn^
Aber Hr. Z. sieht nichts. Er bleibt dabey, daß
man von dem Gläubigen das nicht sagen dürfe
weil die Schrift allezeit Gott dabey erwähne und sich
so ausdrucke: „ich Jesus gebe euch Macht auf
Schlangen und Seorpionen zu treten rc.„ Muß
man nicht mit einem Manne Mitleid haben der
solche Schlüsse machen kann? „weil die Bibel die
Kraft zum Siege über den Satan Gott zuschreibt/
ergo — darf ich nicht sagen, das die Staubigen den
O 2 Satan
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