Allgemeine theologische Bibliothek — 4.1775a [VD18 90309928]

Seite: 237
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1775a/0245
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
zum Unterrichte der Jugend. 2,7
und Begriff erfunden. Also stehts ja auch bey
Menschen den Begriff einzuschräuken oder zu erwei-
tern und nach Belieben 2 oder 7 Dinge mit dem
Namen zu belegen. Jedes der Dinge, die man mit
diesem Namn nennt oder nicht nennt, bleibt doch in
jedem Falle was es ist.
Die Methode des Verfassers besteht darinnen,
daß er jeden Abschnitt erst unter kurze und deutliche
Sätze bringt, und sodann die Schriftstcllen in der
Reihe folgen läßt, welche den einzelnen Sätzen
zum Beweise dienen sollen. DieSprüche scheint H.
F. selbst ins Deutsche über-getragen zu haben daher
der Sinn freylich oft verfehlt, oft auch durch das
allzuwörtliche Ueberfetzen verdunkelt worden ist.
Zuletzt ist noch ein Anhang: HZon den Gebräu»
chen oder Ceremonien der katholischen Kirche:
von dem wir zweifeln, ob er von Herrn Felbiger sey.
Er dünkt uns wenigstens für einen so aufgeklärten
Mann viel zu abgeschmackt. Wir wollen zwey Fra-
gen zur Probe abfchreiben. „Warum gebrauchet
die Kirche die lateinische Sprache bey dem Gottes-
dienste ?
Weil die lateinische Sprache vor allen andern
die rcinefte, edelste, schönste und unveränderlichste,
auch zugleich durch die ganze Welt die üblichste, und
bekannteste ist, welches nicht allein aus der Überschrift
des Kreuzes Christi einigermaßen zu ersehen, welche
aufHebräisch, Griechisch und Lateinisch geschrieben war,
sondern die Erfahrung und der Gebrauch der ganzen
Welt bewähren es; weswegen die Kirche von An-
fang sich, dieser bedienet und zugleich verordnet hat,
loading ...