Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 26.1901

DOI article: DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.41307#0068
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
C. WATZINGER

58
wohl aus einer Schale der flachen Calener’ Form und wird
nach dem Firnis und der guten Ausführung des Reliefs grie-
chisch sein. Dieselbe Darstellung findet sich häufig auf Lam-
pen ; aus einer ganz entsprechenden Form ist z. B. das Rund
einer ungefirnissten römischen Lampe gefertigt, die sich unter
den Akropolisscherben befindet und auf der Rückseite den
Stempel ΕΛΤΤίΔΗφΟΡΟΥ trägt.
15. Scherben griechischer Terrasigillata-Gefässe.
a. Napf, aus drei Scherben zusammengesetzt, Profil und
Durchschnitt hierneben wiedergegeben. Sehr feiner roter Thon,
vorzügliche rote Glasur. Auf dem
oberen Rande mehrere Reihen klei-
ner, in den noch weichen Thon
eingeritzter Striche. Im Boden zwei
eingravierte Ringe, in der Mitte
ein rechteckiger Stempel mit dem
Töpfernamen: Ω0ΡγΗ Der Name ist
in der Schreibung OPHOY bereits von einem südrussischen
Gefässe anderer Form bekannt: Stephani Vasensammlung der
Eremitage 2057, vgl. Dragendorff Bonner Jahrbücher 96 S. 37.
b. Fragment eines grossen Tellers mit schlechtem,
mattrotem Firnis. In der Mitte eingestempelt der jÜF)
Töpfername ONHEIMOY in beistehender Form:
c. Randfragment; das Profil erinnert
an das bei Dragendorff a. a. 0. S. 36
Fig. 13,3 abgebildete Profil eines südrus-
sischen Gefässes.
d. Schalenfuss, innen in der Mitte ist eine Sohle einge-
presst ; vgl. Dragendorff a. a. 0. S. 37.
16. Scherben (m e g a r i s c h e r ’ Becher.
Da es keinen Wert hat, jedes Fragment einzeln aufzuzählen
und zu beschreiben, so ziehe ich eine systematische Anordnung
vor und beschreibe nach einander die vorkommenden Dekora-
tionen des Randes, des Bauches und des Fusses. Hierbei sind
die wenigen auf der Akropolis gefundenen Scherben pnegari-
scher’ Becher eingeschlossen, damit man über die bisher in
Attika auftretenden Dekorationselemente einen Überblick ge-
winnen kann.
 
Annotationen