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Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 26.1901

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https://doi.org/10.11588/diglit.41307#0206
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O. RUBENSOHN

drucksvollste Denkmal der Stadt Parikia bilden. Die erhal-
tene Mauer dieses Schlosses steht gerade über dem Rand
des Akropolisplateaus, durch sie würde also auch die antike
Begrenzung der Burghöhe bezeichnet sein (vgl. die Nivelle-
mentszahlen des Planes). Ausser den Steinen des Tempels
enthält das fränkische Schloss noch die Werkstücke mehre-
rer antiker Bauten, so die Quadern eines zierlichen Rund-
baues mit sorgfältig gearbeiteten Ornamentstreifen am oberen
Abschluss der Innenseite und mit Triglyphenfries an der Aus-


senseite, auch das überkragende Kranzgesimse ist mit verbaut
worden, — das Ganze diente als Apsis der Schlosskirche im
venetianischen Palast—-und sodann die Säulen und Gebälk-
stücke einer grossen dorischen Säulenhalle, die, wie aus dem
Schnitt mehrerer Architravglieder hervorzugehen scheint, einen
Innenhof rechteckig umschloss. Ob wir aus der Verbauung der
zahlreichen Architekturglieder gerade dieses Baues im fränki-
schen Schlosse folgern dürfen, dass die Säulenhalle wie der
Tempel in unmittelbarer Nähe des Schlosses gestanden und in
antiker Zeit etwa die Abschliessung der Akropolishöhe und
 
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