Allgemeine theologische Bibliothek — 4.1775a [VD18 90309928]

Seite: 183
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exegetischen Fache, worauf doch am Ende die Haupt-
sache beruht, haben wir ihn desto armseliger ge-
funden.
Und in diesen Umständen befinden fich auch die
andern beyden Controyertisten. Sie beten die hun-
dert und tausendmal gebrauchten, und hundert und
tausendmal widerlegten Bcweissprüche nach der Rez-
he her, ohne fie durch exegetische Anmerkungen zu un-
terstützen , oder die exegetischen Gegengründe zu ent-
kräften —7 gerade wie unsere deutschen Theologen es
machen, wenn sie einen Ankiarhanasiancr widerlegen
wollen. — Am elendesten ist der Laye.
Das einzige, was noch etwa ?ülfmerksamkeit ver-
dient, und was alle drey fast zu ihrem Haupkargumente
gemacht haben, ist die Ehre der Anbetung, die Chri-
sto im R.T- nicht nur dogmatisch zugeschrieben, son-
dern auch wirklich erwiesen wird. Dies hat der Ver-
fasser der keüexions am sorgfältigsten ausgeführt,
und so, daß cs schwer werden dürfte, seine Gründe
auf eine befriedigende Art zu widerlegen. Indessen
find uns zwey Haupkeinwendungen dabey eingefallen,die
wir einmal gründlich beantwortet zu sehen wünschten.
Erstlich ob die Gchriftstellen, darinnen die Anbetung
des Sohnes Gottes gedacht wird, gerade die höchste
Anbetung enthalten, die man dem einigen Gott Je-
hovas) schuldig ist, oder ob es nicht vielmehr bloß re-
lative Anbetung und Verehrung fty, zur Ehre Got-
tes des Vaters? Zweytens, ob wohl aus der gött-
lichen Anbetung und Verehrung auf die wesentliche
Gottheit Christi zu schliessen fey, oder ob nicht viel-
mehr die Anbetung Christo auch alsdenn zukommm
könne, wem? er zwar nicht der Gott Jehovah selbst.
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