Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

Seite: 260
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s6o Lavattrs vermischte Schriften.

„Ich finde ferner, daß die H. Verfasser es als
eines der vornehmsten Verdienste Jesu ansehcn, zwi-
schen Gott und Menschen solche Verfügungen ge-
troffen zu haben, dadurch der Sünde gesteuert, und
eine unmittelbare Gemeinschaft (was heißt unmittel-
bare Gemeinschaft? Die gewöhnliche, z.E. die im
Gebete statt findet, wo der Mensch den Unsichtbaren
wirklich vor sich hat, und nut ihm wie ein Kind
mit seinem Vater unmittelbar sprechen zu dürfen ge-
würdiget wird ? oder die ungewöhnliche, die Pro-
pheten und Apostel genoffen?) zwischen beydeu her-
gestellt und allgemein gemacht werden sollte.,,
„Ich finde ferner, daß sie nur diejenigen als
würdige Schüler Jesu anfthcn, an denen sich solche
Aeufferungen des Geistes Gottes zeigen, die denen
ähnlich sind, welche sich in Jesu zeigten. (Wenn
der H. V. si ne den Propheten und Apssteln eigne
UNMittelbarLÄeusserungen des Geistes Gottes meynt,
so wünschten wir die Stelle der Bibel zu erfah-
ren, wo gesagt wiro, daß nur die würdige Schü-
ler Jesu wären, m denen sich Gottes Geist so un-
mittelbar äussere wie in Jesu. Uebcrhcmpt hätte
der V. die Hauptschriftstcllcn in diesem Aufsatze or-
dentlich anführen sollen, da es ja seine Absicht war,
zu sagen, was er in der Bibel gefunden habe.) Die
Menschen der Schrift sind immer voll des H. Gei-
stes —- Jesu ähnliche Menschen— voll von ausser-
ordentlichen Gaben, Kräften und Eigenschaften. Und
die H. Verfasser (S. 20z-.) sagen uns, daß die Ver-
heissungen (dieses) Herligen Geistes sich ohne Unter-
schied auf alle Menschen erstrecken sollen, die an
Jesu Nahmen glauben. Sie reden von der fort-
dauernden Geistesmittheilung so, (wir wissen keine
' Stell?
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